DGB: Arbeitsmarktsituation in Duisburg weiterhin erschreckend schlecht

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Duisburg – „Die Situation des Arbeitsmarktes in Duisburg“, so der Regionsvorsitzende der DGB-Region Niederrhein, Rainer Bischoff heute vor Funktionären der Gewerkschaften, „entwickelt sich weiterhin erschreckend schlecht und zum Teil sehr negativ. Die weitverbreitete Mär, die gute Konjunkturlage erleichtere die Situation auf dem Arbeitsmarkt, trifft in Duisburg in keinster Weise zu. Gegenüber dem Vorjahr haben wir eine erschreckende, deutliche Steigerung der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen, bei bestimmten Gruppen von Arbeitslosen sogar exorbitant.“

So ist der aktuellen Statistik der Duisburger Arbeitsagentur zu entnehmen, dass die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat noch einmal um 261 gestiegen ist. Bei den älteren Arbeitslosen verläuft die Entwicklung gerade zu dramatisch: Bei den 25 – 50 jährigen arbeitslos gemeldeten Menschen ist eine Steigerung gegenüber dem Jahr 2010 um 15,6 % zu verzeichnen, bei den 55 – 65 jährigen gar um 20,3 %. Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen stieg im selben Zeitraum um 20,6 %, die der Langzeitarbeitslosen um 6,6 %.

„Alleine diese Zahlen und Entwicklungen zeigen“, so Rainer Bischoff weiter wörtlich, „dass sich die Argumentation für die Rente mit 67 als reine Ideologie erweist. Wenn immer mehr unserer KollegInnen schon ab 50 noch mehr ab 55 arbeitslos sind, wie sollen die dann länger als mit 65 Jahren arbeiten. Der besonders düstere Duisburger Arbeitsmarkt entlarvt, dass es für die Rente mit 67 keine Grundlage gibt. Aber auch in einem zweiten Punkt wird die Bundespolitik Frau von der Leyen ad absurdum geführt: Ihre milliardenschwere Kürzung von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen ist zutiefst ungerecht und unsozial. Mehr Arbeitslose bei weniger Geldern für Qualifizierungsmaßnahmen bedeutet: Die Arbeitslosen müssen die Suppe auslöffeln, die Frau von der Leyen ihnen eingebrockt hat.“

Der DGB-Niederrhein ruft insbesondere die heimischen Bundestagsabgeordneten dazu auf, sich in Berlin für die Veränderung der Politik zur Rente mit 67 und der Finanzierung der Arbeitsmarktpolitik einzusetzen. Hier sei umsteuern dringend erforderlich.

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