Am Montag Abend in den Steinhof…

-Duisburg- Die Sendreihe „Stadtgespräch von WDR5 macht am kommenden Montag, den 20. Juni Station in Duisburg. Unter dem Titel „Duisburg ein Jahr nach der Loveparade findet des Stadtgespräch 20 Uhr im Kulturzentrum Steinhof in Duisburg Huckingen statt. Der Sitz für die Stadt Duisburg wird wohl leer bleiben. Stadtdirektot Peter Greulich hatte seine ursprüngliche Zusage zurückgezogen und trotz intensiver Bemühungen konnte der WDR keinen Ersatz finden.

Der WDR schreibt in seiner Vorankündigung:

Die Massenpanik bei der Loveparade 2010 ist unvergessen. 21 Menschen verloren dabei ihr Leben. Hunderte wurden verletzt und traumatisiert. Ein Jahr danach kommen im WDR 5 Stadtgespräch Angehörige, Betroffene, Experten und Bürger zu Wort:

  • Rainer Wendt
    Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft
  • Lilli Vujnic
    Loveparade-Teilnehmerin
  • Lothar Evers
    Journalist und Loveparade-Kritiker
  • Dr. Timo Grunden
    Politikwissenschaftler der Uni Duisburg-Essen

Kulturzentrum Steinhof, Duisburg-Huckingen  / Eintritt frei

Moderation: Judith Schulte-Loh und Thomas Vogel

Redaktion: Katja Stehmann und Jutta Warda

24. Juli 2010. Nicht nur für viele Duisburger ein Datum wie ein Tattoo. Fast jeder kann seine persönliche Geschichte um diesen tragischen Tag herum erzählen, als die Situation bei der Loveparade in Duisburg eskalierte. Unvergessen die Bilder der schreienden hilflosen Menge. Sie lassen auch heute nicht los, sorgen für Fassungslosigkeit, Trauer und Wut.

Knapp ein Jahr danach wird noch immer über die Umstände der Massenpanik diskutiert. Wie konnte so etwas passieren? Wer trägt dafür die Verantwortung? Die Untersuchungen der Staatsanwaltschaft dauern weiter an. Gleiches gilt für die gegenseitigen Schuldzuweisungen von Polizei, Stadtverwaltung und Veranstalter. Auf Initiative von Bürgerbewegungen wird jetzt eine Gedenkstele für die Opfer der Loveparade errichtet. Die Stadt Duisburg und die Versicherung des Veranstalters haben sich über die Zahlung einer Entschädigung geeinigt.

Das WDR 5 Stadtgespräch beleuchtet die Loveparade vom 24. Juli 2010 und ihre Folgen ein Jahr danach. Das Publikum kann sich in die Diskussion einschalten und Fragen stellen, die ihm unter den Nägeln brennen. Auf dem Podium zum Thema „Duisburg ein Jahr nach der Loveparade“ nehmen Gäste Platz, die auf unterschiedliche Weise vom Unglück betroffen sind: unter anderem die Loveparade-Teilnehmerin Lilli Vujnic, der Journalist und Loveparade-Kritiker Lothar Evers sowie der Duisburger Hauptkommissar Rainer Wendt (Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft). Judith Schulte-Loh und Thomas Vogel moderieren die Sendung.

Das Thema ist nach wie vor aktuell, denn auch fast zwölf Monate nach dem Schock wirkt die Stadt wie gelähmt. Ein Image-Wandel scheint kaum möglich. Der umstrittene Oberbürgermeister Adolf Sauerland räumt Fehler ein, will aber auf seinem Posten bleiben. Unterdessen sammeln Duisburger Bürger zum zweiten Mal Stimmen für seine Abwahl. Das Loveparade-Unglück hat Spuren hinterlassen. Der Vater eines Opfers brachte dies so auf den Punkt: „Der grausame Tod meiner Tochter kann im Nachhinein noch einen Sinn bekommen, wenn dieser Tod uns alle mahnt, unser aller Wertesystem zu überdenken.“

„All diese Aspekte – von Trauer über Wut bis Hoffnung – wollen wir im WDR 5 Stadtgespräch mit unseren Gästen und dem Publikum erörtern“, so Katja Stehmann, die gemeinsam mit Jutta Warda die Sendung redaktionell verantwortet. „Der erste Jahrestag dieses schweren Unglücks steht bevor. Wir blicken natürlich zunächst zurück. Darüber hinaus wollen wir die aktuelle Situation analysieren und auch Zukunftsperspektiven für die Stadt und ihre Bürger diskutieren.“ Denn in Duisburg besteht viel Gesprächsbedarf rund um das Thema Loveparade.

8 thoughts on “Am Montag Abend in den Steinhof…

  1. Kann eine Verwaltungsspitze noch eindringlicher demonstrieren, dass sie kein Interesse an denen hat, für die sie per Amt zuständig ist? Der OB jammert sich durch Radio und TV, wie übel man ihm mitspielt, konzidiert inzwischen, dass er Fehler in der Kommunikation machte und hat dennoch nichts dazugelernt. AS lässt einfach keine Möglichkeit aus, um unter Beweis zu stellen, dass er seinem Amt in keiner Weise gewachsen ist. Er ist lediglich effektiv im Verstecken, Verbieten und Bedrohen. Leider ist das zu ärmlich für den obersten Chef einer Grossstadt. Hoffentlich begreifen das inzwischen alle Duisburger.

  2. ICH werde oberbürgermeister

    DUISBURG JETZT! heisst unsere initiative
    AXEL BÜRGERWEHR ist mein deputy

    LOVE NOW! unsere veranstaltung am 22.7. im WHY NOT

    KULTUR IM KOLLAPS unsere veranstaltung am 12.7. im DJÄZZ

    DUISBURGJETZT:DE ist freigeschaltet – aber noch nix drin

    hatte kurze gespräche mit hüskens stegmann und einer tante vom wdr die mir alle nicht besonders kompetent erschienen

    alle mit denen ich bisher gesprochen habe waren begeistert und haben mir ihre stimme zugesagt

    während andere labern arbeite ich – das ist mein vorsprung

    deshalb konnte ich nicht im steinhof sein

    sitze jetzt an pressemitteilungen

    love now!

    duisburg jetzt!

  3. alle bekannten indianischen häuptlinge hatten deputys

    der warlord war wie monarchie in erbfolge

    deputy ist das maximum was ein indianer werden kann dessen daddy nicht häuptling ist

    wir sind die wildesten indianer diesewr stadt

    wir sind keine ritter

    eher piraten

    darüber diskutieren wir beim grossen rat der initiative DUISBURG JETZT!

  4. Der Bogen ist gespannt,
    die Sehne stramm,
    die Pfeilspitze geschärft,
    das Ziel anvisiert.

    Mit Warlords hab ich nix am Hut.
    „Häuptlinge“ gibt es zuhauf.

    Ich weiß, was ich kann, Ziele treffen.