„Schönfärberei von Statistiken“: Kirche und Diakonie zu den Duisburger Arbeitsmarktzahlen Mai 2011

„Die Schönfärberei von Statistiken hat noch keinem geholfen, Arbeit zu finden“ – so kommentiert Sieghard Schilling vom Diakoniewerk die Duisburger Arbeitsmarktzahlen für den letzten Monat. Im Rahmen der Kampagne „Ich will arbeiten“ nimmt der Evangelische Kirchenkreis monatlich die Duisburger Arbeitsmarktzahl unter die Lupe. Es sei gut, so erklären die Initiatoren, wenn die Chefin der Agentur für Arbeit, Angela Schoofs, „den stärksten Rückgang der Arbeitslosigkeit in einem Mai seit 2007 melden könne. Das ändere aber nichts daran, dass vor allem Jugendliche bis 25 Jahre und Ältere ab 50 Jahre weiterhin benachteiligt seien. „Nur jeder Fünfte Erwerbslose in Duisburg ist bei der Agentur“, rechnet Schilling vor. „80 Prozent der Betroffenen sind als Problemgruppen beim Jobcenter registriert.“ Und das verzeichnet in der großen Gruppe der Langzeitarbeitslosen gegenüber dem Vormonat gerade mal drei Personen weniger. Schilling erwartet deshalb einen zunehmenden Fachkräftemangel bei gleichzeitig bleibender hoher Erwerbslosigkeit.

Für Armin Schneider, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises, ist das der Beweis dafür, dass der Aufschwung in Duisburg nicht zur Vollbeschäftigung, sondern nur einer immer tieferen Spaltung des Arbeitsmarktes führt. Die Beschlüsse der Bundesregierung zur weiteren Zerschlagung eines öffentlich geförderten Zweiten Arbeitsmarktes würden diese Situation weiter verschärfen. „Wir freuen uns über jeden, der in unserer Stadt wieder Arbeit findet“, so Schneider. „Aber solange Zehntausende Bürgerinnen und Bürger einfach nach Hause geschickt werden und nicht mal eine sinnvolle Beschäftigung angeboten bekommen, werden wir jedenfalls keine Entwarnung geben.“

Weitere Informationen zur Kampagne im Internet unter www.ichwillarbeiten.net.

2 thoughts on “„Schönfärberei von Statistiken“: Kirche und Diakonie zu den Duisburger Arbeitsmarktzahlen Mai 2011

  1. Wenn ein Ingenieur über 50 mit jahrzehntelanger Berufserfahrung zur „Problemgruppe“ gehört, beweist das nur, wie krank unsere Gesellschaft, wie unfähig und unmoralisch aber auch die Wirtschaft ist. Menschen, die fast ein Leben lang erfolgreich gearbeitet haben, sind für die Wirtschaft unverzichtbar, nur hat diese das noch nicht realisiert. Es gibt in der Tat einen Fachkräftemangel, nämlich in den Führungsetagen, und da müsste angesetzt werden.

  2. die diakonie als puff sollte nicht über den zuhälter arge meckern

    lässt sich hartz4er für lau liefern

    verhökert sie für 16euro pro stunde weiter

    nennt das ganze hilfe

    und deckt den mantel christlicher heuchelei an ihrer mittäterschaft beim menschenrechtsverstoss hartz 4

    ob jetzt „arbeit macht frei“ als täterspruch

    oder „ich will arbeit“ als opferzwang

    diese kritik an der agentur ist berechtigt

    aber sie riecht aus eurem munde nach jauche