Duisburg: Loveparade-Aktivisten errichten Steinhügel der Erinnerung

Heute gegen 17 Uhr trafen sich an der Gedenkstätte der Duisburger Loveparade-Tragödie über ein Dutzend Aktivisten um einen Steinhügel der Erinnerung und des Gedenkens zu errichten.

Die ursprüngliche Idee zu dieser bemerkenswerten und eindringlichen Aktion eines Mitglieds des Vereins Massenpanik-Selbsthilfe e.V. wurde von allen Teilnehmern des heute stattgefundenen Treffens am Ort der Tragödie aufgenommen und voll geteilt.

Alle Aktivisten brachten eigene beschriftete Steine mit und legten sie an den Ort der Trauer und des Gedenkens, an welchem 21 Menschen am 24. Juli 2010 ihr Leben lassen mussten und über 500 Menschen verletzt wurden.

Diese Aktion ist für alle Besucher dieses Ortes gedacht, die ein Zeichen der Erinnerung setzen wollen. Zu diesem Anlass haben die Aktivisten, die alle dem Opferverein Massenpanik-Selbsthilfe e.V. angehören, Steine hinterlegt, die beschriftet oder auch unbeschriftet in Gedenken an die vielen toten und verletzten Opfer der Tragödie erinnern sollen.

Die Opfer und Angehörigen die heute anwesend waren wollen selber trauern und nicht mehr durch andere trauern lassen. Dies war eine Aussage, die von allen geteilt wurde. Zu diesem Anlass hatten sich bereits Opfer und Angehörige in einem gemeinsamen Appell zusammengefunden, der HIER nachzulesen und zu unterzeichnen ist.

Die Steine sollen ständiges Gedenken symbolisieren, denn anders als Blumen vergehen Steine nie. Diese Symbolik ist bekannt aus der jüdischen Tradition, aber auch als Arbeitsform in gestalttherapeutischen psychologischen Therapien.

Xtranews war bei dieser Aktion vor Ort dabei und wird dazu zeitnah weitere Fotos veröffentlichen.

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Fotos zur Thematik Loveparade 2010 in Duisburg finden sie unter http://xtranews.de/imagedesk/index.php/Duisburg/Loveparade-2010

45 thoughts on “Duisburg: Loveparade-Aktivisten errichten Steinhügel der Erinnerung

    • Wer muss uns das gestatten?
      Dieses Gelände gehört Herrn Krieger, der duldet, dass dort der Verstorbenen, den Verletzten und den tausenden Traumatisierten gedacht wird.

    • Solch Fragestellung stimmt mich traurig!
      Es kann nicht sein…

      Es soll ein Ort für die diejenigen sein, die sich diesem Verbunden fühlen, egal ob Betroffener, Hinterbliebener oder oder oder…

      Und hier noch mal für alle:
      Jeder darf hingehen, jeder kann hinter die Absperrung, solang man noch kann!
      Und damit man es kann, bitte hier unterschreiben und teilen:
      http://loveparadeappell.de/

      Lg

  1. Angelika Köhler So, 12 Jun 2011 at 00:10:12 -

    Jeder, der sich durch diese Aktion angesprochen fühlt, ist eingeladen, sich mit seinem eigenem, ganz persönlchen Stein, anzuschließen.
    Fenab von vordiktierter Trauer, Vereinen oder sonstiegen Intuitionen!
    Diese Aktion ist für jeden Einzelnen, der den Tunnel und die Rampe besucht und ein Zeichen setzten will. Wir vergessen weder die Toten, noch die verletzten nich traumatiierten Opfer – jeder ist es wert, ihm einen Gedanken zu schenken1

  2. Auch wenn ich eine FRAU bin, geh ich nicht zu BODEN. Kommt her, wenn ihr EUCH traut und ihr EIER in der Hose habt. Ich werde NIE zurücktreten. Selbst wenn das mein Weg nicht ist, muss ich bald mit meinen BILDDDRUCKEN wieder zum Anwalt. Dann rollen Köpfe und die Gerichte haben das WORT.

    Mit Daisy Duck habe ich 10 Stunden auf eine NACHRICHT gewartet, was mit den Drillingen Tick, Trick und Track geschehen ist. Tick, Trick und Track sind aus Entenhausen extra zur LOPA angereist und ich danke dem lieben GOTT, als Onkel Dagobert Duck aus dem Geldbehälter anrief, das die Kindchen wohlbehalten sind. Seitdem widme ich mich mit SCHWEINCHEN DICK, der das schönste RINGELSCHWÄNZCHEN hat, für diese Gedenkstätte am Ort. Haltet Ruhe und nehmt eure Steine wieder mit, sonst gebe ich sie beim Fundbüro ab.

    Für EUCH spiele ich jetzt „Alles Kann Besser Werden “ von Xavier KÄNGURUH und wünsche ALLEN, besonders Herrn L.E. aus Köln, der wie ein Lama spuckt, ein besinnliches PFINGSTEN und einen bezaubernden Sonntag.

    Liebe Grüße eure Minni

    P.S. Auch wenn die HETZER unsere lieben Spender vergrault haben, brauchen wir noch Kerzen mit DECKEL.

    • Der intelligente Mensch nennt Ihre Bilddrucke Screenshots.
      Und es heisst………Kerzen mit DeckelN. Plural

      • Liebe UNSAGBAR, Du bist die TANTE von Gustav Gans und kennst nicht alle DIALEKTE. Natürlich nehmen wir auch Kerzen im PLURAL: Her damit!

        LG eure Minni

        • Und bei dir haperts an ALLEM, vor allem Verstand und Niveau! Zeichensetzung scheint dir auch nicht zu liegen…..Also: SHUT UP!

  3. Auch ich bin eine Mutter die erst Stunden später ein Lebenszeichen vom Kind bekam.
    Wo bitte und warum bitte brauchen Sie Ruhe?
    Eine Mutter von einem Kind, dass der Hölle entrinnen konnte denunziert? Hallo!!! Gehts noch??

  4. Steinhügel der Erinnerung – ein gutes und schönes Zeichen mit Tiefgang, welches andere Formen des Gedenkens weder auf- noch abwertet. Ich appelliere an die geschätzten Kommentatoren ALLER Lager, nicht wieder aufeinander einzudreschen. Das würde die Sinnhaftigkeit der Aktion konterkarieren.

    Es besteht auch kein Grund dazu. Der Steinhügel steht FÜR die Erinnerung und NICHT als Zeichen GEGEN ANDERE.

  5. steinhügel sind die älteste form des begrabens von mordopfern

    gesteinigte blieben unter den steinen liegen

    das passt

    die billigende inkaufnahme von sauerland und co ist moralisch mord

    kriminalistisch sind da noch niedere motive oder heimtücke gefragt

    alles im angebot

    ne paläöanthropologisch ärcheologisch menschheitsgeschichtlich korrekte aktion

    ne unverwitterliche gedenkstätte dazu

    und eine sehr wahre form des gedenkens

    jedenfalls besser als irgendne künstlerscheisse

    ein kleines massengrab im steinzeitstil

    ihr hättest es nicht besser treffen können

  6. Er war eine Aktion mit Sinn, Herz und Verstand , die allen gut gefallen hat,.Ich frage mich grade warum Minni Maus sich angegriffen fühlt ??? Und Catweazle, wo lebst du ?, oder bist du etwa der Meinung ,das wir für solch eine Aktion Frau H. erst fragen müssen ???? Der Ort ist jeden zugäglich der das bedürffnidss hat, und nicht Privatbesitz von NEVER FORGET

  7. ich fande diese aktion war bis jetzt die beste, die je gestartet worden ist! denn ein stein simbolisiert die last, die man ls opfer und hinterbliebene zu tragen hat!

  8. @ Detlev
    Könnte es sein, dass Minni Maus Konnie Hendrix ist? Ist aber auch egal. Jedenfalls ist ihr Beitrag an Peinlicheit nicht zu überbieten, und es ist schlimm, dass die Diskussion um das Gedenken von Menschen, die nur ihre persönlichen Eitelkeiten pflegen wollen, immer wieder auf das unterste Level gezogen wird.

      • das hat die „liebe“ ***, bei herr r. auf die PINNWAND geschrieben!!!unter dem minni maus link….;-)

        ** ***** Haste fein geschrieben, Minni Maus!
        Sonntag um 13:26 · Gefällt mir · 1 Person

        • Wollen wir uns alle nicht jetzt erst einmal beruhigen?

          Es fehlt sicherlich an der richtigen Einstellung zum Yin und Yang oder zum Zip und Zap. Eine große Oberhausener Lokalgröße – nein, die nicht! – mit Namen Claudi hat mir vor einer Stunde verraten, das die wahre Kraft in der Güte liegt. Man soll vergeben und vergessen und werden wie ein Lämmlein.

          Määäääääh? Nicht meine Sprache unbedingt. Aber es scheint lustig zu werden. Also probiere ich es aus. Und wenn der Gerichtsvollzieher mit der nächsten Verfügung klingelt, mache ich die Tür auf und sage zu ihm wie anschließend zu der Richterin: Määäääääh!

          Nur, Claudi hat mir dabei nicht verraten, wie ich die Ärzte in der Klapse überzeuge, das mich die Güte fortan leitet und nicht der Schwachsinn.

          • Ich finde es unglaublich, wie Frau Hendrix von Never Forget hier fertig gemacht werden soll. Sie kämpft um Würde, wie man hier sehen kann.

            http://www.facebook.com/notes/never-forget-den-opfern-der-love-parade/in-eignener-sache/207020466007845

            Autzug daraus:

            Liebe Fb. Freunde,

            die Streitigkeiten habt Ihr ja alle mitbekommen und es nimmt einfach kein Ende.

            Ich habe schon die Polizei und das Gericht um Hilfe gebeten, aber wie Ihr seht

            nutzt auch dies nicht viel.

            Ich werde Euch jetzt mal einen Verlauf zeigen, damit Ihr versteht warum ich manchmal

            etwas in eigener Sache schreibe.

            Dieser J.R hatte für Never drei Pressemitteilungen geschrieben, er war teilweise sehr

            ausfallend und Er hat mich unter Druck gesetzt.

            Gregor D. war dritter Vorsitzender von Never.

            Vielleicht könnt Ihr Euch jetzt ein Bild machen, mit was ich mich Tag für Tag beschäftigen muss.

            Dabei ist dieser Verlauf noch HARMLOS. Die Könung an der ganzen Sache ist, dass der Verein Massenpanik

            mitmischt. Ich habe mehr als einmal um Ruhe gebeten, aber es bringt nichts. Der Kreis wird

            immer größer von denen und sie machen vor nichts halt.

            Es geht seit Monaten so Tag für Tag.

            Nun aber zum Bilddruck und bitte verzeiht mir, dass ich es Öffentlich mache.

            Je näher der Jahrestag kommt, desto schlimmer wird es für mich. Lügen über Lügen und ich

            kann nichts dagegen tun.

            Es geht um die Abwahl von A. Sauerland und die Unterstützung von Never.

            Mit DIE bin ich gemeint…….

  9. Als wir am Samstag begannen den Steinhügel aufzubauen beschlich uns alle ein tiefes Gefühl der Ergriffenheit. Bilder, Erinnerungen, Traurigkeit, Demut, Mitgefühl aber auch tiefe Dankbarkeit für all jene, die dieses schreckliche Unglück überlebten. Mein tiefer Respekt gilt den Angehörigen die schwere Verluste zu tragen haben.
    Umsoweniger verstehe ich manche Kommentare hier.
    Da wird nach Erlaubnis gerufen! Da wird niedergetrampelt was andere aufgebaut haben!
    Ich vermisse den Respekt gegenüber den Lebenden.

    Noch ist der Ort des Unglückes für jeden zugänglich, sodass JEDER Bürger ebenfalls einen Stein auf dem begonnenen Berg ablegen kann, beschriftet oder unbeschriftet. Und wir hoffen zustiefst, dass der Berg wächst und wächst und wächst.
    Für den Erhalt des „Historischen Ortes“ bitte hier unterzeichnen! http://loveparadeappell.de/

    • liebe Dagmar,

      ich hoffe Ihre eigenen worte kommen auch bei Ihnen an. wenn Sie mit dem hintergrund mal über eigene (teils unveröffentliche) posts nachdenken, z.b. mit dem nick „phoenix“, sollte das schon helfen… für das was Sie vorgeben zu wollen

  10. Mal eine Stilblüte der NEVER Anführerin unter ihrem Fake Gigi Duhn auf der FB Neverseite:

    Zitat

    „Da zeigt es sich doch mal wieder,das diese Leute Rücksichtslos sind,die machen weder vor den Toten und deren Hinterbliebenen halt.Die versuchen sich mit fremden Federn zu schmücken,und das die Gedenkstätte,wie einiges andere auch,dadurch ka…putt gemacht wird.Dieses Verhalten ist schäbig und nicht für vernünftig tickende Mitmenschen nach zu voll ziehen!!!Es wird Zeit,das alles an die Öffentlichkeit kommt,was diese Leute in Wirklichkeit treiben!!!“

    Zitatende

    Ihr Verein hat den Erhalt der Rampe verpennt nach der Vorstellung des Flächennutzungsplans samt Bürgeranhörung im Rathaus. Sie meldete sich dort zwar zu Wort und laberte von Baggern, wo Bürger sich davorwerfen würden, um die Rampe zu verteidigen. Das war aber alles und entschieden zu wenig für den Erhalt des Unglücksorts.

    Die NEVERS waren danach solange mit Blümchen gießen, Menschen verklagen, Dummschwall schreiben und poppen untereinander im Vorstand beschäftigt, bis ein anderer Verein es vorgemacht hat, seriös sich für den Erhalt der Rampe einzusetzen.

    Wohlgemerkt, ich schätze ihre tägliche NEVER Arbeit am Ort. Die provisorische Gedenkstätte gefällt mir und auch ihr bedingungsloser Einsatz für eine dauerhafte würdige Gedenkstätte am Unglücksort.

    Sie hätte das Zeug zur „Heldin“. Tatsächlich ist sie aber ein schwacher Mensch, der mit linken durchschaubaren Tricks und Mafiamethoden sich durchsetzen möchte und Freunde und Mitstreiter über kurz oder lang in den Arsch tritt. Sie stößt jedem vor dem Kopf, so dass sie sich noch nicht einmal mehr traut, unter ihrem eigenen Namen auf Facebook zu posten. Sagt mir bitte, wie man mit einer solchen Gurkentruppe zusammenarbeiten kann? Ich bin ratlos.

    • Angelika Köhler Mo, 13 Jun 2011 at 10:37:45 -

      Zur Information:
      Die erhobenen Fake-Profil-Vorwürfe sind falsch! Die Dame, die sie oben zitieren, ist real existent.

      …………..und ansonsten möchte ich höflich darum bitte, hier keinen Streit NEVER gegen wen auch immer vom Zaun zu brechen.
      Diese Akltion wurde durchführt von überwiegend Verletzten, Traumatisierten und Angehörigen der Lopa-Opfer und richtet sich nicht GEGEN etwas oder jemanden.
      Sie ist ein Zeichen FÜR den Erhalt der Rampe und gleichzeitig eine symbolträchtige Aktion, um denjenigen, denen dieser Ort wichtig ist, die Möglichkeit zu geben, ihrer Trauer, ihrer Wut, ihrer Hilflosigkeit Ausdruck verleihen zu können!

    • mensch nachbar,

      du bist doch sonst recht helle. das ist ne ganz andere schreibe und ich hab da auch eine ahnung.

      unter uns nonnenschwestern: wenn ich zwischen einer gurkentruppe und einem misthaufen wählen muss: ich nehm das obst

  11. Stefan Rosellen-Goßens Mo, 13 Jun 2011 at 11:15:16 -

    Wie war das noch gleich? Adolf Sauerland solle zurücktreten! Einige meinen (und dazu zähle ich mich auch), weil er bereits vor der Loveparade durch sein Drängen und Mißachten von Sicherheitsbedenken gravierend seine Verantwortung als Verwaltungschef mißachtet hat. Andere hingegen meinen (und auch dazu zähle ich mich), daß Sauerland sich nach der dann eingetretenen Katastrophe durch sein unwürdiges Verhalten als Oberbürgermeister disqualifiziert hat.

    Unwürdig war sein Verhalten während der Pressekonferenz unmittelbar nach der Katastrophe. Unwürdig war es, sich mit fadenscheinigen Gründen darum zu drücken, den Angehörigen zu kondolieren. Peinlich, sein Versuch, sich als Opfer darzustellen.

    Fast ein Jahr nach der Katastrophe hat die Stadtspitze um OB Sauerland also nichts anderes zu tun, als weiterhin ihre Verantwortung für das Geschehene am 24. Juli 2010 zu vertuschen und zu verdrängen.

    Der Unglücksort muss erhalten bleiben. Angehörige und Opfer haben ein Recht darauf, auch weiterhin an dem Ort inne zu halten, der am 24. Juli 2010 ihr Leben so plötzlich und gravierend veränderte. Dafür zu streiten lohnt. Und selbstverständlich ist es vollkommen legitim, wenn sich Menschen dazu berufen fühlen, durch Aktionen an die Besonderheit dieses Ortes zu erinnern.

    Was allerdings in den letzten Monaten von (eigentlich immer den gleichen) hier und an anderer Stelle zu lesen ist, lässt mich erschaudern und wird dem eigentlichen Ansinnen in keiner Weise gerecht.

    Jeder mag seine Trauer und sein Gedenken am Unglücksort in der ihm eigenen Weise zum Ausdruck bringen. Es bedarf keiner Gruppe oder keines Vereins, der darüber wacht, in welcher Form das geschieht.

    Gruppen, die sich berufen fühlen, für die Erhaltung der Unglücksstelle auf der politischen Ebene zu streiten, sind ganz sicher sinnvoll. Sie sollten aber den Schwerpunkt ihrer „Arbeit“ nicht darin sehen, einen möglichst exklusiven Einfluß auf die Gestaltung der provisorischen Gedenkstätte anzustreben. Sie sollten – im Gegenteil – gerade dafür werben, daß dieser Ort der Trauer und des Gedenkens ein Freiraum darstellt, der für jeden ohne Reglementierung zugänglich ist.

    Übrigens würde ich mir wünschen, daß demonstrative Aktionen vor das Rathaus verlagert werden und im Tunnel Ruhe und Besinnung Einzug hält.

    Was das alles mit Sauerland zu tun hat? Ganz einfach: Würde, Transparenz und Aufrichtigkeit kann doch nur fordern, der bereit ist, diese Werte selbst zu leben. Das aber scheinen gerade die nicht unbedingt begriffen zu haben, die sich hier und an anderer Stelle besonders exponiert zu Wort melden.

    • Meine Damen und Herren,

      hier einmal mein Versuch einer Bestandsaufnahme. Wie sieht die Situation heute aus im Jahre 2011 in Duisburg, insbesondere, wie sieht es an der Basis aus?

      Mein Vorredner, Stefan Rosellen-Goßens, predigt aus der lichten Höhe der Kanzel eines Duisburg 21 Vereins. Ein Verein, der allenfalls noch heute durch das Mitglied taosnm oder hier bekannt als bandelier, eine sehr nette Dame aus Menden im Sauerland, auf sich aufmerksam macht im Kommentarbereich von XN, RP oder der WAZ.

      Ansonsten nichts Neues im Westen, denn Stefan Rosellen-Goßens hat, was zulässig ist, die Kanzel eingetauscht durch seine berufliche Karriere. Seine Gruppierung gibt es auf dem elektronischen Papier und da nur noch als Rückschau.

      Schauen wir zum nächsten Protagonisten einer basisdemokratischen Bewegung, Dickie Dirk, der mit dem Weilchen Dirk eine Duisburg 21 Gruppe laut Impressum noch betreibt. Auch da haben wir seit Monaten nichts mehr zu hören und zu lesen bekommen. Was ist geschehen?

      Dickie Dirk – übrigens meinen nachträglichen Glückwunsch zum Geburtstag – gießt Blümchen eines Opfervereins und ähnelt immer mehr dem dicken kastrierten Kater seines FB Profils. Politisch ist der arbeitslose Speditionskaufmann und ALG 2 Empfänger mit Realabschluss nur dann, wenn er in wissenschaftlich anmutenden Episteln in Schmalspurforen sich mit seinem Erzrivalen Jürgen Rohn auseinandersetzt.

      Versucht er dabei das fehlende Rückgrat seiner 1. Vorsitzenden mittels unterstützenden Realitätsverlusts abzufedern oder ist es eigene Besessenheit? Wie auch immer, vom Lecken bekommt man eine trockene Zunge, die beim Artikulieren eigener Inhalte dann eher hinderlich ist.

      Ansonsten gleichwohl hier: Nichts Neues im Westen.

      Und dann haben wir noch Werner Hüsken, der überbewertet als Symbol eines knospenden Widerstands gegen Schmierlappen Adolf Sauerland gewertet wird, der aber zurzeit die Beschaulichkeit der Insel Rügen genießt statt auf Duisburg 21 Treffs zu erscheinen.

      Ein Mann, der allen Wählern gefallen will, Polemik vermeiden möchte und gut beraten wäre, konsequenterweise Kölnisch Wasser zu trinken, um beim Kacken nicht nach Scheiße zu riechen. Konfliktscheute Revolutionäre – ein NO GO!

      Hüsken wird sich noch umschauen. Er wiederholt wie ein Papagei, dass Duisburg die Wahl hat. Zu einer schlüssigen Argumentation, wieso Bürger OB Sauerland abwählen sollen, ist er kaum fähig. So beinhaltet seine letzte Pressemitteilung als Begründung zwei magere Sätze mit dem Inhalt, Duisburg sei handlungsunfähig. Leichter kann er es Sauerland und der CDU Duisburg nicht machen, die darauf nur den Terminkalender des OB und seine Aktivitäten seit dem letzten Jahr öffentlich stellen können.

      Es geht vielmehr darum, dass man die Kleinen hängen will und den feisten Großen soll man laufen lassen? Städtische Mitarbeiter sind im Fadenkreuz der Staatsanwaltschaft Duisburg geraten, die den Anfangsverdacht strafrechtlich relevanten Verhaltens bestätigt sieht. Mitarbeiter, die nur im Auftrag handelten von Pattex Sauerland, der scheinheilig das Opferlamm spielt und nichts unterschrieben haben will.

      Zu einer Abwahl bedarf es einer wohl überlegten Vorgehensweise und eines Anführers, der die Bezeichnung verdient. Weder ist ein solcher Führer einer basisdemokratischen Bewegung in den am Boden liegenden Duisburg 21 Gruppen auszumachen noch in dem im letzten Jahr gescheiterten Hüsken. Der hat seit dem Abwahlverfahren in 2010 ein Loser Image und sogar sein ehemaliger Weggefährte, Peter Heß, hat ihm aktuell die Gefolgschaft versagt.

      Bleibt abzuwarten, ob die CDU in den nächsten Monaten in Duisburg ernsthaft gegen das Kasperletheater gegenhalten muss, oder ob die Aktivisten, die untereinander heillos zerstritten sind, sich selbst zu Fall bringen werden.

      Helfen kann nur eins: Sofortiger Stopp der Auseinandersetzungen der Aktivisten auf allen Ebenen. Und zwar jetzt. Des Weiteren muss über alles – und ich meine über alles – geredet und kritisiert werden können, ohne dass man sich in der VR China wähnt.

      Sollte dies nicht geschehen, darf man die bisherige Programmatik zur Abwahl Sauerlands auf Scheißhauspapier drucken, um sich damit den Arsch abzuwischen.

      • Als Kölner kann und will ich mich nicht in ndas Projekt „instandbesetzung der Duisburger Lokalpolitik einmischen.
        Nur so viel:
        dass die Staatsanwaltschaft nur gegen die Kleinen ermittelt ist falsch.
        Unter den Beschukldigten sind zwei Dezernenten sowie Amts und Abteilungsleiter. Auf der Ebene des Bundes oder eines Landes entspräche das den Ministern.
        Sauerland hat diese Dezernentenriege nicht geführt. Er hat mit ihnen zusammen die Verantwortlichkeiten nicht aufgedeckt sondern verschleiert. Insofern ist es sicher richtig seine Abwahl zu fordern.

        Trotzdem muss man fragen: und dann?
        Übernimmt Stadtdirektor Greulich die Stadtspitze und alle beschuldigten arbeiten wie gehabt. Nichts hätte sich geändert. Insofern muss sich eine Alternative breiter aufstellen. Sie hat insbesondere das Dezernat für Recht- und Ordnung unter Wolfgang Rabe zu beobachten zu kritisieren und über Alternativen nachzudenken.

      • Stefan Rosellen-Goßens Mo, 13 Jun 2011 at 22:09:03 -

        @Ano Nym,

        zu Ihrer Kenntnis: die lichte Höhe der Kanzel – wie Sie sich ausdrücken – verlasse ich tagtäglich, um beruflich für Menschen da zu sein, die Hilfe benötigen. Und so war das auch am 24. Juli 2010 – als ich im Rahmen einer 12-Stunden-Schicht Opfer der Loveparade betreute.

        Das aber tut hier überhaupt nichts zur Sache. Meine Person an sich ist in dieser Diskussion vollkommen unwichtig. Ich nehme mir lediglich das Recht heraus, meine Meinung zu aktuellen Entwicklungen auszudrücken.

        Das Sie aus dem Schutz der @Ano-Nym-ität andere Dikutanten persönlich angreifen, spricht für sich und gegen Sie.