„Initiativplan Duisburg“ will positive Energien verstärken

Duisburg – Als Kooperation zwischen Unternehmen, Universität, IHK und bürgerschaftlichen Institutionen will der „Initiativplan Duisburg“ die positiven Energien in der Stadt beleben. Die Gruppe mit mehr als 20 Teilnehmern
hat sich inzwischen viermal getroffen und setzt in Zusammenarbeit mit der Stadt darauf, die Identität und das Selbstbewusstsein Duisburgs zu stärken. Mitglieder im Netzwerk sind unter anderem: Haniel, ThyssenKrupp, Multi Development, IHK, Stadtsportbund und Bürgerstiftung. Als Sprecher wählten die Mitglieder des Initiativplan Duisburg Jutta Stolle, Direktorin der Abteilung Gesellschafter und Nachhaltigkeit bei Haniel, und Dr. Hartmut Müller-Peddinghaus, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Bürgerstiftung. „Wir haben uns wenige Wochen nach dem Loveparade-Unglück im Juli 2010 getroffen. Nicht um das Geschehene zu relativieren. Es geht uns vielmehr darum, gemeinsam den Blick nach vorne zu richten und wieder mehr Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit der Stadt zu gewinnen“, sagt Jutta Stolle. „Die erste gute Nachricht dabei ist, dass viele der starken Duisburger Kräfte an einem Tisch zusammengefunden haben.
Bereits die Vereinbarung, in Zukunft abgestimmt für Duisburg tätig zu sein und dabei die Kompetenzen der Partner in einzelnen Bereichen zu nutzen, ist ein wichtiger Schritt“, so Dr. Müller-Peddinghaus.

Mercator-Jahr und Bildungs-Projekte als erste Initiativen
Beispiele für Perspektiven und Handlungsoptionen nennen die Sprecher des Initiativplan Duisburg ebenfalls. „Wir wollen die Stadt bei der Gestaltung des Mercator-Jahres im Jahr 2012 wirksam unterstützen. Die Veranstaltungen sollen ein
sichtbares Zeichen für die Stadt- und Lebenskultur setzen“, erläutert Jutta Stolle. Das Netzwerk werde sowohl eigene Ideen beisteuern als auch koordinierend tätig sein.
Eine andere Initiative ist nach Darstellung der Sprecherin langfristiger angelegt: „Wir stellten im gegenseitigen Austausch fest, dass sich viele Unternehmen und Institutionen um den Bildungsstandort Duisburg bemühen. Die einzelnen Projekte wollen wir in Zusammenarbeit mit der Stadt und der Universität enger verknüpfen und damit die Kräfte, die an diesem für Duisburg entscheidenden Zukunftsthema arbeiten, besser bündeln.“ Weitere Aufgabenfelder sollen der Sport als Aushängeschild der Stadt sein und darüber hinaus Kulturangebote mit weitreichender Öffentlichkeitswirkung.

Stärken der Stadt betonen
Dr. Hartmut Müller-Peddinghaus macht deutlich: „Es geht uns nicht um Imagekampagnen.Vielmehr wollen wir die Stärken der Stadt betonen und dabei die Herausforderungen im Blick behalten. Und das wird leichter gelingen, wenn wir uns
absprechen und uns gegenseitig unterstützen. Denn ein besonderes Kennzeichen Duisburgs ist es, dass die Bürger gerade in schwierigen Momenten zusammenhalten und Engagement zeigen.“ Auch das hätten die Erfahrungen nach dem Loveparade-
Unglück bewiesen. Dass die Duisburger mit den Opfern und deren Angehörigen mitgefühlt und mitgetrauert haben, sei auch außerhalb der Stadt deutlich und positiv wahrgenommen worden. Jutta Stolle: „Gerade den Zusammenhalt wollen wir selbst
als Stärke nutzen und ausbauen, um so die zentralen Themen konzentriert zu transportieren.“

Das nächste Treffen des Initiativplan Duisburg ist für Ende Juni geplant. In der Zwischenzeit nehmen einzelne Arbeitskreise die praktische Umsetzung der Ziele in Angriff.
Initiativplan Duisburg versteht sich nicht als geschlossener Club, sondern die Mitglieder sehen sich als Ansprechpartner für Duisburger zu den genannten Themen. „Wir wollen Kräfte bündeln und die positiven Dinge in unserer Stadt darstellen“, sagt Jutta Stolle.

5 thoughts on “„Initiativplan Duisburg“ will positive Energien verstärken

  1. Nantucket Sleighride Mi, 08 Jun 2011 at 20:52:36 -

    Dieser Kreis hat an einigen Stellen gravierende Fehlbesetzungen, die nachhaltig zum Schaden der Stadt beigetragen haben und immer noch beitragen !!
    Aber ist der Ruf erst ruiniert, ….

  2. Es ist sicherlich aussen positiv wahrgenommen worden, dass die Bürger der Stadt sich den Trauernden und den verletzten Opfern der Loveparade verbunden fühlten. Doch ebenso deutlich negativ wurde wahrgenommen, dass die Vertretung der Stadt in Person des OB und seiner Vertreter in keiner Weise Verbundenheit zeigten, sondern nur noch damit beschäftigt waren, irgendwelche Erklärungen zu suchen, um nachzuweisen, dass sie an sich mit nichts etwas zu tun hatten. Der Rat der Stadt hat sich ebenso wenig bemüht, sich verantwortlich zu zeigen, und ich bin sicher, dass diese Verhaltensweisen schlimmer waren als alles andere, was man den betroffenen Familien hätte zufügen können. Wenn jetzt irgendeine – normalerweise würde man sagen „dahergelaufene“ – Initiative aus einem Misthaufen Gold machen möchte, wird das zum Scheitern verurteilt sein. Es geht nicht, weil die elementare Grundlage fehlt, nämlich die, dass derjenige, der verantwortlich ist, zu seiner Verantwortung steht und bekennt, dass Fehler gemacht wurden, die man bedauert und für die man sich schämt.

    • Der Webfehler dieser Initiative ist, dass Sauerland und seine Dezernenten, die den Niedergang unserer Stadt durch ihr Verhalten nach der LoPa-Katastrophe zu verantworten haben, mit am Tisch sitzen. Die nächste suspekte Merkwürdigkeit liegt darin, dass diese „Initiative“ sich unmittelbar vor dem Abwahlverfahren Sauerlands in die Öffentlichkeit begibt. Ein Narr, der Böses dabei denkt …Wo liegen denn bitte die konkreten Pläne dieser „Initiative“ zugunsten der Stadt Duisburg, außer, Sauerland aus der Patsche zu helfen? Was sind ihre Ziele, ihre Vorhaben? Was beabsichtigen sie konkret für die Stadt zu tun? Das alles ist noch völlig unklar. Klar scheint nur, sie wollen die Abwahl Sauerlands hintertreiben.

  3. Zitat: Denn ein besonderes Kennzeichen Duisburgs ist es, dass die Bürger gerade in schwierigen Momenten zusammenhalten und Engagement zeigen.“

    Genau, Herr Müller-Peddinghaus.

    Und das dürfen Sie sich dann gerne einmal bei dem anstehenden Abwahlverfahren ganz aus der Nähe betrachten !

    Und hier noch die Liste der Teilnehmer dieses illustren Kreises:
    (http://www.haniel.de/irj/go/km/docs/haniel_documents/hcw/public/haniel/press/Pressemitteilungen/Haniel/2011/Initiativplan%20Duisburg/Mitglieder%20Initiativplan%20Duisburg.pdf)

    Mitglieder des „Initiativplan Duisburg“
    (Stand 8. Juni 2011)

    Manfred Berns, Bürgerstiftung Duisburg
    Uwe Busch, Stadtsportbund Duisburg
    Dr. Stefan Dietzfelbinger, Niederrheinische IHK
    Peter Dollhausen, ThyssenKrupp AG
    Axel Funke, Multi Development
    Dr. Peter Greulich, Stadt Duisburg
    Gabriela Grillo, Grillo Werke AG
    Walter Hellmich, Hellmich-Gruppe
    Udo Hemker, Franz Haniel & Cie. GmbH
    Franz Hering, Stadtsportbund Duisburg
    Karl Janssen, Stadt Duisburg
    Dr. Hermann Janning, Duisburger Versorgungs- und Verkehrs GmbH
    Hermann Kewitz, Pro Duisburg e.V.
    Dr. Peter Langner, Stadt Duisburg
    Dr. Hartmut Müller-Peddinghaus, Bürgerstiftung Duisburg
    Wolfgang Rabe, Stadt Duisburg
    Prof. Dr. Ulrich Radtke, Universität Duisburg-Essen
    Adolf Sauerland, Stadt Duisburg
    Prof. Dr. Raimund Stecker, Lehmbruck Museum
    Jutta Stolle, Franz Haniel & Cie. GmbH
    Hans-Werner Tomalak, Sparkasse Duisburg