RWE, EON, Merkel und eine Lose-Lose-Situation

Wäre Frau Dr. Merkel nicht Frau Dr. Merkel, sie könnte mir fast Leid tun. Während sie in den USA (wofür eigentlich?) von Präsident Obama die höchste Auszeichnung für Zivilisten verliehen bekommt, implodiert ihre Welt daheim. Denn in Sachen Atomausstieg kann sie, damit auch die CDU, nur verlieren:

Das politische Klima in Deutschland zwang die Regierung in Rekordzeit, den abgesagten Ausstieg wieder aufzunehmen und eine Kehrtwende hin zu legen. Alles andere wäre politischer Selbstmord gewesen. Dummerweise ist aber auch die Wende politischer Selbstmord:

Nicht nur kann die Opposition jetzt aus allen Rohren feuern, denn die Gründe die heute von Schwarz-Geld angebracht werden, gab es schon vor dem Unglück in Japan.

Jetzt sind auch die Bosse mächtiger Konzerne auf einmal gegen Merkel – schon aus zwingenden Gründen: Shareholder der vornehmlich Aktiengesellschaften beobachten mit Sorge die Kursverluste seit sich die öffentliche Stimmung geändert hat und massiv, seit der Ausstieg fest steht. Und plötzlich müssen Unternehmen wie RWE und EON um ihre Macht fürchten – und kämpfen.

Am einfachsten und fast gefahrlos geht das, in dem man gegen die Politik schießt. Den Anfang machte EON mit der Drohung einer Klage gegen die Brennelemente-Steuer. Und jetzt zieht RWE nach und lässt den Chef an die Bundesmutti einen bösen Brief schicken.

Das war alles zu erwarten: Der Kunde und sein Wille weg vom Atomstrom ist nach wie vor eben nicht das Maß der Dinge. Das ist der Shareholder Value und in dessen Sinne müssen die Atomkonzerne aus allen Rohren feuern – wissend, dass ihre Einflussmöglichkeiten stark begrenzt sind.

Die Frage die sich an der Stelle stellt ist: Wem bringt es was?

Merkel verliert. Sie verliert die Unterstützung von den Wählern, die sich angesichts der „Mogelpackung Ausstieg“ nicht ernst genommen fühlen. Sie verliert aber zunächst auch die Unterstützung mächtiger Konzerne, die ohne eine Symbiose mit den Herrschenden gar nicht hätten so mächtig werden können. Und Merkel verliert die Unterstützung der Anteilseigner eben dieser Konzerne.

Die Konzerne verlieren, vor allem bei den Kunden und der Kampf um den Atomstrom ist strategisch eine Sackgasse. Um so länger die Unternehmen hier im Sinne der Anteilseigner diesen Kurs verfolgen, verschenken sie nicht nur wertvolle Zeit, sondern spielen auch mit dem Image der Marke.

Und wer gewinnt?

Der Kunde und Wähler. Denn in den nächsten Jahren werden EON, RWE (und die anderen) und CDU, FDP zeigen wie sie denken und ticken. Und welche Bedeutung sie dem Kunden und Wähler wirklich zumessen.

2 thoughts on “RWE, EON, Merkel und eine Lose-Lose-Situation

  1. merkel ist aus dem arsch des mauermörders honneker
    in den des renazifierers kohl
    und weiter den des grössten massenmörders unserer zeit bush gekrochen

    da kann man nur braun rauskommen

    sie denkt allein an die reichen

    und bricht täglich ihren amtseid

    da ist nichts zu erwarten

    das energieoligopol hat die gesamte wertschöpfungskette
    förderung-gewinnung-verteilung-netz

    da muss entflochten werden
    wir brauchen ein anti-trust gesetz

    solange die parteien so mit den energiekonzernen verflochten sind
    sehe ich da keine chance

    schöne scheisse für mich als stromkunden

  2. stimmt … entflechten !
    Dezentralisieren !
    Und den Banken gleich mal verbieten sich gegenseitig geld zu leihen.
    Warum ich jetzt auf Banken komme ???
    Der halbe E.on Vorstand spielt aufsichtsrat bei der „Deutsch‘ Bank“ … wie die Amerikaner sagen. Und das nicht sehr feundlich.
    Warum wohl ?
    Wahrscheinlich aus den selben Gründe warum Angela von Obama den Dicken Orden bekommt …
    Yes he can’t !