Münster und Fresno haben sich viel zu sagen

25 Jahre Städtepartnerschaft / Den Architekturstudenten folgt eine offizielle Delegation aus Kalifornien

Münster (SMS) Gleich zwei Gruppen aus Fresno sind anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zu Gast in Münster. Zum einen halten sich bereits seit dem 22. Mai Architekturstudenten der California State University Fresno (CSU) an der Fachhochschule auf. Zum anderen reist in diesen Tagen eine Delegation mit Vertretungen der Stadt, aus Handel und Wirtschaft, des Sister Cities International und der CSU an.

Die Fresno-Delegation absolviert ein dickes Fachprogramm. Ein Schwerpunkt ist der Studenten- und Wissensaustausch. Erst in diesem Jahr wurde dazu zwischen den Universitäten Münster und Fresno eine Vereinbarung unterzeichnet. Lynette Zelenzy, in der CSU verantwortlich für internationale Kontakte, besucht das Internationale Büro der WWU. Ein weiteres Thema ist die duale Ausbildung. Sie ist im Ausland kaum bekannt, weckt aber großes Interesse, wie Lisa Murray vom Sister Cities International bei ihrem Besuch im März bemerkte. Die IHK wird darüber und über den Handel in der Region informieren. Auch Glen Roberts, Vertreter des kalifornischen Handels, ist an diesem Kontakt sehr interessiert.

Seit 25 Jahren organisiert der Partnerschaftsverein Münster – Fresno jährlich einen Schüleraustausch. Die Plätze sind begehrt, da der sechs- bis achtwöchige Aufenthalt selbst im Rahmen des G8-Abiturs noch realisierbar ist, ohne den schulischen Anschluss zu verlieren. Linda Motschiedler aus Fresno und Horst Denecke vom Partnerschaftsverein werden die Details für den Austausch 2012 festlegen. Im Jubiläumsjahr hat das Sister Cities Committee erstmals Stipendien für einen Aufenthalt an münsterschen Schulen gegeben, die Nachfrage in Fresno war erstaunlich groß.

Die Städtepartnerschaft zeichnet sich dadurch aus, dass selbst offizielle Gäste nicht einfach im Hotel untergebracht sind, sondern die Gastfreundschaft von Familien genießen. Wenn OB Markus Lewe im Oktober in die kalifornische Partnerstadt reist, wird auch er privat untergebracht. Dank dieser Unterbringungsform bestehen unzählige Kontakte von Familie zu Familie, die teilweise seit Jahrzehnten gepflegt werden. Dazu gehört etwa die Verbindung zwischen dem ehemaligen OB Werner Pierchalla und dem ehemaligen Vorsitzenden des Sister Cities Committees Norman Bitter.

Im Lauf des Jahres steht noch eine Bürgerreise des Partnerschaftsvereins nach Fresno auf dem Plan. Die Westfälische Schule für Musik wird im Herbst mit der Big Band und dem Jugendsinfonieorchester Fresno besuchen.

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Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson hieß die Architekturstudierenden aus Fresno im Rathaus willkommen.

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