Baum fordert rasche Entschädigung für Love-Parade-Opfer

baumDer frühere Bundesinnenminister und Anwalt Gerhart Baum hat das Land Nordrhein- Westfalen aufgefordert, sich zu seiner Mitverantwortung an der Love-Parade-Katastrophe in Duisburg zu bekennen. An dieser könne "nun nach Bekanntwerden der Fehler im Polizeieinsatz kein Zweifel mehr bestehen", so Baum in einem Brief an Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD). Dies gelte auch, wenn Innenminister Ralf Jäger (SPD) eine Mitverantwortung "zunächst kategorisch ausgeschlossen" habe. Baums Kanzlei vertritt über 70 Opfer und Hinterbliebene der Katastrophe vom Juli 2010. Der SPIEGEL (20/2011) hatte über Fehler beim Polizeieinsatz berichtet. Baum fordert, rasch zu entschädigen und nicht abzuwarten, bis "in einigen Jahren die Schuldfrage endgültig geklärt wird". Das Land solle zur Schadensregulierung eine Stiftung gründen, in der die Opfer ein "wesentliches Mitspracherecht" erhalten, so das Magazin DER SPIEGEL in einer Vorabmeldung.

2 thoughts on “Baum fordert rasche Entschädigung für Love-Parade-Opfer

  1. Stefan Rosellen-Goßens So, 05 Jun 2011 at 14:03:16 -

    Zitat: „Das Land solle zur Schadensregulierung eine Stiftung gründen, in der die Opfer ein „wesentliches Mitspracherecht“ erhalten, so das Magazin DER SPIEGEL in einer Vorabmeldung.“

    Eine ähnlich klare öffentliche Forderung wünschte ich mir von Baum auch an die Adresse Sauerlands und der Stadtspitze.

    Das nun von der Stadtspitze gewählte Verfahren über die AXA macht Opfer zu Bittstellern in einem bürokratischen Regulierungsverfahren einer um Profit bemühten Versicherungsgesellschaft.

    DAS ist skandalös. Gerade hier sollte Herr Baum seine Stimme erheben …