„Reiß die Hütte ab“ – Fans und Spieler rockten die Hafenstraße

Am heutigen Sonntagnachmittag hieß es zum letzten Mal „An der Hafenstraße“ zumindest für die Spielzeit 2010/2011. Rot Weiss Essen empfing den Tabellen Dritten Fortuna Köln.

Vor der Partie fand auf dem Stadionvorplatz traditionell der Integrationstag statt. In diesem Jahre konnte man aus dieser Veranstaltung allerdings eine Aufstiegsparty zaubern, denn Fans und einige Spieler rockten bereits vor der Partie ordentlich ab.

Vor der Partie wurde die Mannschaft von RWE Coach Waldemar Wrobel zum Meister der NRW Liga geehrt. Die Ehrung wurde durch WLFV Präsident Hermann Korfmacher vorgenommen. Zudem wurden die Kicker noch anlässlich des Pokalsieges geehrt.

Nach der Ehrung griff RWE Kapitän Timo Brauer zum Mikro. Brauer fand rührende Worte an die Fans und sang mehr als nur lautstark „Wir sind stolz auf unsere Fans“ sowie „Lasst uns die Hütte heute Abreißen.“ Einige Fans sowie Medienvertreter hatten nach diesem sehr emotionalen Augenblick Tränen in den Augen. „In welchem Stadion in Deutschland erlebt man so einen Zusammenhalt? Das in der fünften Liga 10.200 Fans sowie Spieler ein Stadion zum Brennen bringen, das ist nur in Essen möglich!“ so ein Fan.

Allerdings wurde auch noch Fußball gespielt. Beide Teams gingen mit ordentlichem Tempo in die Partie. Die erste nennenswerte Torchance hatte Hamdi Dahmani erst in der 22. Spielminute und er verwandelte diese für die Gäste aus Köln sicher ins kurze Eck zum 0:1 Führungstreffer. RWE Keeper Lamczyk hatte keine Chance diesen Ball abzuwehren. Doch die RWE Fans feierten und jubelten ihrer Elf weiterhin ordentlich zu.

Während der Partie unterstützten die 10.200 Zuschauer ihre Mannschaft mit einer überwältigenden Stimmung. Hierfür sind die Rot Weissen Anhänger bekannt und sie bewiesen, dass nicht nur bei „Flutlichtspielen“ eine Gänsehautstimmung möglich ist. Es schallten „Nie mehr fünfte Liga“ Gesänge durch die Ruinen an der Hafenstraße.

Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte ereignete sich wenig. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe.

Um Punkt 15.48 Uhr pfiff Schiedsrichter Salm zur Halbzeitpause. Das Team von RWE Coach Waldemar Wrobel war mit den Gedanken anscheinend bei der Aufstiegsparty auf dem Platz. Allerdings war von beiden Teams wenig zu sehen. Während die Zuschauer ihren Spaß hatten und eine „Laola Welle“ durch das Georg Melches Stadion schickten.

Zu Beginn der zweiten Hälfte brachten beide Teams durch aggressive Zweikämpfe sowie tolle Passkombinationen ordentlich Wind in die Partie, so dass Schiedsrichter Salm diese einige Male unterbrechen musste.

In der 51.Spielminute hatte Fortuna Köln die erste Torchance und wieder einmal war Köln konsequent im Abschluss. Fabian Montabell verwandelte sicher zum 0:2 Führungstreffer für die Gäste aus Köln. Die Essener Anhänger nahmen dieses Gegentor mit Humor uns sangen „Sch… egal“

Doch Köln nutzte die Feierlichkeiten der Rot Weissen und erzielte in der 54. Spielminute den 0:3 Führungstreffer. Erneut erfolgreich für die Gäste aus Köln war Fabian Montabell, der RWE Keeper Dennis Lamczyk keine Chance zum Abwehren ließ. Damit war das „Ding“ durch.

Der weitere Verlauf der zweiten Hälfte war für die 10.200 Zuschauer auf der sportlichen Seite eher langweilig! Die einzige richtige Torchance für Essen hatte Adrian Schneider aus rund 20 Metern, doch Fortuna Keeper Jonas Sela hielt den Kasten sauber.

Um Punkt 16.50 Uhr war dann Schluss! Köln gewann die Partie mit 0:3 und ließ am heutigen Sonntag der „Nummer One“ der Liga keine große Chance.

Nach der Partie feierten Fans und Mannschaft ausgiebig zusammen. Die Feierlichkeiten kannten keine Grenzen. Bis spät in die Abendstunden hieß am Sonntag das Motto „Reiß die Hütte ab“. Die Emotionen kannten keine Grenzen und es flossen etliche Freudentränen. Allerdings gab es auch einige Abschiedstränen der Spieler, die den Verein zum Saisonende verlassen werden.

Für die Gäste aus Köln hieß es mitfeiern. Auch sie erschienen auf dem Stadionvorplatz. Somit verzögerte sich die Heimreise um einige Stunden. „Für uns war das heute ein einmaliges Erlebnis“, so ein Betreuer der Kölner. Einige Spieler unterhielten sich in der Mixed Zone und immer wieder fielen die Sätze: „Einen schöneren Saisonabschluss, als in Essen zu spielen, kann man gar nicht haben.“

Um Punkt 19.07 Uhr war die emotionale Aufstiegsparty offiziell zu Ende. Doch daraus wurde nichts. Mannschaft und Fans überzogen bis um 21 Uhr! Danach wurde die Innenstadt sowie der Hauptbahnhof und die nahe gelegen Kneipen zur Partyszene.

Normalerweise tut ein Berichterstatter dies nicht, aber heute war einfach alles erlaubt und ich sage, dass die RWE Aufstiegsparty eine der Schönsten war!!!

 

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