Appell der Hinterbliebenen und Verletzten der Loveparade-Katastrophe und ihrer Angehörigen

Stefanie und Klaus Peter Mogendorf

Appell der Hinterbliebenen und Verletzten der Loveparade-Katastrophe und ihrer Angehörigen: Den Ort des Leidens und der Trauer nicht zerstören…

Die Stadt Duisburg hat zusammen mit dem Investor Kurt Krieger einen revidierten Bebauungs­planentwurf für das Gelände des ehemaligen Duisburger Güterbahnhofes (Duisburger Freiheit) vorgelegt.Danach soll das Gelände der Loveparade Katastrophe zerstört und mit einem Möbelhaus überbaut werden. Gegen diese Pläne protestieren, Hinterbliebene der 21 Toten, Verletzte und Traumatisierte, sowie deren Angehörige mit dem gemeinsamen Appell „…den Ort des Leidens und der Trauer nicht zerstören…“ Er richtet sich sowohl an den Rat der Stadt Duisburg und seine Fraktionen als auch an die Verwaltung.

Aus diesem Anlass gibt es heute ab 10.30Uhr, im Duisburger Konferenz- und Beratungszentrum „Der kleine Prinz“, eine gemeinsame Pressekonferenz mit den Erstunterzeichnern dieses Appells, sowie mit Lothar Evers, der sich

Stadtdirektor und rechte Hand Adolf Sauerlands Dr. Peter Greulich

journalistisch in die Bebauungspläne eingearbeitet hat und Jürgen Hagemann, dem Vorsitzenden des Opfervereins Massenpanik Selbsthilfe e.V..

Zu den Erstunterzeichnern gehören Stefanie und Klaus Peter Mogendorf, deren Sohn Eike auf der Loveparade Duisburg getötete wurde, sowie Janine Marsollek, die mit schweren Verletzungen gerettet werden konnte. Alle genannten werden auf dieser Pressekonferenz gemeinsam anwesend sein.

Im Anschluss an die Pressekonferenz ist  vor dem Rathaus der Stadt Duisburg eine Übergabe das Appells an  Dr. Peter

Duisburger Stadtdirektor Dr. Peter Greulich hatte es sichtlich eilig: "Ich habe noch einen Termin"

Greulich, Stadtdirektor und kommissarischer Leiter des Stadtentwicklungsdezernates der Stadt Duisburg, vorgesehen. Der Appell der hinterbliebenen und Verletzten ist HIER nachzulesen.

Fotos zur Thematik Loveparade 2010 in Duisburg finden sie unter http://xtranews.de/imagedesk/index.php/Duisburg/Loveparade-2010

39 thoughts on “Appell der Hinterbliebenen und Verletzten der Loveparade-Katastrophe und ihrer Angehörigen

  1. Sabine Schlossmacher Fr, 27 Mai 2011 at 12:40:41 -

    …Wo ist der Verein Never Forget ???? Das ist doch das angebliche Ziel, welches der Verein vertritt oder habe ich das die letzten Monate falsch verstanden.

    Komisch das genau das Massenpanik Selbsthilfe Verein wahrscheinlich schafft !

    Vielleicht sollte Never Forget mal darüber nachdenken, das Diplomatie wichtiger ist als ständiger Zoff mit allen Institutionen und Organisationen, die nicht ins Weltbild von Never Forget passen!

    • matthias miller So, 29 Mai 2011 at 22:48:23 -

      ich denke never forget hat einen grundlegenden fehler gemacht! never foget hat sich viel zu sehr politisch engagiert und gegen die stadtspitze gewettert! die zusammenarbeit mit der stadtspitze hätte never forget jedoch gebraucht um das vorhaben gedenkstätte umzusetzten!

  2. liebe frau Stressmacher,

    wo waren denn andere als der „erlesene“ o.g. kreis? mit einer pressemitteilung hätte man z.b. auch die von ihnen mal wieder gedeckelte truppe erreicht. vielleicht wollte man aber auch unter sich bleiben?

    desweiteren versuchen eben alle seiten etwas ruhe einkehren zu lassen und sich der sache zu widmen. wollen wir hoffen, dass Sie nicht eben mit dem hinterteil das umstossen, was andere in mühevoller kleinarbeit aufbauen…

    im übrigen: was ist aus Ihrem projekt geworden?

  3. Ein guter Tag für Duisburg! Lob an die Organisatoren Lothar Evers, Jürgen Hagemann und vor allem Klaus-Peter Mogendorf! Der Verein Massenpanik Selbsthilfe e.V. hat sich wieder einmal als der einzige intakte und effektiv arbeitende Duisburger Loveparade-Opferverband dargestellt. Eine sehr lobenswerte Aktion, die, wie ich lesen konnte, verdientermassen auf großes Medieninteresse gestossen ist.

    Endlich haben die Angehörigen und überlebenden Opfer den einzig richtigen Weg gemeinsam gefunden.

  4. Ruhe kehrt natürlich ein, wenn ein panischer Jason immer wieder meint sticheln zu müssen und noch immer bei der Unwahrheit bleiben zu müssen, er sei unparteiisch und gehöre keinem Verein an 😉

    Fakt ist, dass NF dort eh nichts verloren hatte und ja, man war lieber unter sich, mal davon ab, dass NF weder zur Presse gehört noch zu irgendeiner Beteiligtengruppe (Opfer,Betroffene,Hinterbliebene)

    • ich hab nicht angefangen, bin aber gewohnt für andere herzuhalten, wenn sie das meinen…

      wir können uns da schon am sprachgebrauch reiben. ich habe kein parteibuch, ja. ich gehöre keinem verein an, ja. ich bin in keiner BI oder ähnlichem, ja.

      aber: ich habe eine meinung. das darf ich?

      p.s. ich stichel nicht, ich antworte im gleichen ton 😉

  5. Wer sagt denn das die gedeckelte Truppe erreicht werden wollte? Was hätten sie dort verloren gehabt? Gehört NF der Presse an? NEIN! Gehört NF einer der Beteiligtengruppen (Opfer,Hinterbliebene) an? NEIN! Und wer was mit dem Hintern wieder umstösst Herr J. A. das erkennt man ganz gut.

    Und Ruhe kehrt sicherlich nicht ein Herr A., wenn sie weiterhin in ihren Texten sticheln und lügen, indem sie angeben, neutral zu sein und keiner Initiative, Gruppierung oder Verein anzugehören.

  6. Ich freue mich besonders über die gemeinsame Erklärung speziell durch Eheleute Mogendorf und Janine Marsollek, welche mir alle aus vielen Telefonaten und Mails sehr bekannt und geschätzt sind. Mit diesen Personen haben sich wahrhaft betroffene Menschen dieser Katastrophe zusammen gefunden und sprechen nun eine gemeinsame Sprache.

    Lothar Evers, und Jürgen Hagemann vom Verein Massenpanik Selbsthilfe e.V., gilt mein Dank für ihre umsichtige und zielführende Planung und Vorbereitung dieses Appells aller Hinterbliebenen und Opfer.

    Ich unterstütze diesen Appell!

  7. Zitat Pracelpanik: „erst war ich der meinung, es läge an mir, nicht im vorraus von dieser Aktion erfahren zu haben. allerdings ergaben rückfragen bei NF und weiteren interessierten eine ähnliche reaktion. absicht?
    man hatte zumindst nicht versäumt, teile der presse zu informieren. nun kann man nur spekulieren, ob um eine nichtveröffentlichung des termins gebeten wurde oder die medien kein interesse gezeigt haben, tun wir aber nicht.
    um so dumm-dreister, wenn sich eine bekennende MP-unterstützerin derart deplaziert äussert. so wird aus dem wackeligen annähern der gruppen zur erreichung eines gemeinsamen ziels sicher nichts. wozu stecken denn da alle anderen die faust in die tasche oder lassen den stift im etui, wenn immer wieder solche tölpel in ihrer uninformierten art alles wieder in aufruhr versetzt?“

    Sehr geehrter Herr Ahldag,
    ich kann Ihnen versichern, dass das Medieninteresse gross war! Sie müssen sich nicht sorgen, aber vllt. fragen 😉

    • Nachtrag:
      „man hatte zumindst nicht versäumt, teile der presse zu informieren“ Auf einer Pressekonferenz wohl üblich,oder?

      „so wird aus dem wackeligen annähern der gruppen zur erreichung eines gemeinsamen ziels sicher nichts“ Wo findet ein wackliges Annähern statt?

  8. @Sabine

    Es ist so sicher wie das Amen in der Kirche, dass diese Aktion bewusst an NF vorbei organisiert wurde. Warum und wieso sind auch klar. Deswegen NF die Ziele abzusprechen, macht keinen Sinn. Die müssen ihren Weg an die Öffentlichkeit finden. Und gut ist.

    Dass Evers sich seit Wochen wohlwollend für den Erhalt der Rampe unter historischen Kriterien ausspricht, ist nicht neu. Ich finde es gut, wenn sich der Massenpanik-Selbsthilfe e.V. hier integriert, zumal diese Listen weltweit eingesetzt werden können. Darum sollte sie jeder verteilen, der die Möglichkeit dazu hat. Viel wichtiger: es fehlen mir Informationen: Wer (Alter) kann bis wann (Zeit) unterschreiben bzw. müssen die Listen bei L. Evers wieder vorliegen.

    LG Simone

    • Hallo gehts noch?
      Hier haben verschiedene Menschen mit gemeinsamem Interesse eine PK gegeben. Warum bitte sollte man Never Forget dazu laden? Wenn NF der Öffentlichkeit etwas zu berichten hat, kann der Verein gern selbst eine Pressekonferenz geben.
      Wenn Lieschen Müller der Welt etwas zu sagen hat, fragt sich jedenfalls nicht Hans Meier ob er auch etwas sagen möchte.

    • Angelika Köhler Fr, 27 Mai 2011 at 21:19:04 -

      Haben nicht die Unterzeichner selbst dem Verein das Ziel mit dieser Aktion das Ziel abgesprochen?
      Wie den Vorabartikeln der Printmedien zu entnehmen ist, haben 19 der 21 Todesopfer-Familien diese Petition unterschreiben. Da darf die Frage erlaubt sein, wer sich von Never Forget e.V. noch unterstützt fühlt.

    • Simone, diese Aktion wurde organisiert. Punkt! Von Individuen, die miteinander können und ein gemeinsames Ziel haben. Alle Organisationen sind hinter den Erstunterzeichnern zurück getreten. Genau das bekommt NF seit bald einem Jahr mitder einzigen Gruppe, der man sich zugehörig fühlt, den Hiunterbliebenen, nicht hin.
      Warum?
      Weil man sich in der eigenen Opfer und Kämpfer Rolle stilisiert, statt andere zu unterstützen.
      Dafür haben alle Betroffenengruppen inzwischen ein feines Gespür.
      Es hätte also nichts gebracht -ausser Stress wenn man NF oder seine Protagonisten einbezogen hätte. Es hätte vielmehr eine hohe Wahrscheinlichkeit gegeben das NF -wie wir es gerade bei Lukas sehen- erneut instrumentalisiert hätte.
      Und:
      kannst Du Dir die von Hendrix auf Unterlassung verklagte Jay Marsollek ernsthaft mit ihr auf einer gemeinsamen Pressekonferenz vorstellen?
      Kaum!
      Ein gutes hat die heutige Aktion:
      der Appell ist kurz, klar und authentisch. Never Forget sollte sich den Ruck geben und die Betroffenen per Unterschriftensammlung unterstützen, statt die Wunden des eigenen Gruppenegoismus zu lecken…

      • Lothar,

        nichts anderes hätte NF getan, wenn nicht die üblichen Tatverdächtigen in die Wunde rein gesprungen wären. Die Sache mit Lukas Loss ist auch nichts anderes – bringt aber das Fass zum Überlaufen. Nach 10 Monaten sind die Handlungsmuster einzelner Individuen eben bekannt.

        LG Simone

        • Angelika Köhler Fr, 27 Mai 2011 at 22:30:56 -

          Meine liebe Simone, und wenn es vielleicht noch so schwer fällt, es zu brgreifen oder nachzuvollziehen – in diese Petition ist keiner involviert, den Du oder der Verein Never Forget mit „einzelne Individuen“ bezeichnen würde…….mit Ausnahme einer Jay Marsollek, die sich aud gutem Grund von diesem Verein fern hält.
          Meine Unterschrift wirst Du z.B. dort vergebens suchen,noch. Weil diese Petition von denen kommt, die als allererstes das Recht haben, ihr Meinung kund zu tun: den Famile der Opfer und die Betroffenen.
          Und der Umstand, dass diese sich beinahe geschlossen dazu entschlossen haben, dies ohne Unterstützung des Vereins, dem Du nahe zu stehen scheinstzu , tun, sollte Anlass geben, darüber nachzudenken, inwei weit sie sich dort noch verteten fühlen.
          Und das hat rein gar nichts damit zu tun, was bei Facebook und ähnlichen Plattformen vor sich gehen mag. Das ist den Unterzeichnern eine Herzenangelegenheit, die es gilt, zu unterstützen!………….und genau deswegen werde auch ich die Petition unterschreiben, und ich hoffe, dass noch viele folgen werden!

        • Hätte, hat aber nicht…

          Das ist meiner meinung nach der grösste Fehler da:
          sie lassen die wirklich betroffenen nicht vorbei und unterstützen sie, sondern stilisieren sich selbst zum „ideellen Gesamtopfer“ und Stellvertreter derb Toten auf Erden…

          • herr Evers?

            sie beklagen sich, NF würde die fläche für sich beanspruchen, beklagen ein alleinrecht, das sie bei NF sehen, weinen sich aus, dort nicht parken zu dürfen, obwohl sie es nicht mal für nötig halten vor ort zu fragen, verdrehen tatsachen, bis sie ins muster passen und entdecken mit MP plötzlich die fläche für sich, die sie noch vor wenigen wochen für nonsens erklärt haben?

            sorry, aber so unglaubwürdig kann einen gar kein anderer machen…

          • @Geli: Ich spreche dir definitiv ab, mir zu unterstellen, wem ich nahestehe. Meine „Individuen“ bezogen sich nun wahrlich nicht auf die Petition.

            @Lothar:
            Manchmal kann man einfach nicht mehr unterscheiden: Was war zuerst da? Henne oder Ei. So geht’s mir bei der Frage, wer sich selbst zum ideellen Gesamtopfer stilisiert oder wird er zum ideellen Gesamtopfer stilisiert? Ich kenne mehr Leute, die den NF es unterstellen als dass sie sich selbst so darstellen. Dann kommt der große Hammerschlag mit dem die Welt zur Scheibe geklopft wird: da ist es dann in der Außendarstellung ein einziges Gigaopfer. Das wird dann wieder verbal aufgeschaukelt und lebendig gehalten vom Rest. usw.usf.

  9. Frau Semmel, es kann JEDER unterschreiben. In den nächsten Tagen wird es auch eine Onlinepetition geben. Die Internetadresse wird sicherlich mitgeteilt.

  10. Sabine Schlossmacher Fr, 27 Mai 2011 at 16:59:09 -

    Meine Antwort auf parcelpanic, leider wurde diese nicht freigeschaltet!

    Meinem Projekt geht es sehr gut und wird weltweit von Künstlern unterstützt, das Ergebnis werden sie dann nächstes Jahr sehen können.
    Desweiteren habe ich nur eine Feststellung gemacht, welche auch anderen durch den Kopf gehen wird. Ich gehöre KEINER GRUPPE an, unterstütze aber gern Massenpanik Selbsthilfe e.V.
    Warum ist es nicht möglich mich höflich anzuschreiben, warum immer dieser furchtbare Schreibstil. Ich bin doch auch höflich und sachlich Ihnen gegenüber. Und ich werde weiter meine Meinung sagen, dass ist alles was ich mache. Vielleicht ist damit die Angelegenheit erklärt, Es würde mich jedenfalls freuen!

    • bleiben sie doch bitte mal bei der wahrheit, frau S… der von 15:43 uhr?

      der kommentar wurde freigeschaltet,…. aber das ganze an mehreren stellen zu posten bringt einfach mehr?

  11. Pingback: SAUERLAND RAUS

  12. Hallo an alle,

    erst einmal lieben Dank an Massenpanik und Herrn Evers. Schön, dass Sie sich jetzt auch für eine würdige Gedenkstätte aussprechen. Auch freuen wir uns, dass es Ihnen nicht mehr EGAL ist wo was hingehört. Gemeinsam sind wir mit den Angehörigen und Traumatisierten stark. Wir haben es am Anfang nicht verstanden, warum Ihnen die Unglücksstelle egal ist, umso mehr freuen wir uns das Sie alle das Ziel erkannt haben. Allen anderen wünschen wir alles Gute für Ihr Geschäft in der Künstlerbranche. Never Forget den Opfern der Loveparade die sich seit den 27.7.2010 um die Gedenkstätte kümmern.

    • Angelika Köhler Fr, 27 Mai 2011 at 20:57:18 -

      Diese scheinheilige Freundlichkeit kann nicht über ihren Frust hinweg täuschen.
      Ich verstehe, dass es bitter sein muss, wenn die, für die man angeblich seit Monaten kämpft, es vorziehen, am Verein vorbei eine Aktion wie diese zu starten.
      Denn das dürfte wohl jedem klar sein: es ist heute so abgelaufen, weil es eindeutig nicht gewünscht wird, das Never Forget e.V. mit beteiligt wird…….und das wid sicher gute Gründe haben. Offenbar reicht es nicht aus, eine provisorische Gedenkstätte einzurichten. Viel mehr kommt es den Unterzeichnern darauf an, dass man laut und mit einer Stimme spricht – und das glaubwürdig und ohne Schlammschlachten im Hintergrund.

    • Frau Hendrix, ich war immer eine Befürworterin der Gedenkstätte. Um so dankbarer bin ich nun, dass die Sache jetzt von Menschen in die Hand genommen wurde, die das KÖNNEN.
      Blumen gießen, Videos und Engelkostüme haben selten das Potential auch politisch etwas zu bewegen und Ziele zu erreichen.

      Wenn Sie wirklich der Sache noch dienen wollen, dann sammeln sie Unterschriften für den Appell.

      Daneben wird sie sicher vorerst niemand daran hindern, ihre Facebookbetroffenheit zu zelebrieren oder Bändchen zu häkeln.

  13. @Phoenix
    Meine Antwort bezog auf das MP-Statement: zwei Vereine, zwei Ziele. Und wenn es um den Erhalt der Rampe geht, dann lese ich den in der Satzung von NF. Sabines Fragestellung ist mehr als eindeutig. Wenn man nach außen hin kommuniziert: es sollen alle an einem Strang ziehen, aber In- und Output selektiert, dann ist klar, dass keine Zusammenarbeit gewünscht wird. Nur, wenn man das alles bzw. die Antwort weiß, muss man die Frage: „Wo ist der Verein Never Forget?“ nicht mehr mit vier Fragezeichen nicht mehr in den Raum stellen.

    LG Simone

  14. …also ich bin durch, …. Habe mir seit ca. 2 Wochen, nachdem ich einen davon entdeckt hatte, etliche Diskussionsthreads dieses Dauerkrieges zu Gemüte geführt und das wirre Knäuel zu durchschauen und beide Seiten, mit denen ich live und online Kontakt hatte, zu verstehen versucht……

    Lothar Evers 27.Mai 2011 – 22:06 schreibt:
    „kannst Du Dir die von Hendrix auf Unterlassung verklagte Jay Marsollek ernsthaft mit ihr auf einer gemeinsamen Pressekonferenz vorstellen?“

    Meine Antwort: JA!

    zu besagtem Zeitpunkt zwar nicht, aber es wäre möglich,
    … wenn beide Seiten

    1. )
    sich zu einer Grundhaltung des Verzeihens durchringen !!!!!!!!!!!!!!!!!

    möglich wird das, wenn jeder dem Anderen die Fähigkeit zuspricht, sich je neu für die Liebe zu entscheiden, wenn er daran glaubt gerade auch, wo sie verschütt zu sein scheint, ja, an sie glaubend, sie quasi im Anderen ausgräbt. Und das auch um den Preis, dass man dadurch im Moment Nachteile hat, verkannt wird oder gar Verlust und Schmerzen hat, etc.
    Einer solchen Haltung tut sich die beiderseitige Wahrheit ohne Zank, Streit, Konfrontation oder Krieg kund und kann dann Wunder wirken. Dadurch dass dieser ‚Kampf‘ sich zuallererst im Inneren eines jeden Einzelnen selber abspielt, verhindert er Projektionen des Ego nach außen, die mitunter wie eine Lawine den Anderen verschütten, und wird Krieg zwischen uns somit überflüssig. Das eigentlich Spannende passiert dann in uns. Nach außen hin zeigen sich ’nur‘ die Wunder… 🙂

    2.
    wenn beide Seiten daran glauben, dass es eine wahre, gute Verständigung geben kann und wenn sie sie wirklich wollen.!!!!!!!!!!!!!

    Noch Unverständiges muss man einfach auch mal unerledigt lassen können, aber in der Zuversicht, das Verständigung werden wird. Verständigung im Geiste ist immer schon da, ist immer allem voraus, auch, wenn wir sie mit unseren kleinen grauen Zellen noch nicht erfassen können. Weil sie aber im Geiste immer schon da ist, können wir sie auch mit Erfolg wollen und finden. An sie zu glauben, schulden wir a) den oft so verquickten, missverständlichen Situationen, die unserer Nichtallwissenheit entspringen und b) unseren so grundverschiedenen Ckarakteren, die ihre Zeit brauchen, um von eigenen Projektionen frei zu kommen, den anderen in seiner Andersartigkeit und der ihr entspringenden Motivation wirklich zu verstehen und vor allem aufzuhören sich selber im Anderen zu bekämpfen.

    3.
    der eventuell ungleichen materiellen und psychologischen Lage des jeweils Anderen Rechnung tragen und nicht allein und nicht zuerst für die eigene auf Recht bestehen.

    Bei ungleicher materieller, sozialer und gesundheitlicher Lage, wie in diesem Fall von J + K ist das gerechte oder ungerechte äußere Vorgehen nicht zwingend ein Indiz für den guten oder bösen Geist, für den man sich im aktuellen Augenblick entschieden hat. Es ist schwer und aller Übung wert, auch und gerade im körperlichen und seelischen Leid in der Haltung der Liebe und des Verzeihens zu sein. Das fordert auf Seiten der Gesunden auf jeden Fall Nachsicht und wahrlich kein rechtliches Vorgehen, auch dann nicht, wenn man den Eindruck hat, dass der Kranke sein Leid als Freibrief für die Zulassung in ihm aufkommenden bösen Geistes sieht. In der Regel sind es aber die Nerven etc. die solches auslösen. Es wäre auch hilfreich sich klar zu machen, dass wer auch immer von Krankheit überrascht wird, in dem Moment keine Chance hat, negative Verhaltensmuster abzulegen. Es kommt raus, was bereits drin war. Und das braucht im negativen Fall dann Nachsicht.

    Also, es kann OK aussehen, aber der Geist war nicht OK und umgekehrt, es kann unrecht aussehen und doch im Geist OK sein. Die Wahl des Geistes, die wir gertroffen haben, vermittelt sich indirekt sehr wohl auch auf anderen zwischenmenschlichen Kanälen. Von daher ist wichtig auch an die Liebe zu glauben, die sich tief hinter den charakterlichen Kulissen verbirgt. Das Hindernis können immer auch die eigenen Kulissen sein.

    Es greift heute eine Pest um sich, die den Anderen vor lauter psychologischer Schläue nur noch anhand sichtbarer, vordergründiger Charakterzüge einschätzt. Hier zeigt sich aber bestenfalls nur seine halbe Wirklichkeit. So entstehen lauter verkürzte Perspektiven, die Teufelskreise von Halbwahrheiten produzieren, denen man nur ganz mühsam entrinnen kann.

    In diesem konkreten Fall, wo Jay gesundheitlich und dadurch auch materiell und seelisch in dem Gespann J + K im Nachteil ist, ist das z.B. keine Garantie für ihre Wahl guten Geistes im Verhalten „K“ gegenüber. Umgekehrt ist es allerdings keineswegs anders. Nach allem, was ich nun gelesen und live erlebt habe, könnte ich mich bislang unmöglich so negativ auf ein Urteil festlegen, wie das hier, in der Überzeugung, man sei, weil auf der Seite des Opfers, im Recht, munter geschieht. Und man hat den Eindruck, das kann endlos so weitergehen, eben wie Teufelskreise das so an sich haben.

    Um ein Gespür für die beiderseitige Wahrheit zu bekommen, ist gegenseitiges Verzeihen und der Glaube an das Gute im Anderen unabdingbare Voraussetzung. Ohne das, bleibt man für die Wahrheit blind und in tausend Teufelskreisen hängen. Ganz so, wie das hier zwischen den Parteien seit Monaten gelaufen ist, bis dann, wie ich jetzt sehe, Lothar Evers sich die Mühe machte, die Blindheiten beharrlich und angriffslustig aufzudröseln. Meines Erachtens mit dem Ergebnis, dass zumindest etwas Gleichgewicht geschaffen wurde. Widerstand kann eine Form der Liebe sein, um eben so einen Teufelskreis in den Köpfen der Antagonisten zu unterbrechen, sollte aber nicht dauerhaft in ein Aug um Auge Zahn um Zahn abdriften.

    4.)
    wenn beide bereit sind, sich gegenseitig jeden Augenblick neu zu sehen.

    Die Wahl des Geistes ist immer eine Wahl im Augenblick, was uns die Chance gibt, uns in jedem Augenblick neu zu sehen. Man kann sie also im nächsten schon wieder ändern, solange man nicht in Gewohnheiten festhängt. Für eine notwendige Kursänderung ist der Glaube des Anderen an unsere Liebe eine entscheidende Hilfe. Die Wahl des Geistes ist auch immer eine ureigene, selbst wenn man manipuliert wurde. Sie geschieht da in uns, wo kein anderer dran kann. Wenn wir für diesen Ort in uns noch kein Gespür haben, sind wir leicht mit unserem ganzen Charakter als Instrument manipulierbar.

    Ich halte für möglich, dass Manipulation im Dauerkrieg zwischen J und K auch von unbekannter Seite mit im Spiel ist. Umso stärker braucht es den Glauben an das Gute im Anderen, auch wenn man es nicht sieht, insbesondere wenn es etwa von Dritten absichtlich verschüttet wird. Dieser gegenseitige Glaube kann wie die Sonnenstrahlen die Liebe im Miteinander keimen lassen, aller Manipulation zum Trotz.

    Einen Ansatz solcher ehrlichen Kursänderung sah ich weiter oben in dem Beitrag von Never Forget 27. Mai 2011 – 20:35 „Hallo an alle, erst einmal lieben Dank an Massenpanik und Herrn Evers. Schön, dass Sie sich jetzt auch für eine würdige Gedenkstätte aussprechen. .usw…….“

    Und dann kommt da diese Reaktion von: Angelika Köhler 27. Mai 2011 – 20:57 „Diese scheinheilige Freundlichkeit kann nicht über ihren Frust hinweg täuschen. Ich verstehe, dass es bitter sein muss, …usw.“ Das ist dagegen alles andere als eine Kursänderung in Richtung Verzeihen und neuer Liebe. Woher willst du wissen, dass es Scheinheiligkeit ist? Ist es nicht so, dass zunächst einmal du das hinein deutest. Wenn es tatsächlich Scheinheiligkeit ist, wird sie durch deine Deutung verschärft. Ohne sie würde die Liebe größere Chancen haben. Und wenn TaKaBo 28. Mai 2011 – 15:23 schreibt: „Blumen gießen, Videos und Engelkostüme haben selten das Potential auch politisch etwas zu bewegen und Ziele zu erreichen. (…)Daneben wird sie sicher vorerst niemand daran hindern, ihre Facebookbetroffenheit zu zelebrieren oder Bändchen zu häkeln.“ so ist das arg von oben herab und wohl eher ein Racheakt als ein neues aufeinander zu, oder?

    Ich meine auch, es sollte doch nicht übersehen werden, dass ohne das beharrliche „Blumen gießen, Videos und Engelkostüme/ bzw. Bändchen zu häkeln etc. die Rampe in der Öffentlichkeit längst in Vergessenheit geraten wäre. Das war zeitaufwendiges Handwerk. Das war auch und ist noch notwendig. Keiner kann alles gleichzeitig. Auch die journalistische Recherche Arbeit ist zeitaufwendiges ‚Handwerk und wurde wohl umgekehrt von NF auch nicht so honoriert. Und wenn Kitsch Liebe signalisiert, ist er einer perfekten aber lieblosen, großen Kunst vorzuziehen. Der mögliche Schuss Eigennutz, oder Selbtinszenierung, der, wie vorgeworfen wird, dabei mit im Spiel ist, ist bei allen Akteuren mehr oder weniger auch mit von der Partie, auch bei den Opfern. So selbstlos heilig sind die wenigsten, auf dass das Gute ohne diesen Egoschuss ausreichend zustande käme. Noch sind wir in unserer Welt auf dieses Egobeiwerk angewiesen.

    Aber jeder hat ja die Chance es zu verwandeln und die Resource der Liebe zu vergößern.

    Nun denn, habe also auch ein wenig versucht das Drame ein bisschen aufzudröseln. Vielleicht hilft es.
    Dieser Beitrag wird auch auf http://www.studio2010loveparade.wordpress.com eingestellt und ist dort zusammen mit meinen anderen Kommentaren auf der Westen.de zum Thema kommentierbar.

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