Das DFB-Pokalfinale: MSV Duisburg unterliegt gegen Schalke 0:5

Am heutigen Abend bestreitet der MSV Duisburg sein lang ersehntes DFB-Pokalfinalspiel gegen den Schalke 04. Das Olympiastadion ist vollkommen ausverkauft. Einige Pechvögel standen heute schon verzweifelt am Straßenrand und hofften sich noch Karten besorgen zu können. Gewiss ist, das dies nicht all zu einfach geworden ist. Ungewiss ist nach wie vor, wie das Spiel am heutigen Abend enden wird. Die Schalker haben in den vergangenen Wochen ihre Fans ziemlich enttäuscht und ein Sieg am heutigen Abend wäre eine gelungene Entschädigung.

Ein Sieg vom MSV Duisburg hingegen wäre eine absolute Sensation. 1998 liefen die Zebras zuletzt im Pokalfinale auf. Zu der Zeit, ist allgemein bekannt, war der Sieg der Bayern nicht gerechtfertigt. Dennoch schlummert im Sasic-Team enormes Potential. Die Zebras besitzen eine gewisse Qualität, die auch einen Schalker gewiss verunsichern kann.

Anpfiff zur ersten Halbzeit.

Der MSV Duisburg geht bereits nach dem Anpfiff sofort in die Offensive und versuchen ihren Gegner zu verunsichern. Die Schalker versuchen sich immer wieder in den Strafraum vor zu arbeiten, doch die Abwehr des MSV Duisburg scheint gefestigt und lässt nichts zu.

In der 15. Spielminute dann die erste Möglichkeit für Schalke. Raul führt einen Freistoß aus, dieser legt sich auf der rechten Seite des Strafraums zu Metzelder rüber, den er mit dem Kopf vors Tor das Tor bringen kann. Teamkollege Papadopoulos köpft aus 8 Meter auf den rechten Winkel, doch Yelldell kann klären.

Doch in der 18. Spielminute dann das Unfassbare. Schalke führt 0:1 durch Julian Draxler. Yelldell hatte keine Chance zu halten. Die Fankurve der Ruhrpottler ist völlig aus dem Häuschen.

Dennoch lassen die Zebras sich nicht entmutigen.

In der 22. Spielminute dann das 0:2 für den Schalke 04. Huntelaar gewann einen Pass von Farfan und konnte von rechts ins Eck an Yelldell vorbei tunneln. Sein Einsatz kam viel zu spät und die Katastrophe war komplett. Wenn die Zebras noch im Rennen dabei bleiben wollen, dann müssen sie nun mehr Moral an den Tag legen als gegen Paderborn. Tapfer arbeiten sie sich nach Vorne. Doch noch steht einer der besten Torhüter Deutschlands, Manuel Neuer für den Schalke 04 im Tor.

Die Schalke überraschen an diesem Abend ungemein.

In der 40. Spielminute konnte Olcay Sahan den Ball für sich gewinnen. Offensichtlich hilflos wagte er nicht den Alleingang, obwohl das frei stehende Tor der Schalker eine lohnende Einladung darstellte. Doch er vergab.

In der 42. Spielminute machte Höwedes die Katastrophe dann komplett. Er konnte nach einer Ecke von Farfan, dessen Pass ihn erzielte für sich gewinnen und köpfte sein Team zur 0:3-Führung.

Abpfiff der ersten Halbzeit.

Schalke 04 mit einer 0:3-Führung im Gepäck. Die Zebraherde wurde überrannt. Auffallend an diesem Abend: Manuel Neuer. Dennoch hat der MSV Duisburg genug Zeit aufzuholen. Denn abgerechnet wird grundsätzlich immer erst nach der 90. Spielminute.

Anpfiff zur zweiten Halbzeit.

Der MSV Duisburg gibt sich nach wie vor unsicher.

In der 55. Spielminute kann Schalke 04 ihre Führung auf 0:4 erhöhen. Jurado läuft sich frei und erhaschte sich einen Pass. Mit dem Ball im Besitz arbeitet er sich noch ein paar Meter vor und netzt das Leder dreist aus circa 12 Meter ins Tor ein.
Warum machen es die Zebras den Schalkern nur so einfach? So langsam stellt sich eine Blamage für das Team des MSV Duisburg ein. Einige Zebra-Anhänger verlassen bereits enttäuscht das Stadion. Der MSV Duisburg kommt einfach nicht an Manuel Neuer vorbei.

In der 70. Spielminute schwinden dann jegliche Hoffnungen. Huntelaar nutzt den Freiraum vor dem Tor des MSV Duisburg und netzt zum 0:5 für die Schalker ein. Es sind nur noch 20 Minuten zu spielen. Der MSV Duisburg kommt einfach nicht zum Zug und wird sich in dieser Partie leider geschlagen geben müssen. Die Plätze die von MSV-Fans besetzt waren, lichten sich zunehmend. Der Traum vom Pokal ist in weite Ferne gerückt. Dennoch ließen die MSV-Fans ihre Mannschaft nicht im Stich. „…denn wir stehen für euch, immer hier…“ wurde angestimmt. Nach dem Motto: „Unsere Abwehr bricht, unsere Herzen nicht“.

Abpfiff im Olympiastadion. Der MSV Duisburg unterliegt den starken Schalkern in einem 0:5. Der Traum vom Pokal ist ausgeträumt. Duisburg wurde wach gerüttelt.

 

Stimmen zum Spiel:

Maurice Exslager:

„Es ist natürlich enttäuschend, wenn man 5:0 verliert. Dann denke ich, das es kein schönes Ergebnis ist, aber ich denke, das wir trotzdem stolz darauf sein können, das wir im Finale gespielt haben. Wir müssen das nun einfach abhaken und die Erfahrung mitnehmen. Wir müssen jetzt weiter machen und es als tolles Erlebnis mitnehmen.Gerade für die jungen Spieler, sowas mal erlebt zu haben. Schade, das es nicht geklappt hat, aber man kann es nun mal nicht ändern. Das die Fans uns aber so unterstützt haben ist schon ein Zeichen dafür, das es honoriert wird was wir bisher geleistet haben. Es ist nicht ausschlaggebend das Finale 5:0 verloren zu haben. Man hat gemerkt, das sie trotzdem stolz auf uns gewesen sind. Man hat sich trotzdem gefreut, das man gefeiert wird.Es war was Besonderes. Die Athmosphäre war natürlich überragend und der gesamte Pott was quasi hier. Man hat schon gemerkt, das heute super Fans im Stadion waren. Es war schon schön das Feeling erlebt zu haben. Das wird man nicht so schnell vergessen.“

Ivo Banovic:

„Wir müssen schon stolz auf unsere Mannschaft sein und auf das, was wir bisher erreicht haben, trotz der Probleme in den letzten Monaten. Es war traumhaft. Auch persönlich für mich. Schalke hat es für sich entschieden Es ist eine Klasse für sich. Es war unglaublich, das wir trotzdem noch in der 87. Minute gefeiert wurden. Unser Wille gegen schalke sollte nicht reichen. Schalke war deutlich besser. Wir werden heute nicht so ausgelassen feiern, aber ein Glas Rotwein kann man schon trinken.“

Olivier Veigneau:

„Enttäuscht bin ich schon. Die Enttäuschung wäre noch größer gewesen, wenn wir nur 1:0 verloren hätten. Heute haben wir gesehen, das Schalke in einer ganz anderen Klasse spielt. Die Niederlage hat uns schon weh getan. Unsere Fans haben uns bis zur letzten Minute gefeiert. Und sowas finde ich einfach toll von unseren Fans. Wir haben die ganze Saison über gezeigt, das wir eine tolle Truppe sind. Wir haben immer alles gegeben auf dem Platz. Heute hat es nicht gereicht, aber unsere Fans waren trotzdem stolz. Es ist nun natürlich schwer zu feiern nach einer solchen Klatsche, aber die Saison war einfach toll. Deshalb werden wir feiern.“

Sefa Yilmaz:

„Die Enttäuscheng ist da, aber wie gesagt, wir können stolz darauf sein, das wir es bis hier her geschafft haben. Die Niederlage ist nun mal bitter für uns. Jetzt müssen wir erst einmal alles abchecken und sehen zu, das wir ein bißchen feiern werden. Die Fans waren einfach super. Sie sind stolz, das wir es als Mannschaft bis hierher geschafft haben. Wir werden uns aus der Saison entsprechend verabschieden. Die Feier morgen im heimischen Stadion ist natürlich Pflicht. Wir werden uns noch ordentlich im heimischen Stadion feiern lassen. Wir haben es versucht, aber es hat nun mal nicht geklappt.“

 

Aufstellung:

MSV Duisburg:

Yelldell – Kern (77. Exslager), Reiche (60. Trojan), Bajic, Veigneau – Banovic, Sukalo, Yilmaz, Grlic, Sahan – Schäffler

FC Schalke 04:

Neuer – Höwedes, Papadopoulos, Metzelder, Sarpei (43. Escudero) – Kluge (81. Uchida), Jurado, Farfan, Draxler (72. Matip) – Raul, Huntelaar


Tore: 0:1 Draxler (18.), 0:2 Huntelaar (22.), 0:3 Höwedes (43.), 0:4 Jurado (55.), 0:5 Huntelaar (70.)

Gelbe Karten: Sukalo

Zuschauerzahl: 75.708

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