Flugblatt-Affäre: Duisburger LINKE in Erklärungsnöten

Zwar haben sich die LINKEn von dem auf ihrem Server gehosteten antisemitischem Flugblatt distanziert, geraten aber in Erklärungsnöte. So ist zweifelhaft, dass laut der Aussage von Ute Abraham des Duisburger Kreisverbands „nicht festgestellt werden könne wie das Flugblatt auf die Homepage gelangt sein konnte.“

Das von der LINKEn verwendete System für die Homepages ist laut Eigenbeschreibung auf der Webseiteeine Anpassung des Open Source Content Management Systems TYPO3 für Gliederungen und PolitikerInnen der Partei DIE LINKE.“ Wer Dateien in einem CMS wie TYPO3 hochlädt, muss entweder Admin sein oder zumindest von einem Admin mit den notwendigen Rechten versehen worden sein. Zudem kann im CMS selbst genau nachvollzogen werden, sofern die Datenbank solide ist, welcher Admin welche Dateien zu welchem Zeitpunkt hochgeladen oder welche Artikel eingestellt hat.

Die Aussage des Pressesprecher Rooks, dass „sich ein Rechter in die Partei eingeschmuggelt und das Flugblatt eingestellt habe“ ist daher höchst kritisch zu werten. Eigentlich sollten solide und valide Daten vorhanden sein um eine schnelle Aufklärung des Ganzen zu gewährleisten – selbst ein Einbruch in das System müsste nachvollziehbar sein. Man kann allerdings auch den Eindruck haben, dass hier mit allen Mitteln versucht wird ein „Verschwörungs-Szenario“ aufzubauen um von der eigentlichen Schuld und den Beteiligten abzulenken.

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