Beteiligung unverzichtbar!

Duisburg – Ein prall gefüllter Ratssaal gestern Abend zur Bürgeranhörung zum Bebauungsplan „Duisburger Freiheit“. Die Bezirksvertretung Mitte hatte ihre erste Sitzung unterbrochen, um schon in dieser frühen Phase Bürgern, Gelegenheit zu geben, sich in die Debatte um die Zukünftige Nutzung des früheren Duisburger Hauptbahnhhofes einzubringen. Man diskutierte konstruktiv und zielgerichtet, meistens jedenfalls.

Der Besuch im Duisburger Rathaus gestern Abend lohnte sich allemal. Man erfuhr was die Vermessung des ehemaligen Güterbahnhofgeländes gekostet hat. (60.000 Euro). Dass  so ein Gelände „spiegelglatt“ ist. Dass sich Investor Krieger und die Duisburger Jäger heftig in der Wolle haben. (über den auf dem Gelände befindlichen Schiessstand). Vor allem aber erschloss sich jedem Beteiligten, dass man jetzt noch recht früh im Bebauungsplanverfahren ist und es sich lohnt eigene Ideen in dieses Verfahren einzubringen, damit irgendwann der Rat der Stadt Duisburg -vielleicht mit klaren Alternativen- über den von der Verwaltung zu erarbeitenden Bebauungsplan abstimmen kann.

Hoeffner Möbel Duisburg Eingang

Der Eingang des geplanten Möbelzentrums. Die (nach dieser Planung) zugeschüttete Rampe mit der Treppe befindet sich auf der durchgextenen Freifläche direkt vor dem Haupteingang.

Damit zu dem uns besonders interessierenden Kapitel: Loveparade.
Die gute Nachricht: Investor Kurt Krieger scheint nicht völlig abgeneigt, Teile des historischen Ortes „Loveparade“ in sein Möbelhausensemble zu integrieren. Er wartet auf entsprechende Vorgaben  aus Bürgerschaft Rat und Verwaltung.
Ebenso klar ist aber auch: nach der derzeitigen Planung würde der historische Ort der Loveparade Katastrophe unter dem Parkplatz des Möbelhauses verschwinden und von „unten gesehen zu einem Teil des Tunnels Karl Lehr Strasse werden.

Jede(r) der diesen historischen Ort (mit oder ohne Mahnmal) erhalten will, sollte sich bald schriftlich an die Verwaltung wenden, und sich mit eigenen (auch visuellen) Vorschlägen an der Debatte um die zukünftige Nutzung des Geländes Beteiligen. Besondere Beachtung ist dabei den Verletzten und Hinterbliebenen der Loveparade zu schenken. Die waren in der gestrigen Debatte nicht präsent. Um so wichtiger, dass sie sich jetzt authentisch einbringen. Da Trauer und Verarbeitung höchst individuell sind, ist es dabei selbstverständlich, dass unterschiedliche Vorstellungen auf den Tisch kommen. Dann wird man sie aufmerksam und fair abzuwägen haben.
Hier schon mal die Adresse:

Bebauungsplan 1129/Dellviertel
Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement
Friedrich-Albert-Lange-Platz 7
47051 Duisburg

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