MSV Duisburg zwang Alemania Aachen 3:2 in die Knie

Eine spannende und vorallem prickelnde Partie konnte der MSV Duisburg gegen Alemania Aachen für sich entscheiden.

Dabei begann das Spiel für alle Zebra-Anhänger bitter. Bereits in der 8. Spielminuten erhielt der MSV Duisburg nach einem Foulspiel von Aachens Timo Achenbach gegen Sefa Yilmaz einen Strafstoß. Diesen Elfer wollte Goran Sukola sich zur Ehre machen. Er lief an, setzte in Richtung Tor an, doch scheiterte an Keeper Hohs. Welch eine Blamage.

Das Spiel setzte sich in leidenschaftlich, kämpferisch und temperamentvoll im Charakter fort. Beide Mannschaften wollten unbedingt den Sieg. Doch dann endlich die Führung für den MSV Duisburg.

In der 40. Minute konnte Baljak nach einer hervorragenden Vorlage von Teamkollegen Daniel Reiche und Maurice Exslager zum 1:0 für das Team einnetzen. Er tunnelte den Ball durch Hoh hindurch. Doch kurz vor Abpfiff der ersten Halbzeit die Katastrophe. Nach einem Fehlpass von Daniel Reiche auf Aachens Auer konnte sich Stieber dann sorglos bedienen. MSV-Keeper Yelldell zu weit vom Tor entfernt. Somit konnte Stieber problemlos den Ausgleichstreffer für die Alemania erzielen.

Beide Teams gingen nach einer hervorragend gespielten ersten Halbzeit verdient mit einem Unentschieden in die Halbzeitpause.

Kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit dann die nächste Schmach für die Zebras.

 

In der 49. Spielminute flankte Radjabali-Fardi auf Auer. Dieser konnte ungehindert aus gut fünf Meter Entfernung die 1:2-Führung für Aachen erzielen. Dieser Treffer kam überraschend für jeden, der sich im Stadion befand. Selbst die Fan-Kurve hüllte sich in Schweigen in diesem Schock-Moment.

Doch in der 62. Spielminute konnten die Zebras den Funken Hoffnung wieder entzünden. Maurice Exslager erzielte den 2:2-Ausgleichstreffer für sein Team. Eine ganz spannende Situation. Jürgen Säumel zog vom linken Strafraumeck ab, so, das Keeper Hohs den Ball nicht mehr fest im Griff hatte. Der Ball prallte nach vorne ab und Maurice Exslager witterte seine Chance und setzte das Runde zum 2:2 ins Eckige.

In der 85. Spielminute machte Pechvogel Goran Sukalo seinen verschossenen Elfer aus der 8. Spielminute wieder wett. Er erzielte souverän die 3:2-Führung für den MSV Duisburg. Teamkapitän Baljak spielte den Ball auf Olcay Sahan, der den Ball ohne Umwege auf Sukalo setzte, Dieser wiederum setzte von rechts die Pille grandios zur in die Maschen.

Endlich der lang ersehnte Schlusspfiff. Die Zebras hatten mal wieder bewiesen, das sie den Aufstieg wollen und ihre Gegner ernst nehmen. Für die Zuschauer hatte sich das Spiel gelohnt. Sie bekamen eine packende Partie, eine kämpferische Mannschaft und jede Menge Tore zu sehen.

 

Aufstellung:

 

MSV Duisburg:

Yelldell – Kern, Reiche, Bajic, Säumel – Banovic, Sukalo – Yilmaz (67. Trojan), Sahan – Exslager (77. Schäffler), Baljak (90.+1 Bruno Soares)

 

Alemannia Aachen:

Hohs – Demai (87. Radu), Stehle (71. Olajengbesi), Feisthammel, Achenbach – Junglas – Kratz (74. Uludag), Radjabali-Fardi Arslan – Auer, Stieber
Zuschauer: 13.147

Tore: 1:0 Baljak (40.), 1:1 Stieber (45.+1), 1:2 Auer (49.), 2:2 Exslager (62.), 3:2 Sukalo (85.)

Schiedsrichter: Christian Schößling (Leipzig)

Gelbe Karten: Yelldell (2) – Hohs (3), Olajengbesi

 

Stimmen zum Spiel:

 

Jürgen Säumel:

„Wir sind eigentlich gut ins Spiel gekommen. Wir haben gut Druck gemacht, einen Elfer verschossen. Wir waren die bessere Mannschaft meiner Meinung nach. Ich denke schon, das die Leistung ganz in Ordnung war. Ja, und Fehler passieren. Aachen hat ein super Spiel gemacht und das erste Tor aufgelegt. Ansonsten haben wir als Mannschaft guten Fußball geboten und das Fehler passieren in neunzig Minuten ist völlig normal. Aber man hat gesehen, das die Moral der Mannschaft ist sehr groß und die Saison ist noch lange nicht abgehakt. Es war schon ein tolles Spiel von uns. Mich hat es besonders für Exse gefreut. Wir sind Zimmerpartner und wir verstehen uns sehr gut. Er hat die Möglichkeit bekommen und die Chance von Anfang an genutzt.“

 

Daniel Reiche:

„Zur Halbzeit war es ein Spiel der geschenkten Tore. Kommt mal vor, aber das wird uns nie wieder passieren. Es gab keinen Rüffel in der Halbzeitpause. Da brauch es keinen Rüffel mehr geben. Da weiß jeder, was auf dem Platz schief gelaufen ist. Wir haben in der letzten Zeit häufiger gesehen, das wir in der zweiten Halbzeit besser spielen als in der ersten. Jetzt müssten wir normalerweise mit einer Führung in die Halbzeit gehen. Es ist uns nicht gelungen, aber ich denke mal, wir haben jetzt mal ein anderes Gesicht gezeigt als in den spielen davor. Wir hätten tatsächlich noch ein wenig mehr Konsequenz rein bringen können und das vierte machen können. Richtig Stress werden wir uns da nicht mehr machen. Wir werden alles für die Zuschauer machen, für uns und unser Selbstbewusstsein auch. So gehen wir dann das nächste Spiel auch an, das wir Gas geben werden.“

 

Stefan Meierhofer:

„Einfach war es nicht, wenn du da raus schaust. Du siehst deine Kollegen da herum sprinten und sitzt da und kannst den Kollegen nicht helfen. Aber so ist Fußball, das ist unser Tagesgeschäft. Es gibt Sonnenseiten und unsere Mannschaft steht gerade auf der Sonnenseite, aber ich als Spieler stehe gerade persönlich im Regen. Jürgen hat ein super Spiel gemacht. Er ist ein riesen Fußballer und das hat er mit Bravour gemeistert. Normalerweise geht man mit der Mannschaft zum Fanblock. Heute sind wir mal zu zweit hin, wenn die deinen Namen schreien. War ein geiles Gefühl. Ich bekomme Therapie, Reha. Jeden Tag. Deswegen gehts jetzt auch wieder ins Bett und schlafen. Noch 42 Tage. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Schauen wir mal, was der Bärtige da oben mit mir vor hat. Und dann sehen wir weiter.“

 

Sefa Yilmaz:

„Wir haben gut angefangen wir hatten zu Anfang gleich einen Elfmeter gehabt. Ok, passiert. Einen Elfmeter kann man auch verschießen. Dann waren wir in Führung und dann holen die vor der Pause noch den Ausgleich. Dann haben sie wieder angefangen. In der zweiten Halbzeit die Führung geholt. Dann war es schwer für uns, aber trotz allem haben wir uns nicht schaffen lassen und haben den Ausgleich geschafft und dann die Führung. Ich denke mal, das wir verdient gewonnen haben und die besseren Chancen hatten. Wir sind zufrieden, das wir drei Zähler gewonnen haben. Es ist natürlich schade, das Julian und Stefan jetzt fehlen, aber so ist Fußball halt.

 

Srdjan Baljak:

„Das Wichtigste ist, das wir heute gewonnen haben. Wir waren von Anfang an gut drauf und wir haben spielerisch versucht was zu machen. Ich denke, das war ein absolut verdienter Sieg. Wir hatten noch weitere Chancen, aber wir sind zufrieden.“

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