Regulierung der Breitbandmärkte: Kabelnetzbetreiber weisen Forderungen der Deutschen Telekom zurück

Der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V. (ANGA) weist Forderungen der Deutschen Telekom nach einer Regulierung der Kabelnetzbetreiber im Breitbandmarkt entschieden zurück. „Mit über 3 Millionen Breitbandkunden und Internet-Geschwindigkeiten von 100 MBit/s und mehr ist das Kabel eindeutig der Treiber im Wettbewerb in Deutschland“, so Thomas Braun, Präsident der ANGA. „Für die Kunden hat der Markteintritt der Kabelnetzbetreiber in den Breitbandmarkt somit nicht nur zu sinkenden Preisen und deutlich höheren Bandbreiten geführt, sondern auch wesentlich zur Entwicklung innovativer Angebote beigetragen. Möglich wurde dies aber nur durch erhebliche Investitionen in die eigenen Infrastrukturen der Kabelnetzbetreiber unseres Verbandes.“
Obwohl der Umsatz der Deutschen Telekom in diesem Marktsegment um ein Vielfaches höher liegt als der der deutschen Kabelnetzbetreiber insgesamt, scheint sich der Erfolg der kleineren Wettbewerber auf die Positionierung der Telekom auszuwirken. Nur so ist zu erklären, dass die Deutsche Telekom verstärkt fordert, die Kabelnetzbetreiber als marktbeherrschende Unternehmen zu regulieren. Dazu Thomas Braun: „Die Deutsche Telekom sollte sich einfach diesem Wettbewerb stellen statt nach dem Regulierer zu rufen. Mit einem Marktanteil bei Breitbandinternetanschlüssen von derzeit rund 11 % sind die Kabelnetzbetreiber noch weit von einer marktbeherrschenden Stellung entfernt. Die von der ANGA vertretenen Unternehmen setzen somit weiter auf Wettbewerb durch attraktive Angebote für die Kunden im Breitbandmarkt.“

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