Arbeitslosenquote in Duisburg weiterhin bei 13,9 Prozent

Duisburg -  „Die Einstellungsbereitschaft der Wirtschaft war auch im März unvermindert hoch. Diese Dynamik hat dazu geführt, dass in beiden Rechtskreisen mehr Abgänge in Erwerbstätigkeit auf den ersten Arbeitsmarkt verzeichnet werden konnten“, so Angela Schoofs, Chefin der Agentur für Arbeit Duisburg zur aktuellen Situation am Duisburger Arbeitsmarkt.

Arbeitslosenzahl im März: – 52 auf 33.703
Arbeitslosenquote im März: unverändert bei 13,9 Prozent

Mit 33.703 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im März 52 Menschen oder 0,2 Prozent weniger Menschen als im Vormonat arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren aber im März 933 Personen oder 2,8 Prozent mehr Menschen arbeitslos.
Die Arbeitslosenquote liegt im März unverändert bei 13,9 Prozent. Im März des Vorjahres lag die Quote bei 13,4 Prozent.
„Im Versicherungsbereich haben wir einen Rückgang der Arbeitslosigkeit über alle Altersgruppen hinweg. In der Grundsicherung sinken die Zahlen hingegen nur in den Altersgruppen von 25 bis 30 Jahre und von 55 bis unter 65 Jahre.
In allen übrigen Altersgruppen steigen sie an“, erläuterte Schoofs. Im März waren 6.175 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet, 224 oder 3,5 Prozent weniger als noch im Februar.
Damit liegen die aktuellen Werte im Bereich des Arbeitslosengeld I-Bezuges auch weiterhin unter denen des Vorjahresmonats. Diesmal um 873 oder 12,4 Prozent.
In der Grundsicherung stieg hingegen die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen auch im März weiter an, auf jetzt 27.528 Menschen (172 Personen oder 0,6 Prozent mehr als im Vormonat). Die Arbeitslosigkeit in der Grundsicherung lag damit um 1.806 Personen oder 7,0 Prozent deutlich über den März-Zahlen des Jahres 2010.
Insgesamt sind die Zugänge in Arbeitslosigkeit im März deutlich zurückgegangen. Lagen sie im Februar noch bei 7.157, so sind sie im März auf 5.203 gesunken (- 1.954 oder – 27,3 Prozent). Von den 5.203 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen 1.494 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit. Gegenüber dem Vormonat, wo dieser Wert noch bei 3.120 Personen lag, bedeutet dies einen Rückgang um 1.626 oder 52,1 Prozent.

Dieser hohe Rückgang im März hängt mit einem Sondereffekt im Februar zusammen. Hier sorgte das Auslaufen von Arbeitsgelegenheiten im Bereich der Grundsicherung für einen deutlichen Sprung nach oben (+ 1503 Zugänge allein aus dem 2. Arbeitsmarkt im Februar). Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der Zugänge aus vorheriger Erwerbstätigkeit ebenfalls rückläufig (1.657 im März 2010, was einen Rückgang um 163 oder 9,8 Prozent bedeutet).
Dieses Bild zeichnet sich auch in der Unterbeschäftigung im engeren Sinne ab, die gegenüber dem letzten Jahr um 2.628 auf 28.588 gesunken ist. Darin enthalten ist die Reduzierung der Zahl der Arbeitsgelegenheiten in einer Größenordnung von 2.928 gegenüber dem März 2010. Die Rückkehr in die Erwerbstätigkeit ist im März 1.621 Personen Menschen gelungen (+281oder + 21,0 Prozent gegenüber dem Februar 2011). Im Vorjahresmonat, im März 2010, lag dieser Wert bei 1.658. Damit ist in diesem März 37 Personen weniger als im Vorjahresmonat der Weg zurück in den Arbeitsprozess gelungen (- 2,2 Prozent).
Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im März 5.290 Personen. Das waren 206 weniger als im Februar 2011 und 450 weniger als im März 2010. Die im Februar von 11 Betrieben für die Zukunft angezeigte konjunkturelle Kurzarbeit könnte insgesamt für bis zu 87 Personen wirksam werden. Die tatsächlichen Kurzarbeitszahlen lagen für den Monat August 2010 bei 1.011Personen in 145 Betrieben. Für den Monat Oktober zeigt sich im Moment in der Hochrechnung folgende Situation: 124 Betriebe mit 898 betroffenen Personen.

„Der Stellenzugang war auch im März unvermindert hoch. Ich werte das als ein deutliches Zeichen dafür, dass die Unternehmen weiterhin mit großer Zuversicht in die Zukunft schauen“, so Schoofs.
Mit 948 neuen ungeförderten Stellen war der Stellenzugang genau so hoch wie schon im Februar 2011 und übertraf damit auch den März 2010 um 100 oder 11,8 Prozent. Der Bestand an Stellenangeboten ist im März gegenüber dem Februar leicht um 117 oder 4,5 Prozent auf nun 2.727 Stellenangebote gestiegen. Im Vorjahresmonat waren nur 1.924 Stellenangebote im Bestand (803 oder 41,7 Prozent weniger als in diesem März).
Die Jugendarbeitslosigkeit ist im März weiter angestiegen. Während im Versicherungsbereich jedoch der Übergang aus der Berufsausbildung in den ersten Arbeitsplatz gut in Gang gekommen ist (Rückgang der Arbeitslosigkeit der Personen unter 25 Jahre um 47 oder 5,3 Prozent), ist in der Grundsicherung der Zahl der jungen Menschen weiter angestiegen (+ 91 oder +4,4 Prozent).
Insgesamt sind mit einem Zuwachs von 40 oder 1,3 Prozent gegenüber dem Februar 2011 nun 3.072 Personen dieser Altersgruppe arbeitslos gemeldet (3.032 im Februar 2011). Im März 2010 waren 2.946 junge Menschen gemeldet (+ 126 oder + 4,3 Prozent).

Entgegen den Vormonaten, ist die Arbeitslosigkeit der älteren Arbeitslosen im Berichtsmonat nicht weiter gestiegen, sondern sogar leicht gesunken. Die Zahl der über 50 Jahre alten arbeitslosen Personen sank im März auf 8.338 (- 29 oder – 0,3 Prozent), darin enthalten auch die der arbeitslosen Personen über 55 Jahre, die sich auf 4.400 verringerte(- 29 oder – 0,7 Prozent).
Eine Ursache hierfür ist auch in der Nutzung der vorruhestandsähnlichen Regelungen nach § 53a SGB II zu sehen. Weiter zugenommen hat hingegen auch im März die Arbeitslosigkeit der ausländischen Mitbewohner. Im Berichtsmonat waren 9.082 Ausländerinnen und Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen, dies sind 67 oder 0,7 Prozent mehr als im Vormonat, aber 76 oder 0,8 Prozent weniger als im März des Vorjahres.
Während bei dieser Personengruppe im Versicherungsbereich die Arbeitslosigkeit leicht um 38 oder 3,4 Prozent gegenüber dem Vormonat abgenommen hat, ist auch hier in der Grundsicherung einen Anstieg um 105 oder 1,3 Prozent zu verzeichnen.
„Der unverändert hohe Stellenzugang und—bestand spiegelt deutlich die vielen Chancen am Arbeitsmarkt wider“, beschreibt Schoofs die Situation im März. „Gut ist, dass dies Chancen in beiden Rechtskreisen eröffnet. Um die  Wettbewerbsfähigkeit der Menschen zu erhöhen, bietet sich die verstärkte Nutzung von Fortbildungen und der direkten Einarbeitung bei den Arbeitgebern an.“

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