MSV Duisburg gewinnt Derby gegen Fortuna Düsseldorf – Maierhofer überraschte alle

Ex-MSV-Trainer und heutiger Fortuna-Trainer Norbert Meier hatte sich seine Rückkehr an die Wedau nicht so bitter vorgestellt. Seine Mannschaft musste sich den Zebras am heutigen Spieltag 1:0 geschlagen gegeben. Dieses Spiel war an Spannung kaum zu überbieten. Beide Mannschaften kämpften mit Engagement, Leidenschaft und Übereifer. Doch am Ende kann immer nur einer gewinnen. Und der Sieg ging an dem heutigen Abend verdient an die Zebras.

Vor Spielbeginn gaben die Fans auf beiden Seiten schon ihr Bestes zur Kostprobe. Alle Fans waren hoch motiviert und waren bereit alles für ihre Mannschaft zu geben. Breits bei anstimmen der MSV-Hymne versuchten die Fortuna-Fans lautstark gegenzusteuern.  Die Arena tobte.

Doch vor Spielanpfiff wurde eine Schweigeminute in Gedenken an die Opfer und Umstände in Japan eingelegt. Die Arena hüllte sich in völliges Schweigen.

Dann der lang ersehnte Anpfiff. Und der Gästeblock erhellte in einem brennenden Rot. Die Fortuna-Anhänger brannten Feuerwerkskörper in ihrem Block ab.

In den ersten Spielminuten schaukelten sich nicht die Mannschaften im Spielverlauf hoch, sondern die Fans von beiden Seiten. Jede Fangemeinde versuchte ihre Mannschaft mit Fangesängen anzutreiben. Im ersten Augenblick schien es so, als ginge es nur darum, welche Gemeinschaft die bessere Fan-Gemeinde habe. Das Spiel beider Mannschaften wirkte im Hintergrund und schien zur Nebensache geworden zu sein.

Im weiteren Spielverlauf zeigten sich beide Mannschaften taktisch auf Augenhöhe zu sein. Weder die Zebras, noch die Fortunen hatten was zu verschenken. Und das ließen sie die Zuschauer auch spüren.

In der 14. Spielminute dann ein Freistoß für Düsseldorf. Rösler setzte an doch Yelldell konnte sicher abfangen.

Immer und immer wieder arbeiteten sich die Düsseldorfer an das Tor der Duisburger heran. Doch sie scheiterten imme wieder an der Abwehr der Zebras. Egal, wohin der Ball gespielt wurde, immer wieder war ein Zebra zur Stelle und störte.

In der 23. Spielminute versuchte sich Fink alleine und setzte den Ball aus 25 Meter zum Glück der Duisburger an den Pfosten. Der Ball kam zurück zu einem der Gegner. Dieser spielte den frei stehenden Rösler an. Dieser setzte den Ball nur knapp an dem linken Pfosten des Duisburger Tores vorbei.

Beide Mannschaften gaben sich im weiteren Spielverlauf engagierter den je. Man spürte und erkannte die brennende Leidenschaft beider Mannschaften deutlich.

In der 29. Spielminute befreite sich Yilmaz von drei Fortunen und erkämpfte sich den Weg zum gegnerischen Tor mit Geschick. Er suchte Baljak, fand ihn, verfehlte seinen Teamkollegen nur knapp.

Im weiteren Spielverlauf neigten die Zebras zu tölpelhaften Ballverlusten.

Immer wieder erkämpften sich die Zebras ans Tor der Düsseldorfer, wurden aber von der Abwehr immer wieder gestör und ausgebremst.

Die Stimmung beider Fan-Seiten wirkt sehr aufgeheizt. Und beide Mannschaften taten sich schwer den Gegner auszuboten.

Abpfiff der ersten Halbzeit.

Mit einem 0:0 verlassen beide Mannschaften das Spielfeld zur Pause.

Nach Anpfiff der zweiten Halbzeit zeigten sich keine Veränderungen im Spielverlauf. Beiden Mannschaften schienen die Ideen auszugehen.

In der 54. Spielminute zogen die Zebras in Richtung Düsseldorfer Tor. Sefa Yilmaz Yilmaz versuchte sein Glück und legte auf Maierhofer ab. Dieser wieder rum versuchte sich alleine gegen Ratajczak und konnte den Ball nur über Kopf des Düsseldorfer Keepers  heben. Der Ball ging über das Tor und platzierte sich auf das Netz.

In der 62. Spielminute versuchte sich Olcay Sahan im Alleingang an den Düsseldorfern. Er nutzte den Freiraum zu seinen Gunsten und setzte aus ca. 17 Metern Entfernung zu einem direkten Schuss auf das Tor an, verfehlte es aber knapp.

Doch dann der lang ersehnte und verdiente Befreiungsschlag! In der 68. Spielminute setzte Sefa Yilmaz auf seinen Teamkollegen  Stefan Maierhofer  den Ball. Dieser lief noch einige Meter um sich sicher zu sein und setzte dreist aus gut 20 Meter ab, am Torwart vorbei und netzte zum 1:0 ein.  Dieses Tor kam für jeden in der Arena überraschend.

Alle Mühen hatten sich gelohnt und der Knoten schien geplatzt zu sein. Die Zebras spielten mit Nachdruck um die drei Punkte nicht mehr aus den Händen zu lassen.

In der 73. Spielminute spielten sich Olcay Sahan und Sefa Yilmaz im Wechsel zum Düsseldorfer Tor vor. Sie versuchten mit Geschick die Fortunen auszuspielen. Dann setzte Yilmaz den Ball vor dem Tor auf Kollege Sahan. Doch er verfehlte das Tor der Düsseldorfer nur knapp.

Der MSV Duisburg zeigte sich im weiteren Spielverlauf motivierter denn je. Die Fortunen arbeiteten verkrampft am Konter, taten sich aber schwer an der Abwehr der Duisburger. Aufgeben war nicht ihr Ziel.

In der 83. Spielminute versuchte sich Maierhofer erneut an einem Freischuss, doch aus der Distanz von 18 Metern verfehlte der Ball das Tor der Gegner.

Frustrierte Fortuna-Fans konnten die Niederlage ihrer Mannschaft nicht einfach so hinnehmen. Um ihren Protest kund zu tun, warfen diese brennende Feuerwerkskörper auf das Spielfeld in den Strafraum, wo sich zu dieser Zeit beide Mannschaften aufhielten. Offensichtlich war diesen Fans egal, ob irgendwer zu körperlichen Schaden gekommen wäre oder nicht. Dieses Fehlverhalten wird Konsequenzen für Fortuna Düsseldorf mit sich bringen. Im schlimmsten Fall wird Fortuna Düsseldorf eines ihrer letzten Saisonspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Endlich der lang ersehnte Schlußpfiff.

Die Zebras gewannen das Derby verdient 1:0. Endlich konnte der MSV Duisburg wieder ein Heimspiel für sich entscheiden.

 

Aufstellungen

Duisburg:Yelldell – Kern, Reiche, Bajic, Veigneau – Sukalo, Banovic – Yilmaz (74. Trojan), Baljak (89. Schäffler), Sahan (90.+2 Säumel) – Maierhofer

 

Fortuna Düsseldorf:

Ratajczak – Weber (81. Christ), Langeneke, Lukimya-Mulongoti, van den Bergh – Bodzek, Fink – Bröker, Dum (72. Ilsö) – Rösler (78. Torghelle), Beister
Zuschauer: 21.777

Tor: 1:0 Maierhofer (68.)

Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)

Gelbe Karten: Reiche (2), Kern (3) – Weber (3), Fink (6), Bodzek (5)

Spielerstimmen und die Pressekonferenz erscheinen zu einem späteren Zeitpunkt.

 

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