Duisburger Philharmoniker-Stiftung: Förderung von jungen Berufsmusikern

Du-Phils voll im Saft Ablichtung: Christoph Mueller-Girod

Du-Phils voll im Saft Ablichtung: Christoph Mueller-Girod

Die Duisburger Philharmoniker-Stiftung ermöglicht in der der nächsten Saison die Fortführung des Praktikantenprogramms.

Das Gründungskapital stammt aus dem Nachlass der Rheinischen Post Journalisten Maria Theens, genannt Ria.

„Kultur ist ein Standortfaktor,“ so Vorstandsmitglied Karl Janssen.

Im Brotberuf D uisburgs Kulturdezernent (CDU).

Ria Theens.

In Duisburg-Hamborn geboren wurde, starb am 17.05.2010.

Die Düsseldorferin blieb der Duisburger Kulturszene immer sehr verbunden und hatte schon 2003 den Wunsch im Testament geäußert, die Duisburger Philharmoniker mit einer Stiftung zu bedenken.

“Sie war eine herzliche, kluge und überaus aufgeschlossene Persönlichkeit”, so Ursula Jung, ehemalige Mitarbeiterin der Stadtbibliothek Duisburg, die lange Jahre mit Ria Thees zusammenarbeitet und auch persönlich mit ihr bekannt war.

“Sie begeisterte sich besonders für das Ballet.”

Ria Theens verfolgte auch aufmerksam die Geschicke der Duisburger Philharmoniker – reiste mit dem Orchester zusammen unter anderem nach Moskau, London und Berlin. Interessierte sich auch sehr für die Schwerpunkte, die die verschiedenen Dirigenten bei den Philharmonikern setzten.

Bemerkenswert: Sie war eine der ersten und jüngsten Ressortchefinnen der deutschen Zeitungslandschaft, leitete ab 1982 die Kulturredaktion der Rheinischen Post in Duisburg.

Dr. Jürgen Kleine-Cosack, Rechtsanwalt und Testamentsvollstrecker, erläuterte genauer wie die Stiftung beschaffen ist: „Ria Theens hat in ihrem Testament die Satzung sehr präzise ausgearbeitet, wir haben uns sehr nah an die Bedingungen gehalten.“

Zur Stiftung gehören ein Vorstand sowie ein Beirat – die Posten im Beirat wurden akkurat bestimmt. „Ein ehemaliger Musiker der Duisburger Philharmoniker, ein Mitglieder der Freunde der Duisburger Philharmoniker sowie der Intendant des Hauses sind Mitglied im Beirat.“

Momentan sind dies Heide-Maria Milatz, Peter Dollhausen und Dr. Alfred Wendel. Das Stiftungskapital sind nach Abzug aller anderen Spenden, die auch an Duisburger Kultureinrichtungen, so Lehmbruck-Museum oder die NMKS gehen, an die 500.000 Euro.

Intendant Dr. Wendel erläuterte dann, wie es weitergeht: “Nachdem das Kapital angelegt worden ist, kommen die Zinsen den jungen Berufsmusikern zu Gute. So können in der nächsten Saison zwei Praktikantenstellen erhalten werden, wobei die Duisburger Philharmoniker mit der Exzellenz-Initiative der Folkwang-Stiftung zusammenarbeiten werden.”

Ansonsten hätte es keine Möglichkeit mehr gegeben, Praktikanten fürs Orchester zu gewinnen, die Sondergenehmigung für das Orchester von Seiten der Bezirksregierung läuft in dieser Saison aus.

Dabei bestätigen zahlreiche Rückmeldungen der Orchesterpraktikanten, wie wichtig ein Praktikum für die weitere Karriere sei. 12 bis 15 Praktikanten sind in der Regel für ein Jahr bei den Duisburger Philharmonikern, spielen in den Konzerten und Opernaufführungen mit und werden von Tutoren besonders betreut. Dies ist eine Fortbildung und Weiterbildung, die enorm wichtig für die jungen Musiker ist. Die “Duisburger Philharmoniker-Stiftung” ist daher ein “Geschenk des Himmels”, so Dr. Alfred Wendel.

„Kultur ist ein Standortfaktor“, sagte Kulturdezernent Karl Janssen, der zusammen mit Dr. Jürgen Kleine-Cosack und Prof. Dr. Werner Lohmann im Vorstand der Sitzung ist.

Ihm unverständlich ist, dass es Bestrebungen gäbe die Zusammenarbeit mit der Oper aufzukündigen, ein Erfolgsmodell sondergleichen. „Es geht dabei gar nicht um Einsparungen, es geht dabei um Konsolidieren. Es fragt sich aber, wer in eine Stadt ziehen möchte, die kulturell nichts zu bieten hat.“

Die Stiftung kann ab sofort von allen Duisburger Bürgern mit Spenden unterstützt werden – die Kontodaten lauten:

Duisburger Philharmoniker-Stiftung
Kontonummer: 1300969597
Bankleitzahl: 350 500 00
Sparkasse Duisburg

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