SPD droht Sozialistischer Internationale mit Austritt

SPD-Chef Sigmar Gabriel droht mit dem Austritt der Sozialdemokraten aus der Sozialistischen Internationale (SI), meldet der Spiegel in seiner Vorabmeldung. In einer Telefonkonferenz des Parteipräsidiums in der vergangenen Woche beklagte Gabriel, dass man sich in dem traditionsreichen weltweiten Zusammenschluss sozialdemokratischer und sozialistischer Parteien in teilweise zweifelhafter Gesellschaft befinde. So wurden der tunesischen RCD des gestürzten Machthabers Zine el-Abidine Ben Ali und der ägyptischen Staatspartei NDP des entmachteten Despoten Husni Mubarak erst im Januar die SI-Mitgliedschaften entzogen. Noch immer vertreten sind etwa die Sandinisten aus Nicaragua, denen in der Vergangenheit Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen wurden. Entweder würden demokratisch fragwürdige Parteien nun konsequent ausgeschlossen, oder die SPD verlasse die Organisation, sagte Gabriel. Die Überweisung des jährlichen Mitgliedsbeitrags wurde vorerst storniert. Die deutschen Sozialdemokraten sind laut SPD-Kreisen die größten Beitragszahler der SI.

5 thoughts on “SPD droht Sozialistischer Internationale mit Austritt

  1. ha ha

    nachdem kapitalistenknecht schröder mit hartz4 ein drittel der partei zum austritt gezwungen und so den qualitativen wie quantitativen tiefstsand in über hundert jahren geschichte der spd erreicht glaubte gehen wirtschaftsnutten wie steinbrück und überforderte bürovorsteher wie steinmeier oder gescheiterte generalsekretäre die nicht wissen dass soziale gerechtigkeit der kern des programms ist auf höchstem level an die verschrottung dessen was eine sozialdemokratische partei sein könnte

    hartz4 ist eine dauerhafte menschenrechtsverletzung an sieben millionen menschen

    die sozialistische internationale sollte solches pack sofort ausschließen

    dass rechte parteien heucheln ist normal
    das gilt insbesondere für cdu spd fdp grüne

    dass die einzige sozialdemokratische partei die linke ist finde ich schade
    und bin oskar dankbar dafür dass es wenigstens noch die gibt
    bevor deutschland wieder absackt in weimarer verhältnisse

    die SI muß sich weniger sorgen machen als die spd

    und gabriel sollte weiter „haut den lukas“ auf dorffesten machen
    er ist total überfordert

    als sozialdemokrat gibt es für mich in deutschland keine heimat mehr

    und diese träne trage ich nicht nur im knopfloch

  2. In der gleichen Organisation wie die SPD zu sein, empfände ich auch als „in zweifelhafter Gesellschaft“ zu sein. Wie wäre es mit der Gründung einer Spezialdemokratischen Internationalen, da könnte sicherlich auch die Partei von Schröders Busenfreund Putin Mitglied werden. Und wenn ich schon „Menschenrechtsverletzungen der Sandinisten“ lese, frage ich mich doch, welches Land doch gleich noch die Contras finanziert hatte. Und welches Musterbeispiel für die Einhaltung von Menschenrechten hat das Speziallager auf Guantanamo eingerichtet? Einfach nur widerlich diese Doppelmoral.

  3. Fassen wir zusammen. Du schreibst: „Gabriel is symphatisch und hat in 2 oder 3 wichtigen Sachen Recht – reicht das nicht ?“
    Antwort: Nein! Das reicht nicht, um eine SPD bei der nächsten Wahl zu wählen! Oder bei der übernächsten! Oder bei der überüberübernächsten!

  4. oha … will da Gabriel die Linken aus der SI rauswerfen ?
    Nach Schröder und Sarrazin ist die SPD nicht mal mehr rosarot.
    Die Parteien fischen alle im Braunen Meer.
    Das kommt davon wenn man keine eigene Meinung mehr hat.
    Aber bevor man sich Die zulegen kann braucht man erst mal wieder ein Rückgrad. Aber dafür bezahlen Lobbyisten nun mal nicht …

  5. Die neoliberale SPD sieht es wohl nach wie vor nicht ein : Mit Personal wie Steinbrück und Steinmeier, die man sich auch gut in FDP oder CDU vorstellen könnte, wird sie die wirklichen Sozialdemokraten nicht mehr erreichen – wie auch ?
    Die Konservativen und Liberalen, denen man mit der aktuellen SPD-Politik in die Hände spielt freuen sich und wählen dann das Original, nicht die SPD.