MSV Duisburg – Kampf um die Pokalmillionen

Die Hellmich Ära ist noch nicht beendet. Es zeigt sich dass der Ansatz des Hamburger Unternehmers Herrn Uhlemann zu Beginn der Saison, einen finanziellen Schnitt zu machen, richtig war. Das wurde aber von Herrn Walter Hellmich mit Unterstützung von Oberbürgermeister Herrn Adolf Sauerland verhindert und nach einer Duisburger Lösung gesucht. So gab es dann eben keine Sanierung sondern u.a. einen Darlehensverzicht mit Besserungsschein durch Hellmich Marketing. Der MSV wurde nicht saniert.

Jetzt ist die Lage besser und der Kampf ums Pokalgeld beginnt. Man kann anhand der im Bundesanzeiger veröffentlichten Bilanz der MSV Duisburg GmbH & Co. KG zum 30.06.2009 die Sachlage ganz gut nachvollziehen: Dort findet man in der Tabelle „Verbindlichkeitenspiegel in TEUR“ die beiden Posten „Kreditinstitute“ mit 1 Mio. Euro, dahinter steht die Sparkasse Duisburg, und dann „Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter“, das ist die Hellmich Marketing mit 1,7 Mio.Euro. Darunter dann der Satz, zwei Hauptgläubiger, nämlich die beiden gerade genannten, haben über insgesamt 2.441 TEUR Rangrücktritte erklärt und diese könnten bei positver Entwicklung möglicherweise vor Ablauf der Frist zurückgezahlt werden.

Jetzt kann man den zusätzlichen Betrag aus Darlehensverzicht mit Besserungsschein zu Beginn dieser Saison hinzuaddieren und dann dürfte die in der Presse genannte Relation, dass von den 6 Mio. Pokaleinnahmen ca. 4,5 in die Schuldentilgung gehen könnten, realistisch sein.

Die Sparkasse Duisburg ist ein Unterstützer der ersten Stunde und Garant für den MSV auch in schwierigen Zeiten, was durch den Einstieg des Vorstandsvorsitzenden Herrn Hans-Werne Tomalak manifestiert wurde. Der Versuch diesen Einstieg zu verhindern scheiterte und so ist zu hoffen dass der hohe Sachverstand jetzt positiv für den MSV eingesetzt wird.
Wenn Hellmich Marketing den Besserungsschein zieht käme neben der Schuldentilgung noch der Anteil an den laufenden Fernsehgeldern der Pokalspiele hinzu. Ein Riesengeschäft ohne was dafür getan zu haben, ausser eben 2001 beim Einstieg des Vaters den Vertrag für kleines Geld bekommen zu haben. Die Umstände dieses Einstiegs sind immer noch nicht geklärt, fehlen dem Vertrag doch einige Unterschriften.

Jetzt muss sich beweisen von welchem Holz der neue MSV Vorstand geschnitzt ist. Zumindest die Gelder der Fernsehübertragungsrechte wurden ohne Gegenleistung gezahlt, denn die Vermarktung geschieht über die DFL und da beträgt für Zahlungen ohne Gegenleistungen an Gesellschafter, so wie der Hellmich Marketing, die Frist für eine Rückforderung 10 Jahre, ein finanzieller Elfmeter für den MSV, nur wer wird der Schütze sein? Der alte Vorstand ist diesem Thema ausgewichen, die Ausführungen des Aufsichtsratsvorsitzenden auf der letzten Haupfversammlung waren allerdings derartig zweifelhaft, dass er nicht mehr zu halten war und zurücktreten musste.
Auf den Ausgang dieses Spiels darf man mehr als gespannt sein. Die Fragen für die nächsten Haupfversammlung sind bereits gegeben.

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