Berlin, Berlin, die Zebras fahren nach Berlin – MSV Duisburg gewann Halbfinale 2:1

Am heutigen Abend erlebte die Duisburger Fußball-Kultur einen erneuten Höhepunkt. Der MSV Duisburg traf im Halbfinale des DFB-Pokals auf nergie Cottbus und gewann in einer spannenden Zitterpartie 2:1.

Das bereits seit Wochen ausverkaufte Stadion bot eine atemberaubende Kulisse. Das letzte Mal hüllte sich der MSV Duisburg vor 13 Jahren in diesem Gewand. Ein DFB-Halbfinalpokalspiel und dazu noch ausverkauft. Keine schlechte Bilanz.
Herb an diesem Tag lediglich der Ausfall von Julian Koch und auch Ivo Grlic. Beide verletzt. Gerade für Julian Koch bitter, da er sich als Youngster besonders über seinen Einsatz gefreut hatte. Doch der MSV Duisburg war in der Lage, auch ihn würdig zu vertreten. Am heutigen Abend zogen alle Spieler der Mannschaft an einem Strang. Sogar die MSV Fans waren mit Herz und Seele dabei und peitschen ihre Mannschaft beherzt an.
Bereits nach Anpfiff zeigten sich die Zebras leidenschaftlich und überlegen. Cottbus versuchte immer wieder ins Spiel zu finden, aber sie scheiterten kläglich.
Doch in der 20. Minute dann die erste gefährlich erarbeitete Torchance für den MSV Duisburg. Baljak spielt sich souverän den Ball, sucht Kollege Maierhofer und flankt. Doch Maierhofer kann nicht wie erhofft reagieren, da er gestört wird und kann den Ball nicht einschieben. Doch in der 24. Minute dann der Befreiungsschlag. 1:0 für den MSV Duisburg! Olcay Sahan flankt von rechts in den Strafraum, Maierhofer will den Ball, doch dieser scheint zu hoch angesetzt. Hünemeier bekam den Ball unglücklich vor den Kopf, wobei dieser wieder unbeabsichtigt Maierhofer anspielte und der Ball fand seinen Weg zum Tor der Cottbusser. Torhüter Kirschbaum hatte keine Chance.
Die Zebras motivierter im Spielverlauf. Nach und nach erhöhten sie den Druck nach vorne.
Dann Abpfiff zur Halbzeit. Der MSV Duisburg weitaus überlegener als ihre Gegner ging mit einer verdienten 1:0-Führung in die Pause.

Cottbus-Trainer Wollitz hatte sich in der Halbzeit zu einem Wechsel entschieden und brachte zur zweiten Halbzeit einen frischen Mann ins Spiel. Mit Jules Reimerink wollte er das Glück herausfordern.

Milan Sasic hingegen verzichtete und ließ die Mannschaft in gewohnter Aufstellung auflaufen.

Cottbus zeigte sich im Spielverlauf zunehmend beherzter und offensiver.

Und dann in der 54. Minute die 2:0-Führung für die Zebras. Sukalo setzt traumhaft auf Banovic. Dieser lief energisch auf den Kasten der Cottbusser zu, wartete auf den richtigen Moment und legte den Ball quer auf Baljak. Dieser netzte den Ball dann mühelos für die Zebras zum 2:0 ein.

Die Zebras hoch motiviert. Sie zeigten deutlich, dass sie den Sieg unter keinen Umständen aus den Händen geben wollten.

Doch dann in der 69. Minute die nächste klare Torchance für den MSV Duisburg. Baljak suchte erneut nach Kollege Maierhofer, dieser ist mit dem Kopf da, setzte den Ball allerdings knapp neben das Tor.

In der 71. Minute dann wieder eine Antwort von Baljaks. Dieser flankte erneut, traf den Ball auf Sahans Kopf. Doch er traf leider nur den Querbalken. Damit hätte er die Entscheidung für die Zebras erzielen können.

Der Spielablauf der Zebras flüssig, energisch und taktisch voller Überraschungen. Immer und immer wieder setzten sie zum Angriff an und arbeiteten am dritten Tor.

In der 77. Minute dann die Katastrophe. Elfmeter für den Gegner Energie Cottbus und rote Karte für Bruno Soares, da er im Strafraum Reimerink festgehalten hatte.

Nur eine Minute später lief Petersen an und versenkte den Ball sicher im unteren linken Eck.
So kam Energie ohne Mühe zu einem 1:2-Anschlusstreffer.

Die Cottbusser immer selbstbewusster und motivierter. Totgeglaubt versuchten sie sich noch einmal gegen die Zebras aufzubäumen.

Dann das große Zitter! In der 90. Minute fischt Olivier Vigneau vom Cottbusser Hünemeier von der Linie.

Nach drei Minuten Nachspiel dann der erlösende Abpfiff.

Der MSV Duisburg steht nach 13 Jahren wieder im DFB-Pokalfinale. So nah war Duisburg dem Pokal schon seit 1998 nicht mehr.
Duisburg:

Yelldell – Benjamin Kern, Bruno Soares, Bajic, Veigneau – Sukalo, Banovic – Sahan, Trojan (79. Reiche), Baljak (90.+1 Yilmaz) – Maierhofer (89. Schäffler)
Cottbus:

Kirschbaum – Bittroff (73. Roger), Hünemeier, Brzenska, Ziebig – Kruska, Kurth (46. Reimerink) – Shao, Adlung (66. Kronaveter) – Petersen, Jula

Schiedsrichter: Michael Weiner (Giesen)
Tore: 1:0 Maierhofer (24.), 2:0 Baljak (54.), 2:1 Petersen (78.)
Zuschauer: 31.500 (ausverkauft)
Rote Karten: Bruno Soares nach einer Notbremse (77.)
Gelbe Karten: Sukalo, Trojan, Yilmaz (2) – Kruska (2), Kronaveter, Shao

Stimmen zum Spiel:

Ivo Grlic:

„Wir haben verdient gewonnen unsere Mannschaft hat toll gekämpft und diese Fans sind einfach fantastisch.

 

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