Rücktritt: Guttenberg am Ende seiner Kräfte

Zum Schluß war der Druck auf Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg wegen seiner Affaire um seine Doktorarbeit zu groß.

Er trat heute von allen seinen politischen Ämtern zurück. Auf einer kurzfristig anberaumten Presseerklärung im Verteidigungsministerium erklärte zu Guttenberg heute, dass der Rücktritt seine eigene Entscheidung gewesen sei und in freundschaftlichem Einvernehmen mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel stattfand.

Als erstes wurde der bevorstehende Rücktritt von der BILD-Zeitung gemeldet.

Guttenberg machte indirekt die Presse und den öffentlichen medialen Druck auf ihn mit verantwortlich dafür, dass er seine volle Kraft nicht mehr seinem Amt des Verteidungsministers widmen könne. Auch sei die öffentliche Fokussierung auf ihn als Person und auf seine Familie am Ende zu groß geworden. Er schloss seine kurze persönliche Rücktrittserklärung mit den Worten: „Insofern gebe ich meinen Gegnern gerne recht, dass ich tatsächlich nicht zum Selbstverteidigungs-, sondern zum Minister der Verteidigung berufen wurde. Abschließend ein Satz, der für einen Politiker ungewöhnlich klingen mag: Ich war immer bereit zu kämpfen, aber ich habe die Grenzen meiner Kräfte erreicht.“

Inzwischen kursieren bereits Namen für mögliche Nachfolger im Amt des Verteidigungsministers. Zum einen ist Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) im Gespräch, zum anderen wird immer häufiger der Name des CDU/CSU-Fraktionsschefs Volker Kauder genannt. Allerdings ist Angela Merkel auch bekannt dafür, überraschende Personalentscheidungen zu treffen.

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