DGB-Niederrhein: Anstieg der Arbeitslosigkeit in Duisburg ist eine Auswirkung der Kürzungen von Bundesmitteln

Duisburg – Nach der aktuellen Arbeitsmarktberichterstattung der Bundesagentur für Arbeit, ist die Arbeitslosigkeit in Duisburg, trotz eines Zuwachses von gemeldeten Arbeitsstellen, deutlich angestiegen. So ist allein bei den über 55 jährigen Arbeitslosen ein Anstieg von 7,6 % zu verzeichnen.

„Dies sind die drastischen Auswirkungen der Kürzungsmaßnahmen der schwarz-gelben Bundesregierung bei Arbeitsmarktmitteln“, darauf weist Angelika Wagner vom DGB-Niederrhein nach Analyse des aktuellen Arbeitsmarktreports hin. „Die Streichung von 20 Mill. Euro, also von 30 % des vorherigen sogenannten Eingliederungstitels, macht sich nun auf brutalste Weise bemerkbar. Ein Teil dieser Mittel musste bei den sogenannten Arbeitsgelegenheiten gestrichen werden, so dass sich ein großer Teil der Menschen, die sich vorher in solchen Maßnahmen befunden haben, nun arbeitslos melden müssen. Doch das ist noch längst nicht alles: Auch weitere bewährte Arbeitsmarktprogramme werden gekürzt und dies ist fatal. Gerade bei dem Duisburger Arbeitsmarkt, der sich in seiner negativen Entwicklung immer weiter von anderen Ruhrgebietsstätten abkoppelt. So ist der Zuwachs der Arbeitslosigkeit im Ruhrgebietsvergleich deutlich der höchste. Nun ist bei den Kürzungen auf Bundesebene auch noch eine Kürzung der Förderung der beruflichen Weiterbildung in Duisburg um 3 Millionen Euro auf 7,25 Millionen vorgesehen und eine Kürzung der Beratung und Unterstützung der Arbeitssuche von 9,1 Millionen auf 8,4 Millionen Euro. Weitere Maßnahmen, wie zum Beispiel spezielle Maßnahmen für jüngere und Leistungen für Menschen mit Behinderungen, werden wegen des Bundessparpaketes ebenfalls reduziert. Dies ist völlig kontraproduktiv für die Duisburger Arbeitsmarktentwicklung. In diese Maßnahmen müsste mehr investiert werden, statt zu kürzen um eine weitere negative Entwicklung aufzuhalten.“

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