Warnstreiks im öffentlichen Dienst: Frank Bsirske spricht in Düsseldorf

Nach den ergebnislosen Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) für den kommenden Dienstag (1.3.) zu Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen aufgerufen. An den ganztägigen Arbeitsniederlegungen sollen mehrere tausend Angestellte aus Unikliniken, Gerichten, Straßenbaubetrieben, Verwaltungen, Ministerien und anderen Landesbehörden teilnehmen. Erstmals will ver.di NRW auch gezielt Beamte zum Streik aufrufen. „Die Arbeitgeberseite braucht offenbar deutliche Hinweise darauf, dass man Beschäftigte während des Wirtschaftsaufschwungs nicht im Regen stehen lässt“, sagte die nordrhein-westfälische ver.di-Landesleiterin Gabriele Schmidt zu dem Warnstreikaufruf.

Die Streikenden werden sich an einer landesweiten Demonstration am Dienstag vor dem Landtag in Düsseldorf beteiligen, zu der der DGB und der dbb aufgerufen haben. Hauptredner sind die Verhandlungsführer Frank Bsirske (ver.di) und Frank Stöhr (dbb).
Der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes der Länder gilt in Nordrhein-Westfalen für mehr als 140.000 Angestellte. Die Gewerkschaften fordern die Übertragung des Tarifergebnisses auch auf die in NRW betroffenen rund 297.000 Beamtinnen und Beamten des Landes und der Kommunen.
In der Einkommensrunde fordern ver.di und der dbb für alle Beschäftigten der Bundesländer einen Sockelbetrag von 50 Euro, zusätzlich eine lineare Erhöhung der Einkommen von drei Prozent, die Übernahme der Auszubildenden und eine tarifvertragliche Laufzeit von
14 Monaten.

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