Junge Union ruft zum Telefonvoting für Minister zu Guttenberg auf–Uni Bayreuth erkennt Dr.-Titel ab

Die BILD-Zeitung hat für den heutigen Tag eine Telefonnummer eingerichtet, unter der die Anrufer die Möglichkeit haben für oder gegen den Verteidigungsminister (Dr.) Freiherr zu Guttenberg (CSU) zu voten. Hintergrund dieser Aktion ist der Plagiatsvorwurf gegen den Minister.

Die Junge Union  ruft nun in einer Meldung ihre Mitglieder unter dem Motto „Heute für KT abstimmen!“ dazu auf, für „ihren Minister“ anzurufen. Als Begründung schreibt die Junge Union auf ihrer Homepage unter anderem: „Zu Guttenberg hat sich bereits als Bundeswirtschaftsminister um unser Land in besonderer Weise verdient gemacht. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel MdB hat deshalb zu Recht darauf hingewiesen, dass sie „keinen wissenschaftlichen Assistenten oder einen Promovierenden oder einen Inhaber einer Doktorarbeit berufen“ hat, sondern einen Verteidigungsminister, der seine Aufgaben „hervorragend“ erfülle.“

Jeder Anruf für den Minister kostet aus dem Festnetz 14 cent. Scheinbar wird es eng für den Freiherrn, wenn nun schon die Jugend aktiv eingreifen muss! Im Bundestag stand der Verteidigungsminister bereits heute dem Parlament Rede und Antwort. Er beteuerte noch einmal „Fehler“ begangen zu haben, die er teilweise mit seiner beruflichen und familiären Belastung begründete. Der Opposition reichen diese Antworten nicht. Rücktrittsforderungen gegen zu Guttenberg wurden laut. Für den Verteidungsminister scheint allerdings die Affäre mit der „Rückgabe“ seines Dr.-Titels an die Uni Bayreuth erledigt.

Wert legte zu Guttenberg auch auf die Feststellung, dass er die Dissertation nicht mit einer eidesstattlichen Versicherung abgegeben habe, sondern mit einer Ehrenerklärung, wie dies an der Uni Bayreuth üblich und vorgegeben ist. Die Ehrenerklärung zielt darauf ab, dass der Doktorand seine Arbeit selbstständig und den Gepflogenheiten gemäß korrekt abgefasst habe.

Gegen 15.45 Uhr gibt es heute im Bundestag zum Thema „Plagiatsvorwürfe“ eine aktuelle Stunde. Phoenix berichtet live.

Update 19.30Uhr

Wie soeben gemeldet wurde, hat die Universität in Bayreuth den Doktortitel aberkannt. Dies meldet RTL-Aktuell.

7 thoughts on “Junge Union ruft zum Telefonvoting für Minister zu Guttenberg auf–Uni Bayreuth erkennt Dr.-Titel ab

  1. Es gibt Menschen, die sind „für nix fies“. Es kann ja wohl nicht sein, dass aufrechte Menschen dazu veranlasst werden, für eine multiple Persönlichkeit wie KT zu votieren. Als Mensch, sprich Doktorand, ist er ein Betrüger, aber als Minister ist er unersetzlich. Man rechnet ganz klar mit der Dummheit des Bürgers, der leider lieber RTL schaut, als sich über Politik zu informieren.

  2. "judas" thomas kuhl Mi, 23 Feb 2011 at 18:01:12 -

    daß die cdu ihre pimfe vorschickt weil sie sich richtigerweise nicht traut ihren bundesblender zu decken – wer kann es denen übelnehmen?
    daß nicht nur das kriegsministerium von der BILD geleitet wird – ist schon lange keine news mehr.
    daß gutti über leichen gehr – das ist sein job.
    daß er lügt und betrügt – wann hätte er das nicht getan.
    man sollte an ihn dieselben maßstäbe anlegen, die er an herrn schneiderhahn und den gorch-fock-käptn anlegte: ruck-zuck feuern. die pfeife.
    daß millionen versager nicht wollen. daß ihr messias scheitert – na ja.
    seine beliebtheit.- die hatten kaiser wilhelm, adolf hitler, helmut kohl und adolf sauerland auch.
    mehr dazu in den nächsten tagen in „kuhl’s kolumne – hier bei xtranews…
    „judas“ thomas kuhl

  3. Freih.von Guttenberg soll bleiben, auf keinen Fall zurücktreten.
    Die SPD & PDS= Partei Der Selben, sollten sich schämen, unseren von Guttenberg so zu beschimpfen, sollten sich lieber um Ihren eigenen Mist kümmern.
    H.We. Berlin

  4. wie kann man noch zu solch einem Lügner stehen. In seinem Amt hat er auch noch nichts gekonnt.Einen Popstar in der Politik brauchen wir nicht.
    Er muß gehen, er ist ersetzbar.Jeder kleine Bürger wird wegen minimaler Vergehen bestraft.Er konnte am Anfang nicht einmal richtig zu Fragen antworten.
    Man muß doch wissen, was man geschrieben hat.Die Umfragen sind falsch die uns vorgegaukelt werden.Ich bin in keiner Partei, aber CDU/CSU WERDE ICH AUF KEINEN fALL MEHR WÄHLEN:

  5. Das Märchen von der Kanzlerin
    Es war einmal eine Kanzlerin, die nichts mehr liebte als die Macht. Ihre Hofdamen, die stets bereitstanden, um am Machterhalt mitzuwirken, waren Friede, Liz und Maria.
    Friede hat von ihrem Mann Axel einen Verlag geerbt, Liz ist ebenfalls Erbin eines Medienimperiums und Maria ist die Gattin eines Verlegers und spielte gern die Rolle einer Kriminalkommissarin.
    Der Kanzlerin war es immer und immer wieder gelungen, alle Ritter, die ihr den Thron streitig machen wollten, mit Hilfe Ihrer Hofdamen in die Flucht zu schlagen oder sie auf einem Nebenthron zu platzieren, wo sie dann in Bedeutungslosigkeit versanken.
    Doch dann geschah es, dass im Süden ihres Reiches ein neuer Stern am Polithimmel aufging. Die Kanzlerin erkannte sofort die Gefahr, die von dem blaublütigen Ritter mit dem glänzenden schwarzen Helm ausging.
    Sie rief ihre Hofdamen zusammen und gemeinsam wurde ein perfekter Plan erdacht, wie sich die Kanzlerin des Adligen entledigen könnte.
    Der wichtigste Schritt war, den Ritter zum Kriegsminister zu machen.
    Die Damen verabredeten weiterhin, den jungen Ritter, der Eitelkeit in hohem Maße sein eigen nannte, zu einer Lichtgestalt zu machen. Sie richteten es ein, dass in den Postillen der Verlage und in den Verlautbarungen des Medienimperiums der Ritter wie in einer goldenen Rüstung erschien und so das Volk mit seinem Glanz blenden konnte.
    Doch das reichte den Damen noch nicht. Der Ritter vom glatten Haar war vermählt mit einem schönen Weib von ebenfalls blauem Blut. Mit Hilfe ihres Medienzaubers machten die Hofdamen aus dem Weib des Ritters eine leuchtende Blume, von der Menschen im Land betört waren.
    Die Kanzlerin und ihre Damen ersannen dann ein Schauspiel für das Volk, wie es vorher noch nie gesehen ward.
    Der Ritter und sein Weib wurden auf eine Reise in ein fernes Land geschickt, in dem wüste Menschen einen wilden Kampf führen. In diesen Kampf hat die Kanzlerin ihre Söldner geschickt. Und nun besuchte der Kriegsminister mit seinem Weibe die Truppen in jenem fernen Land. Nun waren die beiden wahre Helden. Die Postillen jubelten und das Volk jubelte mit.
    Höher und höher stieg der leuchtende Stern des Ritters vom Gel. Der Plan ging auf.
    Die Damen saßen zusammen und frohlockten: „Wer so hoch steht, der kann tief, tief fallen.“
    Und der Fall kam.
    Der Ritter hatte bei einer Schreibarbeit, die er als seine eigene ausgegeben hatte, von anderen abgeschrieben. Teile des Volkes waren empört. Die glänzende Rüstung bekam erste Schrammen.
    Der eitle Ritter mag daran gedacht haben, das Amt des Kriegsminister aufzugeben, seine Verfehlungen einzugestehen und sich auf sein Schloss zurückzuziehen.
    Doch die Kanzlerin, die ja wusste, dass Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit beim Volk gut gelitten sind, bestellte den Ritter in ihren Palast ein. Sie schmierte dem Gelackten Honig ums Maul und die Eitelkeit des Ritters obsiegte. Er blieb auf seinem Posten. Der zweite Teil des Plans war aufgegangen. Der tiefe Fall war aufgefangen.
    Nach einem tiefen, tiefen Fall hätte der Ritter vom Plagiat wieder aufstehen können. Er hätte sagen können: „Ich habe gefehlt, ich habe gelogen. Aber ich habe meine Strafe erhalten und ich bereue meine Freveltaten. Ich bitte das Volk um Vergebung.“ Und das Volk hätte vergeben. Für die Kanzlerin wäre der gefährliche Konkurrent wieder aus der Asche auferstanden.
    Das musste verhindert werden.
    Die Hofdamen nahmen erneut die Arbeit auf. Der Medienzauber wirkte erneut. Die Kratzer auf der Uniform wurden wegpoliert und der Ritter erstrahlte in neuem Licht.
    Dann begannen die Kanzlerin und ihre Hofdamen behutsam, den dritten und letzten Teil des Plans umzusetzen.
    Andere Postillen erhielten aus dunklen Quellen (man sagt, die Kanzlerin speise sie) immer neues Material, das dazu diente, den tönernen Sockel, den die Kanzlerin für ihren Kriegminister erschaffen hatte, langsam, ganz langsam so zu beschädigen, dass er in den Staub stürzen müsste. Die Postillen der Hofdamen würden erst schweigen – sich dann aber wie Hyänen über den Ritter hermachen.
    Der schwarze Ritter würde sich nie mehr erheben.

  6. Die Partei, die offensichtlich einem geltungssüchtigen Betrüger wie Herrn
    Guttenberg in ihren Reihen Schutz gewährt und obendrein noch unterstützt,
    ist nicht mehr wählbar !