MSV Duisburg unterlag Union Berlin – Ex-Zebra Ede fegt Zebras weg

Fünf Mal war der MSV Duisburg bisher ungeschlagen Daheim, doch heute mussten die Zebras eine bittere Pille schlucken. Union Berlin gewann in Duisburg verdient 0:1 am 23. Spieltag.

Die Fans sind gespannt auf die Partie

Die Zebras haben sich heute drei wichtige Punkte im Aufstiegskampf aus den Händen nehmen lassen. Dadurch vergrößerte sich ihr Tabellenabstand zum Relegationsplatz um ganze 5 Punkte.

Baljak fand heute gar nicht richtig ins Spiel. Die Duisburger Abwehr geriet mehr als einmal in der ersten Halbzeit schon ins Schwimmen. Die Zebras versuchten immer und immer wieder den Druck gegen die Eisernen zu erhöhen, doch die Berliner zogen immer und immer wieder nach. Spielerisch sind die Berliner gegen den MSV Duisburg unterlegen gewesen. Leidenschaftslos, Blutarm und ohne kämpferischen Geist präsentierten sich die Zebras ihren deutlich gelangweilten Fans. Zu viele Freiräume und Unmengen an Fehlpässe boten den Berliner genug Angriffsmöglichkeiten. Die Berliner kamen schneller wieder in den Ballbesitz, als es den Zebras recht war. Doch die Ideenlosigkeit der Zebras wurde bestraft. Ausgerechnet der Ex-Duisburger Chinedu Ede zeigte den Zebras heute, wo das Tor stand. In einem unübersichtlichen Chaos witterte er seine Chance und ließ nicht lange darauf warten. In der 35. Minute konnte er für Union Berlin punkten. Aus kurzer Distanz köpfte er für Union Berlin ein.

Mit einem verdienten 0:1 ging es für Union Berlin in die Halbzeitpause.

Das Trainer Sasic von der Leistung seiner Mannschaft nicht begeistert war zeigte er, indem er bereits in der Halbzeitpause den ersten Wechsel vornahm. Filip Trojan musste vom Feld. Für ihn kam Benjamin Kern zum Einsatz. Sein Versuch ein wenig Ordnung und spielerische Taktik hinein zu bringen scheiterte kläglich. Auch in der zweiten Halbzeit kein Anflug von Zauber. Es gelang ihnen auch hier nicht die Berliner Abwehr vom rechten Weg abzubringen. Die Berliner ließen auch nicht den Eindruck aufkommen, dass sie ihre Führung aufgeben wollen. Sie verteidigten ihren Vorsprung vehement.

Doch in der 73. Minute ergab sich dann eine Chance zum Ausgleich für Stefan Meierhofer. Aus sechs Metern versuchte er einen gezielten Schuss, doch er scheiterte Leider an Torwart Marcel Höttecke.

Die Zebras hinterließen den Eindruck, dass sie nichts aus der 0:2-Pleite in der Hinrunde gegen Union Berlin gelernt hatten.

Wollitz (Trainer von Cottbus) wurde im Stadion gesichtet. Er versuchte wohl Tipps gegen die Zebras für das anstehende Pokal-Halbfinale einzuholen. Doch die desolate und schwache Spielleistung ließ zu viele Fragen offen und somit trat er die Heimreise offensichtlich mit leeren Händen an. Doch er wird damit rechnen können, dass Trainer Sasic sich dies nicht von seiner Mannschaft noch einmal bieten lassen wird.

Aufstellung:

Duisburg:

Yelldell – Koch, Bruno Soares, Bajic, Veigneau – Banovic (84. Exslager), Sukalo – Sahan (69. Säumel), Trojan (46. Benjamin Kern) – Maierhofer, Baljak. – Trainer: Sasic

Union:

Höttecke – Thomik, Stuff, Madouni, Kohlmann (46. Brunnemann) – Peitz – Ede (89. Rauw), Mattuschka, Michael Parensen – Kolk (90. +1 Benyamina) – Mosquera. – Trainer: Neuhaus

Schiedsrichter: Babak Rafati (Hannover)

Tore: 0:1 Ede (35.)

Zuschauer: 12.547

Beste Spieler: Bruno Soares, Banovic – Mattuschka, Ede

Gelbe Karten: Peitz, Thomik

Die Stimmen zum Spiel MSV Duisburg – Union Berlin

Stimmen zum Spiel:

Olivier Veigneau:

Ja, heute hat es nicht geklappt. Wir waren in der ersten Halbzeit wie letzte Woche gegen Augsburg. Wir sind nicht richtig in das Spiel herein gekommen und kassieren ein Tor. Die ganze erste Halbzeit waren wir nicht der Herr und kassieren ein Tor. Hat uns drei Punkte gekostet. Wie gesagt, wir müssen nach vorne schauen und nicht nach oben. Wir müssen zusehen, dass wir jetzt jedes Spiel gewinnen. Wir sollten auch nicht zu viel Druck machen, wir dürfen den Gegner in der ersten Halbzeit auch nicht gewinnen lassen. Wir sollen auch nicht auf die Tabelle schauen. Sonst spielen wir nachher mit Druck und dann passiert nachher das gleiche wie heute. Wir haben in der ersten Halbzeit keinen schönen Fußball gespielt. Hut ab für Berlin. Sie haben sehr gut gespielt. Die haben uns gestoppt und so ist das nun mal. Sie sind eine Mannschaft die versuchen immer die Punkte zu holen auswärts und heute haben sie für mich hochgradig verdient gewonnen.“

Ivica Banovic:

Wir haben in der zweiten Halbzeit so gespielt, wie man es von uns erwartet hat. Nach vorne, mit so viel Druck und so vielen Torchancen. Ich denke mal, wir haben dafür bezahlt, weil wir in der ersten Halbzeit nicht so im Spiel waren. Deshalb sind die Bälle wohl nicht rein gegangen. Dass wir unbedingt ein Tor holen wollen hat man in der zweiten Halbzeit wohl gesehen. Leider haben wir verloren, aber das nächste Spiel werden wir gewinnen und wieder drei Punkte holen. Und wir schauen wieder nach vorne. Sie haben das in der ersten Halbzeit richtig gut gemacht die Berliner. Die haben links und rechts immer dicht gemacht und sind immer weiter und weiter gelaufen, immer wieder lange Bälle und deshalb konnten wir nicht eng genug an die Leute heran rücken. Aber in der zweiten Halbzeit sind wir ein bisschen aus uns heraus gekommen und haben so gespielt, wie jeder es sich vorgestellt hat. Wir hatten genug Torchancen in der zweiten Halbzeit. Fußball ist einfach interessant und wir schauen jetzt erst mal auf das Spiel in Oberhausen. Wenn einer träumt, dann sage ich, wir haben noch ein paar Spieltage zu bewältigen. Aber wir sollen nicht träumen. Realistisch haben wir unser nächstes Spiel gegen Oberhausen. Wir wollen da gewinnen und alles andere ist zweitrangig.“

Julian Koch:

Ja, man ärgert sich schon riesig. So kurz nach dem Spiel ist es schwierig die richtigen Worte zu finden. Nach der ersten Halbzeit denke ich mal, ging die Führung schon verdient an Union. Aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir schon ein Unentschieden verdient gehabt. Wir sind in der zweiten Halbzeit besser raus gekommen und haben alles wieder gegeben. Wir hatten auch unsere Chancen in den letzten zehn bis fünfzehn Minuten. Wir haben sie nicht genutzt, aber wir müssen wieder nach vorne blicken. Jeder von uns hat sich auf gut deutsch den Arsch aufgerissen, aber es sollte halt nicht sein. Wir haben alles versucht, vielleicht in der ersten Halbzeit das Spiel schon längst verloren, weil nicht jeder so defensiv mitgespielt hat, wie er es sonst immer macht. Am Ende war alles ein bisschen hektisch und wir haben den Chancentod selber produziert. Und nächste Woche geht’s dann weiter. Union hatte sich mit Sicherheit sehr gut auf uns eingestellt. Das hat man in der zweiten Halbzeit auch sehr gut gesehen. Wir hätten nicht Standardsituationen zulassen sollen, das war gefährlich. Nächste Woche dann einen Sieg in Oberhausen und vielleicht bleiben wir dann weiter dran.“

Srdjan Baljak:

Ja, wir haben es versucht, aber es hat nicht sollen sein. Wir haben in der Defensive leider viel zu viele Räume zugelassen. Es lag aber nicht nur an der Defensive. Wir hatten alle einfach keine Geduld. Wir hatten leider viele Ballverluste und das war das Problem. Das waren allgemeine Probleme. Viele Fehlpässe und einfach nicht genug Geduld. Mir fehlte heute auch die Konzentration in der Mannschaft. Aber man muss jetzt den Kopf hoch halten und weiter schauen. Am Freitag ist schon das nächste Spiel. Ob zu Hause oder auswärts, wir müssen versuchen in jedem Spiel unser Bestes zu geben. Wir wollen natürlich jedes Spiel gewinnen. Und wir müssen versuchen immer unser Maximum zu geben. Als wir das Gegentor bekommen haben, da war sehr viel Hektik im Spiel. Wir hatten einfach keine Geduld am Ball und das war das Hauptproblem. Ich hatte für das Spiel ein super Gefühl. Ich war fit und alles, aber wenn es nicht geht, dann geht’s nicht. Berlin hat spielerisch alle Freiräume gut ausgenutzt. Sie haben ein Tor gemacht. Das war ihnen gut genug. Alle anderen Konkurrenten haben diese Woche gewonnen. Wir müssen selbst bei uns gucken. 5 Punkte Rückstand. Das sind für uns nur zwei Spiele. Wir haben noch genug Spiele vor uns.“

Stefan Meierhofer:

Es schaut so aus, wie es ausschaut. Ohne Sonne geht nix. Die haben drei oder vier Mal zum Tor hin geschossen. Beim vierten oder fünften Mal ging er dann leider dreckig rein. Es war einfach unglücklich. Buckie hatte 2 oder 3 Möglichkeiten, bei mir blieb der Tormann stehen, schieß ihn in den Arm. Sollte nicht sein heute. Die Kollegen standen nicht da, wo sie hätten stehen sollen, aber das gleichen können sie auch von mir heute behaupten. Ich würde nie schlecht über meine Kollegen reden. Wir haben heute als gesamte Mannschaft die Sachen, die uns stark machen herüber gebracht. Wir sind leider nicht in die Zweikämpfe gekommen, wir sind immer einen Schritt zu spät. Der Gegner hat aber auch gut zu gemacht. Das muss man anerkennen, da muss man mal ein Kompliment aussprechen. Sie haben heute gleich einen Kick mehr Engagement rüber gebracht. Obwohl wir uns da nichts absprechen können von. Wir probieren immer wieder. Wir rackern und wir kämpfen bis zur letzten Minute, aber im Endeffekt war der Gegner heute die Mannschaft und der glücklichere Gewinner. Man kann kein Spiel mit dem andern vergleichen. Man kann auch nicht immer sagen, war alles schön, alles gut. Heute scheint die Sonne nun mal nicht, aber morgen scheint sie wieder. Und der Trainer hat immer recht.“

Text sowie Stimmen  zum Spiel Manuela Ihnle

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