Katholische Geistliche fordern Reformen

In der katholischen Kirche wird der Ruf nach Reformen lauter. Jetzt melden sich nach Professoren auch Priester und Diakone öffentlich zu Wort. Im Erzbistum Freiburg schlossen sich mehr als 160 Geistliche dem Memorandum deutschsprachiger Theo logen an. Sie fordern von den Bischöfen „die ernsthafte Einleitung eines Dialog prozesses“ über Probleme, „die alle Gemeinden und eine Mehrzahl von Katholiken sehr bedrängen“. Es gehe darum, in der Kirche „einen neuen Aufbruch“ zu starten. Die Geistlichen wollen offen über verheiratete Priester und Frauen im kirchlichen Amt, modernere Gottesdienste, Demokrati sierung und ein Ende der „rigorosen Moral“ diskutieren. Den Forderungen haben sich auch katholische Religionslehrer aus der ganzen Bundesrepublik mit einem eigenen „Aufruf zur Soli darität“ angeschlossen. Sie erhöhen damit den Druck auf die deutschen Bischöfe kurz vor deren Frühjahrstagung in Paderborn Mitte März. Initiatoren der sich auch im Internet ausbreitenden innerkirchlichen Reformbewegung sprechen vom „Geist von Kairo in unserer Kirche“, meldet der SPIEGEL in seiner Vorabmeldung.

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