Münster: Evangelischer Kirchenkreis unterstützt „Bürgerpakt für Klimaschutz“

Superintendent Dr. Dieter Beese und Oberbürgermeister Markus Lewe geben Startschuss für gemeinsame Klimaschutzaktion / Materialien für die Gemeinden

Münster (SMS) Der Evangelische Kirchenkreis Münster unterstützt die Kampagne „Bürgerpakt für Klimaschutz“. Damit hat die Stadt, die sich ein ehrgeiziges Klimaschutzziel gesetzt hat, einen weiteren wichtigen Kooperationspartner gewonnen. Bis 2020 sollen die Kohlendioxid-Emissionen in Münster im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent verringert und der Anteil der erneuerbaren Energien deutlich erhöht werden. „Diese Herausforderung kann die Stadt nicht alleine schaffen. Wir sind darauf angewiesen, dass möglichst viele Menschen aus allen gesellschaftlichen Bereichen mitmachen“, weiß Oberbürgermeister Markus Lewe.

In Zusammenarbeit mit dem städtischen Amt für Grünflächen und Umweltschutz hat der Evangelische Kirchenkreis verschiedene Bausteine für die Gemeindearbeit zum Klimaschutz entwickelt. Ein Faltblatt, das für den Klimapakt wirbt und auch konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigt, wird den Gemeindebriefen in den nächsten Monaten beigelegt. Mehr als 85 000 Gemeindeglieder in rund 30 000 Haushalten erreichen die Organisatoren auf diese Weise. Außerdem werden die Menschen über verschiedene evangelische Einrichtungen und Beratungsdienste angesprochen. „Wenn wir glauben, dass die Welt ein Geschenk Gottes ist, muss das Konsequenzen haben für unser Handeln“, sagt Superintendent Dr. Dieter Beese, der die Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinden dazu aufruft, sich am Klimapakt zu beteiligen.

Interessierte Gemeinden erhalten Materialien, mit denen sie Aktionen in den Gottesdiensten, in der Konfirmandenarbeit und in der Erwachsenenpädagogik gestalten können. „Einige Gemeinden, dazu gehört auch die Hiltruper Kirchengemeinde, haben bereits erklärt, dass sie die Klimakampagne in ihre Arbeit einbeziehen wollen“, berichtet Pfarrer Jens Dechow vom Ausschuss für gesellschaftliche Verantwortung des Evangelischen Kirchenkreises Münster.

Der „Bürgerpakt für Klimaschutz“ funktioniert übrigens nach dem Schneeball-Prinzip: Wer mitmacht, verpflichtet sich nicht nur, durch einfache Verhaltensänderungen mehr Klimaschutz im Alltag zu praktizieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer versuchen außerdem, neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu gewinnen. Dahinter steht die Überzeugung, dass kleine Veränderungen Großes bewirken, wenn viele Menschen aktiv werden. Einige Beispiele: Energiesparlampen statt Glühbirnen, PC und Monitor ausschalten, wenn sie nicht gebraucht werden, kein Standby-Modus, Licht aus beim Verlassen des Raumes, Stoßlüftung statt Kipplüftung usw. Mehr als 3000 Münsteranerinnen und Münsteraner sind bereits beim Klimapakt dabei.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.muenster.de/stadt/umwelt/klima.html. Außerdem stehen Achim Specht vom Amt für Grünflächen und Umweltschutz, Tel. 4 92-67 60 und Ulrich Thiele, Umweltbeauftragter des Evangelischen Kirchenkreises, Tel. 0 25 01 / 2 94 72 als Ansprechpartner zur Verfügung.

Foto: Oberbürgermeister Markus Lewe, Achim Specht vom Amt für Grünflächen und Umweltschutz, Ulrich Thiele, Umweltbeauftragter des Evangelischen Kirchenkreises und Superintendent Dr. Dieter Beese (v.l.) besiegelten die Zusammenarbeit im „Bürgerpakt für Klimaschutz“. Foto: Stadt Münster.

Comments are closed.