DRK-Blutspendedienst: Tarifkonflikt vor Lösung

Gemeinsame Erklärung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und des DRK-Blutspendedienstes West gGmbH (DRK-BSD West) In dem seit Monaten schwelenden Tarifkonflikt zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der DRK-Blutspendedienstes West gGmbH (DRK-BSD West) ist eine Lösung zum Greifen nahe. Der DRK-BSD West hat zum 15. Februar 2011 die ordentliche Mitgliedschaft im Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV) beantragt. Mit diesem Beitritt begründet der DRK-BSD West eine Tarifbindung an das kommunale Verbandstarifrecht. Auf Seiten des Arbeitgebers wird deshalb künftig der KAV am Verhandlungstisch sitzen. Damit steht die Überleitung der durch die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di vertretenen Beschäftigten in den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) als Lösungsweg in der Tarifauseinandersetzung fest.

ver.di, der DRK-BSD West sowie der KAV haben sich heute auf die kurzfristige Aufnahme von Verhandlungen für die Überleitung der Mitarbeiter in den neuen Tarifvertrag verständigt. Alle Beteiligten haben den Willen für einen kurzfristigen Abschluss zum Ausdruck gebracht. Gleichzeitig setzt die Gewerkschaft ihre Warnstreikmaßnahmen für einen eigenständigen Haustarifvertrag mit sofortiger Wirkung aus.
Dr. Walter von Horstig, Geschäftsführer des DRK-Blutspendedienstes West, erläuterte diese Entwicklung wie folgt: „Unsere Verantwortung für die jederzeitige Versorgung der Bevölkerung mit Blutprodukten hat uns dazu bewogen, einen neuen Weg in dem Tarifkonflikt mit ver.di einzuschlagen. Höchste Priorität für diese Neuausrichtung hatte die Bedürfnisse der Patienten in Krankenhäusern, die nicht von den Folgen einer andauernden Tarifauseinandersetzung betroffen sein durften.“
Sylvia Bühler, ver.di-Fachbereichsleiterin Gesundheit und Wohlfahrt in NRW erklärte: "ver.di wollte einen Tarifvertrag, der für alle Beschäftigten gilt und die Belegschaft nicht spaltet. Dieses Ziel, den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) künftig im gesamten Unternehmen anzuwenden, ist erreicht."

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