Duisburger Karnevalsumzüge vor dem Aus?

Straßenkarneval in der Stadt

Straßenkarneval in der Stadt

Wie xtranews aus zuverlässiger Quelle erfuhr, wird die Stadt Duisburg den Rosenmontagszug sowie den Stadtteilzug in Serm erst nach Vorlage weiterer Unterlagen genehmigen. Die anderen vier Stadtteilumzüge während der Hochzeit der  Session – inkl. des Kinderkarnevalzuges in Hamborn – wurden scheinbar in der Sitzung des Ausschusses am Freitag bereits genehmigt.

Diese Regelung erfolge aufgrund  noch nicht komplett vorgelegter Unterlagen der Antragssteller, die aber zur Genehmigungserteilung erforderlich sind , so hätte die Stadt Duisburg einstweilen entschieden.

Der einschlägig zuständige Ausschuß für Großveranstaltungen hätte die Umzüge am Freitag Nachmittag erneut als sicherheitsrelevant  eingestuft. Es wären angesichts der erwarteten Besucherströme am Karnevalssonntag in Serm und am Rosenmontag in der City noch einige wenige Detailfragen zu klären.

Zuvor hätten sich die Karnevalisten zwar alle Mühe gegeben,  die aufgrund der Loveparade-Katastrophe verschärften Auflagen der kommunalen Sicherheitregime zu erfüllen.

So sind etwa alle einzelnen Räder einer jedweden Achse eines Wagens etwa mit einem Ordner zu sichern. Etwa um Probleme mit alkoholisierten Narren, die dem Wagen zu nahe kommen, zu vermeiden, aber vor allem auch um Kinder vor den Rädern zu schützen. Auch wurde die Zustrecke geändert und der bei allen Duisburgern sehr beliebte Dellplatz wegen seiner engen Kurven und schmalen Anliegerstrassen ausgespart.

Ein einziges mal kam es in Duisburg in den letzten Jahren nur zu einem kleinen Unfall – ein Ordner selber geriet gegen eines der Räder und wurde leicht verletzt. Bei einem weitern Zug wurde in den viele Jahre zuvor seit 1928 ein Zugteilnehnmer durch einen Vereinskammerden die als Fahnenschwenker teilnahmen leicht verletzt.

Nach Einschätzung  aller karnevalistischen Beobachter wären jedenfalls nach Vorlage der letzten jetzt noch fehlenden Unterlagen dann in der kommenden Woche alle Auflagen hinreichend erfüllt.

In der kommenden Woche findet am Donnerstag die Zugbesprechung des HDK (Hauptauschuss für den Duisburger Karneval) mit allen Zugbeteiligten des Rosenmontagszug statt (Do. 10.02.2011, 19:30 Uhr, Hotel Montan, DU-Hamborn). Hier wird es dann für alle Beteiligten durch den Zugleiter Thomas Erlacher sowie den Präsidenten Bodo Malsch eine Einweisung u.a. in die ganzen Änderungen geben.

Ob vor diesem Termin der zuständige Ausschuß für Großveranstaltungen noch einmal tagt um die Genehmigung zu erteilen – oder erst in den Tagen nach dieser Besprechung ist noch nicht bekannt. Ebenfalls ist unbekannt ob Mitglieder des Ausschusses u.U. an der HDK-Sitzung teilnehmen werden um Fragen zu beantworten

Sollte die Stadt Duisburg jedoch die traditionellen Duisburger Karnevalsumzüge in der City und Serm nicht genehmigen, wäre dies aber sicher auch das Ende des Duisburger Straßenkarnevals. Getroffen würden dann erneut Unschuldige die unter den Konsequenzen der Handlungsunfähigkeit der Stadt Duisburg leiden – Kinder und Pfleger des karnevalistischen Brauchtums.

Spannend ist in den noch verbleibenden vier Wochen der Session die Frage ob es am Rosenmontag das durch den Oberbürgermeister(in) traditionell ausgerichtete Prinzenfrüstück im Rathaus geben wird und ob Duisburgs Karnevalisten überhaupt zu diesem Termin nach diesem Spießrutenlauf  gehen wollen und werden.

Das Duisburgs OB A. Sauerland am Rosenmontagszug in diesem Jahr aktiv als Teilnehmer wie in den letzten Jahren antritt darf bezweifelt werden da er bis jetzt zu keinem der primären Großtermine wie Prinzengala, Prinzenkürung oder Prinzenempfang erschien.

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One thought on “Duisburger Karnevalsumzüge vor dem Aus?

  1. Zu: Das Duisburgs OB A. Sauerland am Rosenmontagszug in diesem Jahr aktiv als Teilnehmer wie in den letzten Jahren antritt darf bezweifelt werden da er bis jetzt zu keinem der primären Großtermine wie Prinzengala, Prinzenkürung oder Prinzenempfang erschien.

    Soviel zu dem neuen Imagegewinn des AS.
    Rücksichtnahme auf die Bürgerinnen und Bürger und vor allem das Miteinander sieht anders aus.