Die Linke NRW: Wenn die Mitglieder davon laufen

K Schwabedissen W Zimmermann

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Gestern berichtete Vincent Körner in einem Beitrag auf Lafontaines Linke über den massiven Mitgliederrückgang in Hannover und Bremerhaven. Das es sich bei diesem Phänomen nicht um ein norddeutsches Einzelschicksal handelt, belegt die Email vom 31.1. von Olivia Schwabedissen, die in der Landesgeschäftsstelle für die Mitgliederbetreuung  zuständig ist. Die Mail die xtranews vorliegt, wurde an alle Geschäftsführer und Kreisvorstände verschickt.

hier die Mitgliederzahlen der letzten Woche
(22. – 29.01.2011):

Eintritte: 27
Zugezogen: 1
Austritte: 36

Wegen nicht gezahlter Beiträge aufgehobene
Mitgliedschaften: 16 (Mönchengladbach)

Verstorben: 2
Verzogen: 1

Mitglieder insgesamt: 8686

Austrittsgründe:

– Umgangsformen (1)

– Lager- und Grüppchenbildung bestimmen die politische Arbeit (1)

– Überhebliche Führungsleute (1)

– Mangelnde Basisarbeit (1)

– Kommunismusdebatte (2)

– Einflussnahme von in anderen Parteien gescheiterter Personen auf
den KV Viersen (1)

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One thought on “Die Linke NRW: Wenn die Mitglieder davon laufen

  1. Das ist ja schon mal ein Anfang, das mit der Statistik – die aber wohl den Mitgliedern nicht bekannt werden soll? Wo sind die Statistiken z.B. für 2009 und 2010, für „meinen“ KV Kleve?
    Ich schätze mal, dass hier im Zeitraum April 2009 bis März 2010 50-60 Leute gegangen sind die unter den Rubriken „Umgangsformen“, „Überhebliche Führungsleute“ und…“Gonderismus“ wieder zu finden sein dürften.
    Über die Sache mit den aufzuhebenden Mitgliedschaftten auf Grund nicht gezahlter Beiträge kann ich nur sagen: Da diese Nicht-Beitragszahler Mehrheiten bei Versammlungen wohl darstellen oder ausschlaggebend sind – für die „Führungsleute“ – wird hier nichts getan! Einem Kreisschatzmeister, dann noch aus Oberursel in Hessen, fiel es über Jahre nicht auf, dass er noch nie Beitrag zahlte – die fragwürdigen Reisepesen für die angeblichen Fahrten mit dem Auto von Oberursel nach Kleve wurden innerhalb weniger Stunden bar entnommen; Eigenbeleg…
    Da LaVo, LGS und LSchK immer wieder von den unglaublichen Zuständen informiert wurden, es sich aber nichts änderte und die Kritiker/Nachfrager/Unzufriedenen auch eher hier angegangen denn in ihrem Sinnen nach Aufklärung und Regelung unterstützt werden, ist das eine bedauerliche Abwärtsspirale, die nun wirklich nicht sein muss – aber offenbar soll!?

    Hinzu kommen unendliche Frustration und Ohnmacht der einst engagierten und aktiven Mitglieder. Ob es nun Macho-Verhalten, unendliche Satzungsbrüche oder persönliche Bedrohung ist – es interessiert keinen „da Oben“; ab und zu trinkt man einen Kaffee zusammen und sagt. “ Ja, ja – wir reden mal miteinander…“
    Wer trotz aller Teilnahmeverbote, Bedrohungen, Entrechtungen und Nackenschläge weiterhin das Maul aufmacht, auf Antworten besteht und menschliche wie dem Anspruch der Partei genügende Organisationsstrukturen wünscht – der landet früher oder später vor einer Kommission mit dem an für sich lächerlichen Vorwurf: „Parteischädigend..“
    Im Umkehrschluss sind dann also „bewußter Verzicht auf Einnahmen gegen Stimmen“, „fortgesetzte Entrechtungen von Mitgliedern“, „satzungsbrechende Manipulation“ etc. so etwas wie „Parteifördernd“, oder was?!

    Die KV’s sollen sich selber organisieren – heißt es „von Oben“. Was aber, wenn dem willkürlichen und undemokratsichen Ausfluss einiger weniger Herren Tür und Tor weit offen gehalten wird? Ja – dann gehen weitere; es kommen auch neue. Die lernen zu sehen was mit Anspruch und Realität ist und gehen dann…und es kommen neue…

    Abgesehen davon, dass ich viele wertvolle Mensch, jeder für sich mit einer eigenen Gabe, eigenem Wissen und großer Bereitschaft, habe gehen sehen und dies stets ein Verlust an Beiträgen, Energie und Wissen/ Fähigkeiten war – mal ist dann auch mal Schluss; Menschen kommen nicht automatisch nach wie Mandatsgelder ohne Mandatsträgerbeiträge…