Die Pleitgen-, Pech und Pannenstory

Dr. h.c. Fritz Ferdinand Pleitgen, von seinen Verwandten und Bekannten in Meiderich bestimmt (der große) Fritz, (das kleine) Fritzchen, vielleicht auch schon mal (der exotische) Ferdi genannt, im bereits fortgeschrittenen Alter 12 Jahre Intendant beim WDR, 2007 dann, mit strammen 69 Jahren als Rentner und Aprilscherz zurück in die (un)geliebte Heimat, als nunmehr vorsitzender Geschäftsführer der Gesellschaft Ruhr.2010–Essen für das Ruhrgebiet–Kultur durch Wandel–Wandel durch Kultur (oder wie war das?), ja, tatsächlich, pünktlich zum 1. April vor vier Jahren. Man wollte es kaum glauben, es war tatsächlich wahr!

Der Herr des Ruhrpotts antwortet nicht

Ist ihm bewusst, dass er nicht fehlen darf in dieser Expertise, in dieser Interviewserie, für die sich ein „Placeblog“ gerne hergibt? Irgendeiner muss es schlißelich tun. Also, hallo Herr Dr. Pleitgen, warum wollen Sie diese schönen Interviewfragen nicht beantworten, extra für Sie konzipiert? Weil Sie Ihnen nicht passen, ich weiß.

Fragen, die auf Tatsachen folgen, die so unglaublich sind, dass man geneigt ist sie anzuzweifeln. Fragen, wie diese hier: Noch nie vor der Loveparade 2010 in Duisburg ist eine Großveranstaltung irgendwo auf eingezäuntem Gelände platziert worden, es sei denn es handelte sich um ein Konzert. Dennoch sprechen Sie von einem „erprobten Format“. Was qualifiziert Sie, die Dimension einer Veranstaltung beurteilen zu können? Wussten Sie vor dem 24. Juli wie „die Gäste“ auf das Partygelände kommen und wie lange diese dafür in etwa brauchen werden? Herr Dr. Pleitgen, in der Vorankündigung der Loveparade war die Rede von „der Hauptstadt des elektronischen Beats“. Damit sollten bestimmt nicht nur 250.000 oder 485.000 internationale, Feier freudige Jugendliche angesprochen werden. Spricht man von Hauptstadt, meint man Metropole und meint man Metropole, sind in etwa eine Millionen Menschen gemeint. Oder, wie im Falle Duisburgs, ganze 1,4 Millionen oder mehr. Eine gemeinschaftliche Marketinglüge? Sie sagten in einem WDR-Interview, dass man (= die Stadt Duisburg und ihr noch regierender Oberbürgermeister) sich das schließlich hätte vorher überlegen müssen (= in der Bewerbungsphase der Städte um die Loveparade). Gemeint war die Frage, ob man es eigentlich schafft, eine solche Riesen-Mega-Veranstaltung wie die LoPa austragen zu können.

Dortmund, Essen und vor allem Bochum zeigten aber bereits, dass es eigentlich nicht möglich war, vor allem nicht sicher. In Dortmund wäre es fast zu einer Massenpanik genommen (am Bahnhof bei Regen), in Essen zwei Mal (in einer der vielen deutlich zu engen Einkaufsstraßen in der Innenstadt und am Bahnhof als „zu viele Personen“, also mehr vermutlich als „eingeplant“, schnell weg wollten). Bochum zeigte dann in aller Deutlichkeit: Nein, das geht nicht! Und das nicht nur, weil deren Bahnhof kleiner ist als der von Duisburg. Waren Ihnen diese Zustände nicht bekannt? Oder jene: Herr Dr. Pleitgen, war Ihnen bekannt, dass das „Veranstaltungsgelände“ auch die Rampe und die Tunnel umfasst?

Auch durchaus mal provokant-spekulativ: Die städtische Genehmigung wurde erst am 24.07.2010 (an einem Samstag!) „gezückt“. So, oder so ähnlich könnte es sich zugetragen haben: Adolf Sauerland kommt am Abend des 23. Juli aus Österreich zurück, ruft, sagen wir mal Wolfgang Rabe an, der ihm sagt, dass das Ordnungsamt sich weigert zu genehmigen. Sauerland ruft aufgebracht, vielleicht den Leiter des Ordnungsamtes, Herrn Bölling an, staucht diesen zusammen. Man verabredet sich für den Tag darauf, für Samstag, 8 Uhr 30? Vermutlicher Ort (da EDV, Formulare etc.): Ordnungsamt. Und schon war sie fertig, die Genehmigung! Unterschrieben, wie wir inzwischen wissen, von einem/r „untergeordneten Mitarbeiter/in“. Da Bölling vielleicht das Selbe drohte wie zuvor der Leiterin der Unteren Bauaufsicht und Bauberatung, Frau Geer: die (zeitweise) Versetzung. Methoden wie im Wilden Westen. Was meinen Sie?

Kritisch-politisch: Haben Sie im Vorfeld der LoPa mit der Duisburg Marketing GmbH, also mit deren Geschäftsführern Herrn Gerste und Herrn Janssen zusammen gearbeitet, wie dicht und wie dauerhaft geschah dies? Es ist bekannt, dass (alle ehemalige) NRW Ministerpräsident Rüttgers, Regierungspräsident Büssow, Staatkanzleischef und Staatssekretär Beneke und Kulturstaatssekretär Grosse-Brockhoff nicht nur das Finanzielle regelten. Im Falle Duisburgs hieß das, 800.000 Euro oder mehr der Stadt zu stunden, was, da Haushaltsnotsperre, bedeutet: Betrag heimlich verleihen, zurück zu zahlen von den nicht informierten Steuerzahlern Duisburgs und des Landes NRW. Wir wissen auch, warum das gemacht wurde. Es wurde als enorm wichtig angesehen, die Loveparade in Duisburg durchzuführen, weil das Land NRW im Ruhrgebiet sich innerhalb der europäischen Kulturhauptstadt das ganze Jahr lang feiern will, genannt RUHR.2010. Legale Genehmigungswege, Sicherheitsfragen und Kontrollen sind dabei definitiv „zu kurz“ gekommen, nicht nur auf Länderebene. Und vielleicht ja auch, weil Sie sagten, dass es nicht ginge, wenn auch in diesem Jahr wiederholt die LoPa ausfallen würde?

Ruhr 2010 gesellschaftlich und persönlich aufs Korn genommen: Waren Sie vor dem 24. Juli 2010 jemals auf dem Güterbahnhofgelände, auf der Rampe, in den Tunneln? Sie sagen, Sie kannten den Tunnel nicht. Aber Herr Pleitgen, Sie sind nicht nur Journalist, Sie sind auch in Duisburg aufgewachsen! Falls Sie die Geschichte dieses Todestunnels, der früher mal in ganz Duisburg Gelber Bogen genannt wurde, wirklich nicht kennen sollten, möchte ich Ihnen diesen Link empfehlen: http://www.duisburgweb.de/DU_historisch_heute/gelber%20bogen%20karl%20lehr%20str.html Darf man an solch einem Ort so etwas machen? Wurden auf der Loveparade in Duisburg am 24.07.2010 Mitarbeiter/innen der RUHR.2010 GmbH eingesetzt, um Informationen und Kondome an die Gäste zu verteilen? Und wenn ja, welche Maßnahmen hatten Sie ergriffen, um Ihre Mitarbeiter/innen im Dienst auf einer Fremdveranstaltung keinerlei Gefährdung auszusetzen? Die „Allgemeine Veranstaltungsbeschreibung“ der Loveparade 2010 beinhaltet, gleich in Absatz 2, ein „Leuchtturmprojekt der Kulturhauptstadt RUHR.2010“ zu sein. RUHR.2010 bezeichnet umgekehrt (als Punkt 16) die Loveparade als eines ihrer Jugendprojekte. Was wurde dahingehend beiderseits vertraglich fixiert? Die RUHR.2010 GmbH sieht sich lediglich als Schirmherr. Wollen Sie damit zum Ausdruck bringen, dass deren Geschäftsführer bzw. deren rechtliche Organe keine Kontroll- und Beratungspflichten haben?

Verschwörerisch hinterfragend: Ein wesentlicher, ganzjähriger Programmpunkt waren die Freimaurer des Ruhrgebiets gewesen (http://www.freimaurer-ruhr.de/cms/Artikel.html, http://www.freimaurer-ruhr.de/cms/) Was hat diese Sekte mit Kultur zu tun? Sind Sie oder Ihre Kollegen Freimaurer?


Der Metropolentrick

Marc Oliver Hänig, Pressesprecher und Zensor der Ruhr.2010 GmbH, über dessen PC erst einmal alle Fragen laufen, findet diese Fragen frech und suggestiv, bewundert aber die Hartnäckigkeit mit der diese, in jeweils abgewandelter Form zwei oder drei Mal, im Großherzogtum Essen landen. Seinem Chef vorgelegt aber hatte er sie angeblich trotzdem nicht. Den muss er offensichtlich schonen. Das Herz, der Blutdruck? Oder einfach nur das Alter?

Anstelle eines Fragen-Antwort-Spiels werden die Karten mit dem Namen Stellungnahme von der Referentin der Geschäftsführung, Gisela Geilert auf den hochglanzpolierten Tisch gelegt. So heißt es: Herr Pleitgen (der übrigens kein Freimaurer ist) rät Ihnen kollegial einen großen Teil Ihrer Fragen an sich selbst zu richten. Vornehmste Aufgabe des Journalismus sei es, Missstände und Fehlentwicklungen rechtzeitig aufzudecken. Wenn die Gefahren für die Loveparade so offensichtlich gewesen seien, wie Sie es darstellen, stelle sich die Frage, warum die Bevölkerung nicht rechtzeitig von den Medien (vor allem von den ortskundigen, wie Sie es seien) massiv aufgeklärt wurde. Insofern sei die Mitverantwortung der Medien nicht zu übergehen.

Antwort: Leider waren die Gefahren nicht so offensichtlich, da sich alle tunlichst bemüht hatten eben nicht transparent zu planen.

Zur Sache selbst teilt Herr Pleitgen mit: Dass bei der Loveparade 21 Menschen ums Leben kamen und viele Besucherinnen und Besucher schwere Schäden an Leib und Seele erlitten haben, ist eine nationale Tragödie, die sich wie ein schwerer Schatten nicht nur auf Duisburg, sondern auch auf die Kulturhauptstadt gelegt hat. RUHR.2010 wird das schreckliche Geschehen nicht verdrängen. In der Abschlussveranstaltung am 18. Dezember wird deshalb an die Opfer der Loveparade erinnert.

Antwort: Das war’s dann aber auch schon gewesen.

Die Berichte der Stadt Duisburg an den Landtag weisen aus, dass die Kulturhauptstadt für die Genehmigung der Loveparade keine Rolle gespielt hat. In der Tat gab es keinen Vertrag von Seiten der RUHR.2010 mit den Veranstaltern und keine finanzielle Zuwendung. Demzufolge wurde RUHR.2010 von der Stadt Duisburg, der Polizei und dem Veranstalter nicht an der Planung und Durchführung der Loveparade beteiligt.

Antwort: Man hatte ja auch gründlichst darauf geachtet nichts Schriftliches zu hinterlassen, mündlich reichte schließlich auch.

Wie die Medien und höchstrangige Politiker der jetzigen wie auch der vorherigen Landesregierung hat sich Herr Pleitgen für die Loveparade ausgesprochen. Er war der Meinung, dass jungen Menschen nach den damals von den Medien positiv bewerteten Erfahrungen der Veranstaltungen in Essen und Dortmund ein solches Angebot weiter im Ruhrgebiet, das unter dem Weggang junger Menschen leidet, gemacht werden sollte. Aus diesem Grund ist die Loveparade im Programm der Kulturhauptstadt, ähnlich wie die ExtraSchicht, als autonomes Projekt ohne Vertrag mitgenommen worden. Das hat Herrn Pleitgen nach der Katastrophe vom 24. Juli sofort zu der Erklärung veranlasst, dass er sich moralisch mitverantwortlich fühle. Er steht auch heute dazu und nimmt an, dass auch die anderen Persönlichkeiten, die wie er die Loveparade ebenso wie die Medien befürwortet hatten, das gleiche Gefühl für sich haben. Herr Pleitgen hofft, dass die Medien alles daran setzen, die Bevölkerung über die wahren Abläufe und Zusammenhänge bei der Loveparade aufzuklären und dass die unmittelbar Zuständigen zu ihren Verantwortungen stehen.

Antwort: Klar, dass kein Vertrag gemacht wurde. Dann wäre das Ganze auch nicht so praktisch ganz ohne Verantwortung, ohne Kontrollen und ohne Pflichten, die sich üblicher Weise aus Verträgen ergeben, über die Bühne gegangen. Und es hätte vor allem nicht ausgereicht lediglich eine moralische Verantwortung zu übernehmen!

Und auch diese Fragen stehen nach wie vor im dunstig-nebeligen Raum: Herr Dr. Pleitgen, wussten Sie im Vorfeld davon, dass die Öffentlichkeit hinsichtlich der Besuchererwartungen bei der Loveparade 2010 belogen wurde? Wenn nicht, warum sind Sie davon ausgegangen, dass mehr als eine Millionen Menschen in Ihrer Heimatstadt Duisburg auf einem bis zur letzten Minute schlecht aufbereiteten Brachgelände Platz haben könnten, um dort zu feiern? Es war bekannt, dass dort nur ein Bruchteil Zugang findet.

RUHR.2010 hat mit einem eigenen Link Details zur Durchführung der Loveparade in Duisburg bereitgestellt. Sie sind dafür haftbar und verantwortlich, kannten aber beispielsweise die Zu- und Abführung der Besucher durch einen Tunnel über eine Rampe nicht. Was wissen Sie noch alles über Veranstaltungen nicht, die Sie vertreten und promoten?

Herr Dr. Pleitgen, wie war Ihr persönlicher Kontakt zu Rainer Schaller, Kersten Sattler und Stephan Sasse vor, während und nach der Loveparade? Haben Sie niemals die Qualifikation Herrn Schallers und seiner Crew angezweifelt?

Die Eröffnung von RUHR.2010 verlief unter den Witterungsbedingungen von Sturmtief Daisy. „Die Rechnung ist haarscharf aufgegangen“, sagten Sie. Sie wollten Bilder und sind hier ein Risiko eingegangen, das andere traf. Warum?

Sie äußern im Nachhinein, die Presse habe Blog-Einträge, die das Geschehene quasi prophetisch vorausgesagt haben, nicht aufgegriffen. Sie selbst sind Journalist. Wollen Sie damit etwas entschuldigen? Hätte die Presse vorab ein anderes Urteil über die Machbarkeit der Loveparade in Duisburg liefern müssen? Ist das Ihre Instanz? Können Sie selbst erst agieren, wenn Zeitungen Ihnen sagen, was richtig und was falsch ist?

Herr Dr. Pleitgen, blicken wir etwas länger zurück, findet sich ein Zitat von Ihnen aus dem Jahr 2007: „Ich freue mich, dass die RUHR 2010 durch Prof. Dieter Gorny mitgewirkt hat, die Loveparade an die Ruhr zu holen.“ Prof. Gorny selbst bekräftigt 2008 erneut, als Institution habe man einen besonderen Beitrag für das Techno-Event im Revier geleistet: „Die Kulturhauptstadt Europas war ein wichtiger Wegbereiter für die Loveparade in der Metropole Ruhr. Nach dem 24.07.2010 sagen Sie nun in der Öffentlichkeit beispielsweise, das „Projekt“ sei „angeboten“ worden, man habe das „mitgenommen“, sei organisatorisch und finanziell nicht beteiligt gewesen. Kein Widerspruch?

Welche konkreten Funktionen nahm die RUHR.2010 GmbH im Bewerbungsverfahren und danach im Zusammenhang mit der „Loveparade 2007-2011 Metropole Ruhr“ wahr?

Hat Herr Prof. Dieter Gorny, wie er am 27.01.2010 über die BILD-Zeitung öffentlich ankündigte, dabei geholfen, Sponsoren- und Fördergelder für die Loveparade einzuwerben? Stimmt das nicht, oder hat er tatsächlich seine Arbeitskraft für die Finanzierung der Loveparade 2010 eingesetzt?

Am 17.06.2010 hat Herr Prof. Dr. Oliver Scheytt für RUHR.2010 an einer Pressekonferenz der Loveparade teilgenommen. Auf Nachfrage der Journalisten wurde klar, dass Veranstalter Rainer Schaller von 1.000.000 Teilnehmern „vor Ort“ sprach, die auf dem vorgesehenen Gelände am Alten Güterbahnhof jedoch keinen Platz gefunden hätten. RUHR.2010 hat für etwas geworben, das nicht und niemals möglich war!

Herr Dr. Pleitgen, am 24.07.2010, noch um 17.31 Uhr, war Prof. Dieter Gorny mit Oliver Pocher und Adolf Sauerland für Medienarbeit präsent. Der WDR hatte bereits ein Interview mit Rainer Schaller gesendet, das in Wort und Bild chaotische Zustände beschrieb und zeigte, während nach heutigem Kenntnisstand Menschen starben. Wie ist das möglich?

Sie hatten während der Katastrophe Zugang zum Krisenstab. Eigentlich hatten Sie dort nichts zu suchen. Warum waren Sie dennoch dabei? Sie sagen, dass Sie „keine Aufgaben und Befugnisse“ im Krisenstab gehabt hätten. Sie waren zwar da, aber für nichts zuständig, also nur ein Schaulustiger?

Herr Dr. Pleitgen, am 22.09.2010 standen Sie mit anderen aufgrund eines Projekts der RUHR.2010, das aus Sicherheitsgründen erheblich abgespeckt worden war, in der City Duisburg. „Tanzt in der Stadt“ war auf Plakaten dieser Aktion zu lesen. Wie geht das? Menschen, die in Duisburg tanzen wollten, mussten deshalb knapp zwei Monate zuvor sterben.

„Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis. Das Unbeschreibliche, hier ist´s getan“. Goethe konnte nicht wissen, dass Sie dazu einmal Hinterbliebene einladen (zur „Sinfonie der Tausend“ von Gustav Mahler nach Duisburg-Meiderich, Anm.d.Red.), deren Angehörige, Freunde und Verwandte zerquetscht wurden. Woher nehmen Sie, das tun zu dürfen?

In einem Kommentar auf derwesten.de heißt es: Blut klebt nun an der „Kultur an der Ruhr“. Kultur an der Ruhr in Anführungsstrichen. Da wird offensichtlich eine Teilschuld und eine Mitverantwortung Ihrerseits gesehen. Berührt Sie das?

Wie viele Besucher meldeten Sie der Europäischen Kulturkommission in Brüssel? Wie viele hätten Sie gemeldet, wenn alles gut gegangen und die riesige Marketinglüge nicht aufgefallen wäre, 1,4 Millionen, mehr? Stand es vielleicht doch schon im Vorfeld fest, eine Millionen Besucher anzugeben, um auf Platz 1 der Kulturhauptstädte zu gelangen?

Wie lange im Voraus stand es fest Brüssel eine Millionen Besucher zu melden, um so die Top 1 aller Kulturhauptstädte ever zu werden? Wo kommen all die Kulturtouristen her, tingelte mal hin und her zwischen Istanbul, Essen etc. und Pèsc?

Auch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Metropole Ruhr wollte die Loveparades im Ruhrgebiet haben, vor allem die diesjährige in Duisburg. Wie abhängig ist man von einander?

Weiß jemand auf diese frechen Fragen eine Antwort? Ich bin mit meinem Latein nämlich am Ende.

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25 thoughts on “Die Pleitgen-, Pech und Pannenstory

  1. Hallo Antonia Colloni,

    zu: „Ruhr 2010 gesellschaftlich und persönlich aufs Korn genommen: Waren Sie vor dem 24. Juli 2010 jemals auf dem Güterbahnhofgelände, auf der Rampe, in den Tunneln? Sie sagen, Sie kannten den Tunnel nicht. Aber Herr Pleitgen, Sie sind nicht nur Journalist, Sie sind auch in Duisburg aufgewachsen! Falls Sie die Geschichte dieses Todestunnels, der früher mal in ganz Duisburg Gelber Bogen genannt wurde, wirklich nicht kennen sollten, möchte ich Ihnen diesen Link empfehlen: http://www.duisburgweb.de/DU_historisch_heute/gelber%20bogen%20karl%20lehr%20str.html Darf man an solch einem Ort so etwas machen? “

    siehe:

    „Duisburg im August 2010 – Die Ereignisse beim Unglück der Loveparade haben den Vorsitzenden der ZEITZEUGENBÖRSE DUISBURG, Harald Molder, an ein historisches Unglück am gleichen Ort erinnert, über das zwei Zeitzeugen ihm vor einigen Jahren eindrucksvoll berichtet haben.“

    Ohne das Unglück wären die Ereignisse in der Bombennacht im Oktober 1944 am/im gelben sicher weiter in Vergessenheit geblieben. Zwar sind auch mir seit Beginn der 1970er Jahren die Türen in den Tunnelwänden bekannt, aber deren Bedeutung sind mir erst durch das Unglück auf Loveparade und meiner anschließenden Medienanalyse bekannt geworden. Daher halte ich diesen Aspekt eher bei Fragen der Gedenkstätte für wichtig, aber nicht unbedingt für das eigentliche Genehmigungsverfahren.

    Zum Artikel insgesamt: Ich schätze Ihr Engagement einen Beitrag zur Aufarbeitung der Loveparade beitragen zu wollen und daher lese ich Ihre Artikel/Interviews mit großer Aufmerksamkeit.

    Richtig ist, daß sehr viele Menschen in Duisburg, im Ruhrgebiet, im Land und im Bund für die Loveparade waren. Dies entbindet eine Stadt aber nicht vor einer gewissenhaften Planung und Durchführung einer Veranstaltung. Zudem entbindet dies die Kommune und die Genehmigungsbehörden nicht, Anträge gewissenhaft zu prüfen und dann die Genehmigungen zu erteilen.

    Das „kommunale Selbstverwaltungsrecht“ ist ein hohes Gut und in unserer Verfassung verankert – http://dejure.org/gesetze/GG/28.html – . Aus diesem kommunalen Selbstverwaltungsrecht ergibt sich aber auch die Pflicht zur kommunalen Selbstverwaltung und der damit verbundenen Verantwortung.

    Der „politische Wille“ kann und darf sich nie über die geltenden Bundes- und/oder Landesgesetze hinweg setzen.

    Aus diesem Grund müsste zunächst die Hauptfrage geklärt werden, ob die Loveparade überhaupt genehmigungsfähig war. Hier bestehen aber m.E. schon berechtigten Zweifel.

    Die „politische“ Verantwortung für das Genehmigungsverfahren liegt beim Oberbürgermeister Herr Adolf Sauerland. Dies sieht die GO-NRW so vor. Den Oberstadtdirektor gibt es seit wenigen Jahrzehnten nicht mehr. Der hauptamtliche Oberbürgermeister ist Vorsitzender des Rates und gleichzeitig der Chef der Verwaltung.

    Ob Herr Pleitgen und/oder das Land/der Bund für die Loveparade war, ist allenfalls in der politischen Auseinandersetzung interessant. Diese Fokussierung auf den „(kultur-)politischen Aspekt“ lenkt aber von dem Genehmigungsverfahren ab.

    Ohne die Genehmigung der Loveparade wäre das Unglück nicht geschehen. Bochum hat in dieser Hinsicht vorbildlich und verantwortungsbewusst gehandelt. Dies kann von Duisburg eben nicht gesagt werden.

    Siehe auch: „Henning Ernst Müller’s blog: Love Parade-Unglück – zwei Monate nach den tragischen Ereignissen – im Internet weitgehend aufgeklärt
    http://blog.beck.de/2010/09/23/love-parade-unglueck-zwei-monate-nach-den-tragischen-ereignissen-im-internet-weitgehend-aufgeklaert

    MfG

    HeinzK.

  2. Diese Parade der selbstgerechten Spiegelfechterargumente kommt mindestens 6 Monate und 20 Tage zu spät. Die meisten dieser „Fragen“ können sich grade die besserwisserischen Wutbürger hier selber stellen denn der Veranstaltungsort war vorher bestens publiziert.

    Trotzdem fand sich in der gesamten Medien- und Blogwelt keine einzige konkrete Stimme dagegen, nur ein einzelner Nutzer-Kommentar bei derwesten.de sprach die Gefahr an, aber der ging natürlich von den öffentlich um’s 4-8fache aufgebauschten Besucherzahlen aus.

    Wie soll man Euch noch ernst nehmen, wenn Ihr Pleitgen, der eindeutig nicht zum Kreis der direkt Planungsbeteiligten zählte, in derart aggressiver und ausschweifender Form angreift?

    • Hallo nobull,

      Zu: „Trotzdem fand sich in der gesamten Medien- und Blogwelt keine einzige konkrete Stimme dagegen, nur ein einzelner Nutzer-Kommentar bei derwesten.de sprach die Gefahr an, aber der ging natürlich von den öffentlich um’s 4-8fache aufgebauschten Besucherzahlen aus.“

      Es hat im Vorfeld Vorwarnungen und Sicherheitswarnungen (z.B. Feuerwehr und Polizei) gegeben. Allerdings wurden diese ignoriert, weil die Loveparade in Duisburg stattfinden sollte. Zudem wurden kritische Fragen zum Planungsverfahren gar nicht oder nur ausweichend beantwortet.

      In den Medien konzentrierten sich nach dem Unglück zwar nunmehr alle auf den Artikel aus „DerWesten“:

      „Techno-Event : Loveparade wird zum Tanz auf dem Drahtseil“ (20.07.2010, Ingmar Kreienbrink)

      http://www.derwesten.de/kultur/musik-und-konzerte/loveparade/Loveparade-wird-zum-Tanz-auf-dem-Drahtseil-id3293127.html

      aber dies war nicht die einzige kritische Stimme.

      Siehe auch:

      „NDR Fernsehen – 28.07.2010 23:05 Uhr – Loveparade: Unterschätzte Warnungen, dreistes Schweigen“

      http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/medien_politik_wirtschaft/loveparade122.html

      Dreh- und Angelpunkt bei dem Unglück bleibt aber der Tunnel/die Rampe. In „BILD“ ist bezüglich der Zu- und Abgänge eine Graphik veröffentlicht worden – siehe http://www.bild.de/BILD/news/2010/07/28/loveparade-planung-0/veranstalter-plante-fuer-485000-besucher.html .

      Vergleicht man/frau die Zahlen genau, dann sollten planerisch bis zu 135.000 (Zugang: 90.000/Abgang: 55.000 Personen – um 17:00 bis 18:00) in beiden Richtungen durch den Tunnel „gepreßt“ werden.

      Es wurde zudem in Kauf genommen, daß sich vor den Vereinzelungsanlagen lange Warteschlangen bildeten. Die Zahlen bezüglich der Anzahl der Personen, die gefahrlos durch den Tunnel in eine Richtung geschleust werden können, schwanken zwischen 20.000 bis 60.000 Personen. Diese Zahlen müssen halbiert werden, wenn der Tunnel auch als Abgang benutzt werden soll.

      Die „gepuschten“ Zahlen müssen m.E. zudem ebenfalls der Genehmigungsbehörde angelastet werden. Ich finde es eine Frechheit, wenn die Bevölkerung offensichtlich angelogen wird, nur damit Lopavent und der Oberbürgermeister Herr Adolf Sauerland sich in der Öffentlichkeit als „die Macher“ darstellen können. Kritik an der Loveparade kam in Duisburg im Vorfeld einer „Majestätsbeleidigung“ und wurden daher systematisch niedergebügelt oder ins lächerliche gezogen.

      Siehe: Wer ist Adolf Sauerland? – Aktuelle Stunde – WDR Fernsehen
      – Sendung vom: 27.07.2010 – http://www.einslive.de/medien/html/1live/2010/07/27/aktuelle-stunde-loveparade-adolf-sauerland.xml

      Zustimmung allerdings zur Kritik an der Kritik an Fritz Pleitgen, die auch mir im Artikel zum Teil zu unsachlich war.

      MfG

      HeinzK.

  3. gegen- mies-macher Mo, 17 Jan 2011 at 20:02:59 -

    Oh no, Mr.“mies“-Macher … BESTER Artikel EVER … journalistisch, sprachlich … und vor allem menschlich!!!

  4. BILD – news-ticker

    Montag, 17. Januar 2011, 18:58 Uhr

    Loveparade-Ermittlungen vor dem Ende

    Essen – Die Ermittlungen zur Loveparade-Katastrophe stehen nach Informationen der Zeitungen der WAZ-Gruppe vor dem Abschluss. „Ein Ende zeichnet sich ab. Das Bild wird immer schärfer”, sagte Rolf Haferkamp, Sprecher der Duisburger Staatsanwaltschaft. Parallel laufen erste Gespräche zwischen der die Opfer vertretenden Düsseldorfer Anwaltskanzlei Baum, dem Loveparade-Veranstalter Lopavent, der Stadt Duisburg und dem Land NRW über eine Entschädigung. Duisburgs OB Sauerland sei „eine von zig Personen, bei denen eine Verantwortlichkeit geprüft wird”, so Haferkamp. Es werde „gegen niemanden speziell, sondern gegen unbekannt ermittelt.”

    http://www.bild.de/BILD/news/telegramm/news-ticker,rendertext=15534898.html

  5. Anti-Intriganti Di, 18 Jan 2011 at 01:55:54 -

    FREIMAURER, Ja – und was soll die „verschwörerisch“ saublöde Bemerkung mit den Freimaureren am Ende des 1. Hauptabschittes ?

    Wenn S i e ein wenig mehr Bildung hätten und bspw. einen VORTRAG der Freimaurer im Rahmen der Duisburger „Kulturwochen“ besucht hätten,
    — ich weiß ja nicht was Sie für einen KULTURbegriff haben, das ist in Deutschland allerdings zunehmend schwierig —
    dann wüßten Sie, was diese zB. mit der – lt. Lexikon – „PFLEGE des geistigen“ und philosophischen GEDANKENGUTES zu tun haben.

    Für manche ist „Kultur“ allerdings nur Musik und Kunst, vielleicht noch Architektur oder irgendetwas des guten Geschmacks; über den sich bekanntlich streiten lässt.

    Kultur-en waren ansich deutsch eher Biologisches, wie die gepflegte Anlage von Pflanzen, und überschneidet sich inhaltlich mit dem Begriff der ZUCHT und menschlicher Ordnung. – Aber da dies jedoch OUT ist samt der „Nation“ mit deren -Ismus man das früher verband, tümelt der Kulturbegriff aus seiner im 19. Jhdt. chauvinistischen gegen den Westen und seine Zivilisation gerichtet altdeutschen Bestimmtheit, in der er zudem vor der Mode des Rasse-Begriffes dessen Bedeutung erlangt hatte, lustig weiter .
    Wieso wird er denn heute dermaßen so nebelhaft wie inflationär verbreitet, geht es doch dabei logischerweise zunächst n i c h t um Ess-Kultur, Feier-Kultur, christliche Kultur . . . ? Denn die sind ja nicht umsonst zusammengesetze Begriffe, und so geht es eigentlich auch
    n i c h t um RUHRGEBIETS-KULTUR, das hieße ja die Pflege von etwas Bestehendem, Gewachsenem und Eigenem, – was natürlich in vielen Einzelheiten mitspielen durfte. – Doch die Feier und dann noch mit dem Maximum „Hauptstadt“ an sich ?!

    Unabhängig davon, wie weit sich Akteure wie Leuchtturm-Pleitgen oder ander OBerSau(b)erländer dessen bewußt sind, – ist Ihnen nicht auch schon mal zT. v o r der ganzjährigen K-Kampgne aufgefallen, mit welcher Penetranz uns von politischen und Medien-Instituten ( WDR !) immer wieder die Annahme einer vordergründig bunten, unbestimmt neuen aber über-regionalen Identität in Verbindung mit dem strapazierten Begriff der Kultur regelrecht eingebläut wird, was nicht besser geht, als mit Festen und Eigenbeteiligung !

    Meines vielleicht noch nicht ganz kompletten Eindrucks nach, ging und geht es um die Einübung einer zwar verlockend bunten aber wertemäßig unterscheidungslosen Multi-Kultur, die aus vielen persönlichen Erfahrungen und kritischer Literatur auch vor Sarrazin Buch nicht zu Unrecht schon etwas in Verruf geraten war.
    – Vielleicht können uns die Ruhrgebieter Freimaurer dazu Auskunft geben, die – wie ich auf der damaligen Veranstaltung erleben konnte – nach unserem Philosophen KANT noch klar zu unterscheiden wissen, was die Grundlagen unserer Republik n i c h t ausmacht und was noch.

    Nach dem ursprünglichen Kultur-Begriff, dem nach Kants, Kultur alles ausmacht, was die Menschheit vom Reich der Mikroben, Flora und Fauna unterscheidet, hat nämlich auch jeder Menschfresser Kultur.

  6. Antonia Colloni Di, 18 Jan 2011 at 09:30:23 -

    Anti Intigranti,

    Zeugen Jehowas, Scientologen u.a. bewahren die auch Kultur? Wenn schlussendlich alles Kultur ist, was uns umgibt und was wir uns geben, dann könnte das Auswahlverfahren auf die jeweilige(n) Kulturhauptsta(ä)dt(e) doch eigentlich wesentlich simpler verlaufen. Dann wären einfach alle mal an der Reihe. Bewerbungen nicht mehr nötig. Ich denke aber, dass die Vertreter der Ruhr.2010 damit zum Ausdruck haben wollen, dass die Freimaurer, in dem Fall die des Ruhrgebietes, die Kulturlandschaft mit prägen. Genau diesem aber, möchte ich, bevor ich es anzweifle, nachgehen. Wenn da was dran sein sollte, dass etliche Unternehmer, Politiker, Akademiker, Gelehrte u.a. sich diesen Organisitionen angeschlossen haben dann gilt es m.M.n. herauszufinden weshalb bzw. wozu.

  7. Antonia Colloni Di, 18 Jan 2011 at 09:40:03 -

    P.S.

    Ich zitiere Anti-Intigranti: „Unabhängig davon, wie weit sich Akteure wie Leuchtturm-Pleitgen oder ander OBerSau(b)erländer dessen bewußt sind, – ist Ihnen nicht auch schon mal zT. v o r der ganzjährigen K-Kampgne aufgefallen, mit welcher Penetranz uns von politischen und Medien-Instituten ( WDR !) immer wieder die Annahme einer vordergründig bunten, unbestimmt neuen aber über-regionalen Identität in Verbindung mit dem strapazierten Begriff der Kultur regelrecht eingebläut wird, was nicht besser geht, als mit Festen und Eigenbeteiligung !“

    Ja, ist mir. Woraus ich lese: Ihr seid toll, Ihr könnt mehr, Ihr habt das Zeug zur „Ruhrstadt“! Denn genau darum geht es „denen da oben“. Kultur daher vielleicht bald nicht mehr in Duisburg, sondern in Essen, Bottrop, Castrop Rauxel oder nirgends mehr in der „Ruhrstadt“, da es hier in 10, 20 Jahren vielleicht nur noch Einkaufszentren, Technologie und Wissenschaft geben wird, heißt Multi-Center-Betreiber, Physiker, Verkehrs-, Stau-, Panik-, Katastrophenforscher u.a.

  8. FREIMAURER sind KEINE Sekte oder verschwörierische Gruppierung. Ich selber bin KEIN Freimaurer, kenne mich aber zutiefst mit dem Thema aus.

    Freimaurerei ist ein Art Männerbund (heutzutage gibt es auch reine Frauen- und Gemischt-Bunde), der sich – zumindest in Deutschland – nicht in politische oder ähnliche Themen einmischt. In z.B. Frankreich sieht das z.T. anders aus, da es hier die Logen des „Grand Orient“ gibt, die politische Statements abgeben und hier auch aktiv in der Politik vertreten sind.

    In der Freimaurer gibt es die 3 großen Schritte
    1. „Schau in Dich“ – also (ver-)bessere Dich selbst durch das Erkennen seiner selbst.
    2. „Schau um Dich“ – also (ver-)bessere Dich selbst um positiv auf das Umfeld zu wirken.
    3. „Schau über Dich“ geht dann auf das tiefe seelische und Fragen zum Thema Religion, Glaube, usw. Was nicht heißt, das es eine Religion ist!!!
    Also gilt es immer nur, das sich derjenige, der Freimaurer ist, ändert.

    Dass die Logen sich in der Kulturlandschaft (nicht nur Duisburg) betätigen liegt u.a. daran, das diese oft durch Kulturveranstaltungen und Spendenaktionen diverse Kultur-, Sport- und Wohltätigkeitsvereine (Hilfsaktionen) Sponsoren.

    Bitte beschäftigt Euch mehr mit einem Thema, wenn Ihr etwas darüber sagt.

    • Antonia Colloni Mi, 19 Jan 2011 at 09:50:13 -

      LaVerite,

      Danke für den Hinweis, dass die Freimaurerlogen des Ruhrgebietes Ruhr.2010 mit gesponsort hatten. Deren Kulturbeitrag also eine Danksagung.

      Aber, wehrte/r Leser/in, sind Sie sicher, dass sich nicht auch in Deutschland Freimaurer unter den „Bilderbergern“ tummeln? Denn vielleicht existiert ja doch eine Einflussnahme auf Politik und Wirtschaft, wenn auch inoffiziell.
      Und was in Frankreich der Grand Orient ist in Italien Propagande 2. Und wir wissen, dass Italien vor allem in Duisburg ist, die hier Ndrangheta heißt.

      Sie kennen die Symbole der Freimaurer nehme ich an und kennen das Duisburger Rathaus? Dort kann man zwei Hände finden, die einander reichen.
      Am linken Durchgang, aus Stein. Offizielle Bedeutung: freundschaftliche Städtepartnerschaft zwischen Duisburg und ich hab’s gerade nicht parat. Inoffiziell: ein Bekenntnis zur Logenzugehörigkeit und so ein sichtbares Zeichen freimaurerischer Gesinnung vielleicht?

      Bleiben wir wachsam!

      Antonia Colloni

  9. Anti-Intriganti Do, 20 Jan 2011 at 08:15:08 -

    Interessant, – wenn es also lt. Automatik hier „danach aussieht, daß ich das schonmal gepostet habe“, – warum erscheint dann der „doppelte“ Text nicht ?!

    Eine Sonderprüfung ??

  10. Anti-Intriganti Do, 20 Jan 2011 at 08:24:11 -

    GEBELOCKT ? Hallo Frau Colloni, anscheinend sind Postings mit Islamwarnungen oder „Freimaurer“ oder …. geblockt : – Eine längere Darlegung geht nicht mehr

  11. Anti-Intriganti Do, 20 Jan 2011 at 08:25:30 -

    – Ja und was beunruhigt Sie an FREIMAUREREN so sehr ? Sagen Sie es doch endlich ? Ich könnte Ihnen gerne mein Buch über sie leihen „Die Logen der Freimaurer; Einfluss, Macht, Verschwiegenheit“

    Und, wenn Sie jetzt mal den Begriff KULTUR etwas differnzierter verwendeten, was verstehen SIE nun – nach meinen Ausführungen auch über den Beitrag der Freimaurer an der Pflege geistiger Güter (s.o.) — unter
    K U L T U R L A N D S C H A F T ??

    Es geht nicht (nur) um „die da oben“ – das wäre ja nun wirklich nichts Neues, ein bisschen Brot und Spiele für den plebs, – war doch schön BUNT, oder ?

    Nein es geht um Veränderungen, vielleicht ist den Akteuren selbst nicht so recht klar wohin. Was mir zumindest habwegs klar ist, hab ich gesagt:
    – Es geht um ( Werte-) gleichmacherischen Kulturalismus = Multi-Kultur = die allein-herrschen sollende Ideologie, mit der zum Schaden von Freistaat (Republik) und Freiheitsrechten die politisch organisierte, kollektive Islammacht hier hereingezogen wird. – Wo findet der „Christ“- OB Trost ?!

    D. h. die MACHT des Islam mit seinen verfassungsfeindlichen Organisationen wird integriert – geschätzt ein 10 – 20fache so starkes antisemitisch-antidemokratisches Potential im Vergl. zur NPD – : Integriert wird so NICHT das moslemische Individuum in die republikanische Demokratie !

    Deshalb schrie doch Erdogan „Assimilierung ( = Angleichung) ist ein Menschheitsverbrechen“ vor zigtausenden in Köln, deshalb schweigen doch fast alle Politiker und Berufslinken, wenn in DU , in Paris und woanders in D und EU von türkischen Rechtsextremisten und Erdogan oder seinem Ziehvater Erbakan deutsch- oder papstfeindlich gehetzt wird und von der Weltmacht gepredigt wird . . . . Dabei die
    (neue-) P i p e l i n e-NABUCCO-Konzerne wie RWE in ihrem Rücken, Genscher für die Türkei-EU-Aufnahme und letztens auch hier groß und breit propagiert von CDU-Polenz und seinem milchgesichtigen Theologie(!)-Zögling, der hier mit einer unglaublichen Gedanken- und Logikverbiegung Propaganda für ein gutes Zusammenpassen von Grundgesetz bzw. Christentum und Islam predigte und andere Verücktheiten mehr – . . . .
    – – während die Islamverbandsfunktionäre vor ihren eigenen Schäfchen EHRLICHERWEISE genau das Gegenteil tun ( s. meine Zitatensammlung unter dem Polenz- bzw. JU-Warendorf-Artikel, – hier nur 🙂
    „Die Demokratie ist dem Islam fremd“ Ay. Köhler, Exvors. Moslem-„Zentralrat“
    „Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Gläubigen die Armeen …;
    „Die Demokratie,ist nur der Zug auf den wir aufspringen, bis wir am Ziel sind“;
    „Es gibt keinen moderaten Islam, .., das ist eine Beleidigung,..“
    „… mein Freund AchmadiNedschat …“ türk. PM Erdogan
    „Die Türkei ist unser Trojanisches Pferd..“ Ghaddafi
    „Scharia und GG sind miteinander vereinbar“, Mazyek,FDP,Moslem-„Zentralrat“

    Und die Betreffenden führen uns mit ihrer Pipeline nicht nur in eine n e u e Energie= politische Abhängigkeit, bremsen mit solchen GIGANT-PROJEKTEN die dringend notwendige energietechnologisch-revolutionäre UMRÜSTUNG –
    – das sollen die Kleineren machen, egal wie aufwendig ! – sie riskieren bewußt eine neue geistige VERSKLAVUNG, wie sie vertraglich schon unter deutsch-französischer Führung nach dem Öl-Embargo mit den EURABIA-/EWG-Verträgen ( s. Bat Ye’or Dokumemtation ) vorgezeichnet wurde und mit http://www.EUROMED weiter ausgebaut wurde.
    – Die seit Anfg. 2010, längst vor Sarrazins Buch, zugenommene Hetze gegen verschiedene Islamkritiker sowie proislamische Verdummung gehört auch dazu, und könne dabei auch noch die Linksextremisten mit ins Boot nehmen, weil das in deren antiwestliche Ideologie passt . . .

    Den (echten) Freimaurern dürfte das eigentlich auch nicht ganz recht sein, – es sei denn, es sind Monopolfunktionäre oder Finanzoligarchen.
    Guten Morgen

  12. Antonia Colloni Do, 20 Jan 2011 at 09:12:45 -

    Lieber Anti-Intigranti,

    nur um auf einiges zu antworten:
    – OB Sauerland findet Trost beim Fastenbecher, daher die Wampe
    – an den Freimaurern beunruhigend finde ich italienische Verhältnisse (Propaganda 3, Grand Orient, und die Schnittmenge mit den Bilderbergern – jegliche Art von mächtigen Geheimorganisationen, die sich in Politik-, Wirtschafts-, Justiz-, Polizeiangelegenheiten einmischen, denn die haben in Demokratien nichts zu suchen)
    – Veränderungen muessen nicht zwangsläufig gut sein, so will ich wissen, was mit „Wandel“ gemeint ist und wer diesen diktiert
    – ich verstehe „Multikulti'“ als Bereicherung und nicht als Gleichmacherei. Diese Versuche gab es in Deutschland vor 70 Jahren, da war es die Volksgemeinschaft
    – ich verstehe nicht alles, was sie sagen, aber ich bin dagegen, dass Milli Görüs in Deutschland tagen duerfen. Da sie es als verfassungs- und demokratiefeindliche Organisation in Duisburg tun durften, zeigt mir, dass die gut bezahlt haben. Diese Einnahme floss bestimmt nicht in die Haushaltskasse.
    – ich halte nichts von Religionen, ich kann auch ohne gut und lieb sein, glauben und hoffen und mich um meine Nächsten kümmern

  13. Anti-Intriganti Do, 20 Jan 2011 at 10:35:01 -

    Es gibt unterschiedliche Freimaurer.
    Bei Multikulti – verzärtelte Form – gebietet nicht das Empfinden die Wahrheit, sondern Analyse.
    Zum Missverstehen des Kultur-Begriffes hatte ich doch schon einiges gesagt, – es geht um die ideologie, die letztlich unsere, die Zivilisation verneint;
    nicht um Pizza, Pasta, Paella, Pommes plus Salza und Weltmusik !
    ( oder sol ich jetzt beteuern, wie toll es schon vor 30 Jahren war, mit Marrokanern Musik zu machen, mit Afrikaner dies und mit Kubanischer Musik jenes ?! )
    Und der Islam, unamhängig vom Wollen und Meinen einzelner Moslems, ist mit VIELFALT und Freiheit und Menschenwürde UNVEREINBAR, – aus seiner gelehrten und wort-wörtlich zu befolgenden frauenfeindlichen Clan-Kollektivkultur Machtdoktrin ! Lesen Sie von den modernen ( Ex-)Moslems oder auf YouTube hören Sie die arabische Psychologin Dr. Wafa … , lesen Sie Professor Bassam Tibi, – alles Moslems und Exmoslems, die unsere OBerSauerländer und Pseudoliberalen und Pseudokommunisten verdrängen, ignorieren oder verleumden. Und halten sich lieber an Thilo Sarrazin, weil sie sich da in sein Zahlenwerk und Gen-Argumente hereinfressen können, selbst wenn se nix gelesen haben; habe das erlebt, – wie bekloppt zB auf der „Interkulturella“ in Duisburg.
    Das war wie bei DES KAISERS NEUE KLEIDER !
    – Und Sarrazin, nicht so ein kleiner Arsch, rief „Aber er hat doch garnichts an!“
    D a s konnten auch die Möchtegerngroßen, die Antirassismusblockwarte und die Mittelprächtigen ihm nicht verzeihen … und Sarrazin schwebt(e) wie ein böser Geist über ihnen. Sie wollten ihm keine Referenz erweisen, aber wie bessen ununterbrochen von ihm reden . . . Die Interkulturelisten !!

    Sie kennen die Story BIEDERMANN UND BRANDSTIFTER ?!
    Ein andermal mehr – und bitte vorher nochmal über die Bereicherung nachdenken und etwas dazu lesen !

  14. Zum Verfasser und seinen hanbüchenen Behauptungen über die Freimaurerei kann ich nur eines sagen: Sie haben zwar keine Ahnung über die Freimaurerei – aber Hauptsache Sie haben eine Meinung!

  15. Ich verstehe echt nicht, warum über Freimaurer so geheimnisvoll getuschelt wird. In Mannheim wird seid Jahren das Logenhaus in L9,9 (das ist kein Geheimcode, sondern die Adresse in der Quadratestadt) geöffnet, wenn die Lange Nacht der Museen ist. Jede Loge führt öffentliche Veranstaltungen und Infoabende durch.
    Geht doch einfach mal hin und redet mit den Leuten, anstatt hier internettiges Halbwissen zu verbreiten. Es hilft auch schon, sich die Webseite der Alten Freien und Angenommenen Maurer anzusehen:
    http://freimaurerei.de/
    beste Grüße,
    Gereon
    (Ja, ich bin einer)

  16. Anti-Intriganti Fr, 21 Jan 2011 at 07:59:39 -

    Bin KEIN FREIMAURER. – Doch die internationale antisemitische, islampolitische und antiamerikanische Propaganda – und als Sonderform auch eine USamerikanische Variante nicht nur seitens des KuKluxKlans, auch McVaighn – daben das Megamassaker des 11. September zum Anlass genommen, eine aktualisierte Variante der WELTVERSCHWÖRUNGS-Propaganda nach Muster der sogenannten und fiktiven „Protokollen der Weisen von Zion“ millionenfach zu verbreiten.
    – Die dabei bezichtigte „drahtziehende“ Organisation oder Gruppe, wenn nicht direkt oberflächlich „die Juden“ oder konkret „der Mossad“ sind immer schon klassisch seit Anfang des 20 Jhdts die „freimaurerisch-jüdischen Verschwörer“, so wie es noch heute mit Berufung auf die „Protokolle“ bei der Hamas im Statut steht ; vorherrschend jedoch, weil weniger „rechts“-verdächtig, ist heute bzw. durch den KGB seit den 50er/60ern propagiert, die „linke“ und vorsichtigere arabische Variante, die „zionistisch-imperialistische Weltverschwörung“ oder kurz die „zionistische ..“

    Aufgefrischt und scheinbar untermauert wird derartiges, weil auch von vermeintlich seriösen Verlagen und „alternativen“ oder esoterischen Autoren in Dtld schwerpunktmäßig seit 1995 und erneut dem 11.September diese alte gegen die Franzöischen Revolution und speziell antiamerikanische Denkfigur gegen „das Böse“ in der Welt und speziell zur Mobilisierung gegen demokratische oder sozial-revolutionäre Regimes – hier am bekanntesten die „freimaurerisch bolschewistisch-jüdische …“ — verbunden wird mit scheinbaren oder tatsächlich recherchierten Zusammenhängen von internationalen Tagungen und Organisationsformen von Regierenden, Kapitalmächtigen oder jüdischen Interessengruppen, bzw. verbunden werden mit Namen tatsächlicher oder fiktiver Gruppen wie BILDERBERGER, Illuminati, Club of Rome, Trilaterale Kommission u.a.m..

    Das Hauptinstrument ist dabei das Internet, daß dabei wie eine Gift-Gerüchteküche fungiert, ohne daß dazu wie früher die Nazis mit Redamarathons und LKW-Trupps Straßenagitation betreiben müßten. Vergessen und verdrängt ist dabei, daß vor und parallel zu diesen antijüdisch-islamische Kampfgruppen und Henry FORD seit 1917/19 dafür sorgten, daß die weltverschwörerische Einweihungsschrift „Protokolle“ auch ohne ihre jüngsten „11-9.“-Varianten zu der x-millionenfach weitverbreitesten Schrift der Welt gehört, – nach Bibel, Kommunist. Manifest und Koran . . . .
    Modernisierende Verbreiter in Deutschland waren nach 1995 „Jan v. Helsing“ und von diesem faschistischen „Esoteriker“ in neueren Varianten bis heute v.a. SPD-von Bülow und Wisnewzski, dazu die US-Profs Maersheimer u. Walt, die sich bei ihrer Veröffentlichung hier durch eine renommierten deutschen Verlag an einer nazi-liken Aufmachung erfreuen konnten; allerdings „fehlten“ auf dem Buchdeckel die Freimaurer- oder Illuminati-Abzeichen ( Auge, Pyramide, Winkel); dazu gibts querfront-artige Zeitung- und Gruppenneugründungen, die auf dieser Basis politisieren oder zumindest in einem Fall rabiate Musik, „Die ( Dusisburger) Bandbreite“, die sich „links“ verstehend und aus dieser Logik den Terrorismus wie den Antiterrorismus und gleich wie die Kritik am Islam als Kriegstreiberei „versteht“ und dementsprechend antiwestlich-anti-israelisch propagiert . . . und dementsprechenden handelnden Gruppen gut populistisch beiseitesteht.

    Nicht selten wird dabei – inzwischen wohl auch ohne sich desen bewußt zu sein – in der Tradition des KGB, der Islamisten und der NSDAP so getan, als sei die US-Regierung oder wenigstens die CIA oder Hollywood indirekt über diese „freimaurerischen“ Gruppen oder direkt über einzelne Funktionäre wie ehemals Perls, Albright und Wolforitz „jüdisch“ gelenkt, – egal wie schwach Juden auch tatsächlich im Regierungsapparat der USA vetreten sind: Es ist wieder modern, zwar noch etwas unter der Öffentlichkeits-Decke, sobald etwas mächtig irritiert oder andere Mächtigen nicht passt – zB. einfach weil es zum eigenen Ärger ISRAEL nutzt – als übel-„jüdisch“ zu denunzieren, zu diffamieren und — besonders im Zusammenhang mit Verbrechen oder auch notwendigem Blutvergießen bei Einsätzen staatlich Bewaffneter und den ins Gedankenspiel gebrachten Gruppen Illuminati & Co. — zu DÄMONISIEREN.
    – Es ist ein halt seit Entstehen der in Russland anti-modernistischen Kampfgruppen wie die Schwarzhundertschafter und der folgenden Pogromserie 1903 ff., ein bewährtes Mittel zur Massenmobilisierung durch Grauensvorstellungen und Hass, wo Argumente und ein kompliziert-vielseitiges Lernen und Kämpfens nicht hinreichen oder opportun erscheinen. – Oder wo die schon brodelnde Unzufriedenheit mit den herrschenden Zuständen fanatisiert – also aktivistisch und „blind“ — in eine andere/ gewünschte Richtung gewendet werden s o l l.
    Öffentliche Propagandisten des Antiamerikanismus und der „unterdrückten“ ISRAEL-Delegitimierung schrecken zwar meistens noch zurück, bekannte Politiker wie BK Merkel … weil sie zumindest in Sonntagsreden für ISRAEL und eine Freundschaft mit den USA Partei ergreifen, für Druck auf den Iran oder an Tagungen der BILDERBERGER teil nehmen, oder etwa Politiker wie PUTIN, ( direkt) zur Weltverschwörung dazuzurechnen. – Nichtsdesdo trotz haben auch große Sendeanstalten – trotz gelegentlicher Seitenhiebe gegen ( irgendwelche) „Verschwörungstheoretiker“ — wie das ZDF, WDR und DLF die modernen Meister der Weltverschwörungsmatrix eingeladen und ihre Produkte wiederholt ausgestrahlt, — z u s ä t z l i c h zu ihrer jahrelangen Massenmanipulatuion durch verfälschend wirkende extrem einseitge Nachrichten- und Zitate-AUSWAHL und Stimmungseinlagen in Sachen Antiamerikanismus und Antizionismus zumindest seit dem Jahre 2000, womit sie real die Weltverschwörungsgläubigen bestätigen und festigen.

    – So fällt den dermaßen fanatisiert-betroffenen empört Gerechtigkeit- und Friedenssuchenden „seltsamerweise“ fast n i e auf, daß die Bösen immer in den USA sitzen oder wenigstens Freunde ISRAELs sind, Juden die sich wenigstens Teile dieses „antiimperialistischen Weltbildes zu eigen gemacht haben, zT. auch der „Friedens“-Schule des KGB wie P. Langer oder Finkelstein mit seinem „Die Holocaustindustrie“, sind hingegen als Zeugen meist sehr beliebt, und ernten auch offiziell in Dtld. massiv Preise, Orden und Lob …
    Und werden benutzt, um „beweiskräftig“ noch mehr Leute in das weltverschwörerische Denken hineinzuziehen oder Aktionen, wie im Mai vor Gaza, einzubeziehen oder deren selbst verschuldet blutigen Ausgang kampagnenmäßig umzudeuten, was unter der Bedingung des nach den 68ern und den Grünen auch in Medien, Instituten und Presseagenturen festsitzende antizionistische Ideologie oder wenigstens einer entsprechenden GESCHICHTS-UMKEHRUNG nicht schwer ist.

    Es k a n n daher kein Zufall mehr sein, daß auch seitens WDR, NDR, DLF so regelmäßig bei der Reflexion auf die Situation im Nahen Osten, Iran, die ex-kommunistischen Länder, die StaSi, auf anti-globalistische Aktivitäten, den Antisemitismus, den islamischen Terrorismus, die RAF und ähnliche Gruppen, wie systematisch auf diese seit über 100 Jahre wirkende antifreimaurerische Denkfigur, ihre blutige Wirkungsgeschichte und ihre Adepten k e i n Bezug genommen wird. Und ihre zumindest Mitwirkung an der Gestaltung eines wichtigen Teils der Weltpolitik ausgeblendet wird, – selbst beim Thema Holocaust und Suizidbombardierung ISRAELs und am 11.9., obwohl diese Wahndenkfigur auch für eine Reihe von Mördern wie Moh. Atta nachgewisen ist; historisch zB. auch für die Mörder der Minister Erzberger und Rathenau !

    Es ist zu hoffen – auch im Lichte der weiter sachlich zu verbreitenden Islamkritik mit einem Schwerpunkt gegen die gegen die Verfassung der Republik und Freiheit feindlichen Organisationen – daß die zerstörerische Eigendynamik der Weltverschwörungsmatrix weiter erkannt und von jedem bekämpft wird. – Vermehrt öffentliche Veranstaltungen der Freimaurer Deutschlands könnten sicher dazu beitragen.

  17. Anti-Intriganti Fr, 21 Jan 2011 at 08:01:58 -

    Korektur 3. Zeile:
    Sollte heißen „. . . nicht nur die des KuKluvKlans; auch die Mc Vaighn zu Oklahoma-Bomben-Massaker führte“

  18. Anti-Intriganti Fr, 21 Jan 2011 at 19:09:23 -

    Kein FREIMAURER / Liebe Frau Colloni ! Ich glaube es Ihnen, doch : Haben Sie denn auch schon überlegt, woher Sie das können, „gut“ zu handeln ? :
    „- ich halte nichts von Religionen, ich kann auch ohne gut und lieb sein, glauben und hoffen und mich um meine Nächsten kümmern“
    – Hatten Sie nicht letztlich christlich inspirierte Eltern, Vorbilder, Lehrer … eine Rechtsordnung, durch die ( hindurch) Sie letztlich gelernt haben, was überhaupt Gut & Böse und ihre Unterscheidung s e i n soll ?

    – Ich hatte bspw. eine ähnliche Ideologie wie Stalin oder die sogenannte RAF, die Mahler-Baader-Meinhoff-Bande: Was hat mich gehindert, so zu handeln , wie diese ? Denn bei einer gleichen Grund-und-Folge, Gerechtigkeits- und Ziel-Vorstellung wäre das doch nur logisch gewesen – nicht wahr – oder auch meine politischen und chemisch-technischen Kenntnisse ähnlich umzusetzen, wie diese, oder ?

    Oder sind Ihnen nicht -wie mir etwa ab 1983/ 85 – immer mal wieder liebe-nette Leute über den Weg gelaufen, die Ihnen erklärten daß es eigentlich garkein GUT und BÖSE gibt, dass man das überwinden müsse, um wahrhaft frei zu werden oder um Ver-Urteilen zu vermeiden und dadurch Frieden zu erreichen ?

    Ich konnte und mußte das ablehnen, erst be- und schließlich ver-urteilen. Wie ging es Ihnen ?
    Oder sind uns nicht gerade in den letzten 10 Jahren vermehrt nicht ( wieder) Leute untergekommen, die öffentlich erklärten, sie müßten gerade d a s tun,
    – im Namen der Gerechtigkeit, versteht sich – was wir für Böse erachten ( und haben dem nicht auch halb laut ziemlich viele zugestimmt ? ) !

    OBerSau(b)erland bricht nicht nur beim Fasten, sondern tendenziell die Verfassung, wenn er das bei antisemitisch-antidemokratisch-islamischen Vereinen, wie MHP/ GraueWolf(-nahen) tut; bei IGMGörüs machte er sogar Wahlreklame. In einigen anderen Städten läuft es im weitesten Sinne ähnlich, auch mit frei- und sozialdemokratischen Funktionären, sodaß auch von daher nicht anzunehmen ist, daß Adolf S. auch nur einen Cent für das freie Agieren und Agitieren der verschiedenen türkisch- und arabisch-islamischen Wölfe je bekommen hat.
    Es gibt auch andere Formen der Dekadenz und Korruption; wieweit die türkische Freundin dabei eine Rolle spielt, wäre interessant herauszufinden: Grund oder Folge, Auslöser oder Ursache, Verführung oder Wirkung ?
    Und eine scheinbar harmlose Formel ist dafür Multikulti. Wäre das Hasadeurs-Projekt LOVEPARADE in Duisburg gelungen, hätte Sauerland quasi multikulturell fast alle bzw. die noch linkeren Rivalen zum Schweigen gebracht.

    Die „vor 70 Jahren Versuchs“-Führer waren übrigens multikultureller, als es den meisten von links, rechts oder Lehrern beigebracht wird. Der NS war von Anfang an ein zwar mit Betonung auf Deutschtum, genauer „indogermanisch, aber inter-nationalistisch ausgerichtetes Weltprojekt, der ebenfalls das Friedensgesäusel kannte. Seine Vorbereiter übrigens, hatten die philosophische Leugnung von Gut und Böse aus Asien importiert, – über die Theosophie und ähnlichem, die seit den 80ern wieder meist die Basis bilden für die modische „New Age“-Philosophrie und die feministische Theorie; das Dahinterstehen, Identität & Authentizität, nicht die kritische Prüfung im Lichte der Gebote Gottes, noch der Prinzipien des Marxismus wurde protegiert.
    Das bedeutet, der Maßstab des Echtseins mit denen sich Rudolf Höß verteidigte, Vernichtungslager-Kommandant zu Auschwitz, wurden breit protegiert und der zivilisatorische Kitt kam zunehmend von der humanitären Restrampe !

    Diese Versuche von m e h r als „vor 70 Jahren in Deutschland“ gibt es ( also) in neuen Formen und Farben erneut, – machtpolitische Hintergründe dazu habe ich ja weiter oben schon angesprochen. Den „Versuchen“ selber, wie Sie es nennen, waren mindestens weitere 70 Jahre vorausgegangen, in denen Deutschland und vielleicht auch das Christentum selber, von rechts und von links ent-christlicht wurde oder anders ausgedrückt, neu-ORIENT(alis)iert. Unterworfen mal in Form der Idee der Nationalkirche, mal mehr der der Kulturreligion einer entwurzelten menschlichen Vernunft oder Zweckmäßigkeit, der Fahne der großen Einheit und „irgendwie Humanismus“.
    Geht dann auch noch unter den oft derartig beschienenen Verantwortungsträgern das Gefühl für notwendige Intoleranzen und für den Sinn der ins menschliche Regelwerk übersetzten Gebote verloren, dann sind die Voraussetzungen für einen Loveparade-Todestunnel kultiviert und kulturell programmiert worden, und das Verhalten der Sauberländer danach.
    Wenn dann noch der „Sparzwang“ auf breiter Front wie ein Tsunami dazu kommt, ist es mit der Reste-Zivilisation schnell zuende und die Menschen werden zu spät und trotz eigenen Gutseins merken, daß die nicht von genügenden Streusalz-Vorräten abhängig ist.

    Konkret: Wer eine Debatte mit sich und in der Öffentlichkeit dazu unterdrückt, welche längst kultivierte Haltung zur Katastrophe führte oder die über die bereitstehenden Organisationen einer Gegenkultur und -Religion, der wird auch weitere und größere Katastrophen nicht verhindern können während der Unterspülung der geschriebenen und noch mit viel freiwilliger Arbeit halbwegs gehaltenen Ordnung. Und vorher erklärt er den Boten des Unglücks zum desharmonierenden Feind, zum „Spalter“. Auch das war Duisburg 2010.

    Und/ erst unter dem Gesichtspunkt einer derartig kritisch zu betrachtenden „Kultur“, ist es sinnvoll auch einen beim WDR, als der eines europa-größten „Kultur“institus, Großmeister gewordenen Herr F. Pleitgen in die Kritik miteinzubeziehen.