Münster: Körpersprache ist Teil der interkulturellen Kommunikation

Im Gesundheitsamt sind Patienten aus fremden Kulturkreisen willkommen

Münster (SMS) Wer sich mit Menschen aus fremden Kulturen verständigen will, sollte sich nicht allein in Worten, sondern auch in der Körpersprache mit Mimik, Gestik und Blickkontakt verständigen können. Was das für den Alltag in der Gesundheitsvorsorge bedeutet, war Thema eines Seminars mit 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem städtischen Gesundheitsamt. Sie informierten sich über Kommunikationsregeln, Wertmaßstäbe und Verhaltensweisen und trainierten den Umgang mit Patienten aus anderen Kulturkreisen.

Was tun, wenn der Patient zur Sprechstunde gleich die ganze Großfamilie mitbringt? Oder wenn die Frau von ihrem Mann zur Untersuchung als „Berater“ begleitet wird? Das Team des Gesundheitsamtes konnte dazu viele eigene Erfahrungen und Fragen in den Workshop einbringen. Referent war Kommunikationstrainer Dr. Hermann Hagemann, auf Besonderheiten speziell der arabischen Kultur ging Ahmad Zyadeh ein.

Hintergrund der Veranstaltung ist die Umsetzung des vom Rat beschlossenen Leitbildes „Migration und Integration“. Sie erfolgt in Zusammenarbeit mit der Koordinierungsstelle für Migration und Interkulturelle Angelegenheiten. Für das Gesundheitsamt sind Verständigung und Verstehen im Umgang mit Angehörigen aller Kulturkreise seit vielen Jahren Daueraufgabe. Dafür spricht auch die Zusammenarbeit mit dem Integrationsrat und dem früheren Ausländerbeirat, die zum Beispiel einen Gesundheitswegweiser in vielen Sprachen hervorgebracht hat.

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Initiatoren, Referenten und Seminarteilnehmer befassten sich im Gesundheitsamt mit allen Fassetten interkultureller Kommunikation.

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