dradio-Schwerpunkt: Geben macht selig – wenn Bürger stiften gehen

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dradiokultur – So mancher fromme Wunsch eines längst verblichenen Stifters ist heute schwierig zu erfüllen. Die 1896 gegründete Victoria-Stiftung etwa verfolgt laut Satzung den Zweck, „würdige und bedürftige Witwen und ältere Töchter von Freimaurern zu unterstützen“. Die Zwecke mögen sich ändern, doch gestiftet wird noch immer. Jedes Jahr werden in Deutschland um die 1000 neue Stiftungen gegründet. Früher erhoffte man sich dadurch den Eintritt der Seele ins Himmelreich. Heutige Stifter würden vielleicht nicht ganz so hoch greifen. Doch auch sie sind meist beseelt von einem Thema, ihrer persönlichen Vision von einer besseren Gesellschaft. Und die Vielzahl von Bürgerstiftungen beweist: Man muss nicht Krösus sein, um etwas zu bewegen.

Wir wollen wissen, was Menschen dazu treibt, ihr Vermögen herzuschenken. Armut lindern, einen Park verschönern, die Bildung vorantreiben? Oder Steuern sparen, die Nachkommen versorgen, den Besitz in der Familie halten?

Stifter können bestimmen, was mit ihrem Geld geschieht – weit über ihren Tod hinaus. Was aber geschieht, wenn die Gesellschaft und ihre Bedürfnisse sich ändern? Stiften Frauen anders? Wir stellen Ise Bosch vor, Enkelin des Unternehmers Robert Bosch und Gründerin des Erbinnennetzwerks Pecunia. Wir hinterfragen Macht und Einfluss von großen Unternehmensstiftungen und porträtieren eine erfolgreiche Bürgerstiftung.

Unter dem Titel: „Geben macht selig – wenn Bürger stiften gehen“ geht Deutschlandradio Kultur vom 3. bis 7. Januar 2011 im Radiofeuilleton dem Stiften auf den Grund.

3.1., 11.07 Uhr – Thema
Stiftungsboom in Deutschland: Was treibt einen Menschen an, sein Vermögen herzuschenken?
Gespräch mit Wolf Schmidt, Stiftungsberater und ehem. Vorstand der Körber-Stiftung

4.1., 11.07 Uhr – Thema
Macht durch Gemeinnützigkeit? Große Unternehmensstiftungen und ihr Einfluss auf die Politik
Gespräch mit Peter Rawert, Notar und Stiftungsexperte

5.1., 11.07 Uhr – Thema
Beitrag: Gefallene Mädchen, Flügelhemden und keine Sozialisten – Skurrilitäten im deutschen Stiftungswesen
Die Macht der toten Hand – der Wille des Stifters ist unantastbar
Gespräch mit Jens Beckert, Soziologe und Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung

6.1., 11.07 Uhr – Thema
„Auch als Erbin bleibe ich Feministin“ – Frauen spenden anders
Gespräch mit Ise Bosch, filia-Frauenstiftung und Gründerin des Erbinnennetzwerks Pecunia

7.1., 11.07 Uhr – Thema
Beitrag: Weggefährten – Das Mentorenprojekt „Yoldas“ vermittelt deutschen Bürgern türkische Patenkinder
Man muss nicht immer Krösus sein – Bürgerstiftungen wollen einfach etwas bewegen
Gespräch mit Johanna von Hammerstein, Vorstandsvorsitzende und Gründungsstifterin Bürgerstiftung Hamburg

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