Duisburger Stelen-Posse: „Es ist ein Bild der Freude“ – Urheberin denkt über rechtliche Schritte gegen Jürgen Meister nach.

Untitled-2Duisburg – In einem Telefonat mit Michael Röder, dem Ehemann der Urheberin, Petra Röder, des Stelen-Bildes, welches der Künstler Jürgen Meister als sein eigenes Werk ausgegeben hatte, erfuhr xtranews, dass das Ehepaar rechtliche Schritte gegen Meister prüft. In einem längeren Gespräch mit dem Vorsitzenden von proDUISBURG, Hermann Krewitz, sei man zu der Überzeugung gelangt, mögliche rechtliche Schritte von dem Ausgang der heutigen Sitzung der Jury, die zwischen 12 und 14 Uhr stattfinden soll, abhängig zu machen. Ob Jürgen Meister über das Fotoportal „fotolia“ eine Lizenz erworben hat, würde zur Zeit noch geprüft, so Röder weiter. Trotz alledem sei es moralisch fragwürdig, dieses Bild aus dem Jahre 2008, was pure Freude und einen positiven Hintergrund vermitteln sollte, als Gedenkstele für die Opfer der Loveparade zu benutzen.

Frau Petra Röder weist darauf hin, dass sie nach der Juryentscheidung eine offizielle Stellungnahme auf THE INTELLIGENCE veröffentlichen wird. Diese dann auch hier auf xtranews.

One thought on “Duisburger Stelen-Posse: „Es ist ein Bild der Freude“ – Urheberin denkt über rechtliche Schritte gegen Jürgen Meister nach.

  1. Antonia Colloni Mi, 22 Dez 2010 at 12:27:11 -

    Frau Röder, bitte tun Sie das, unbedingt. Hier muss ein Zeichen gesetzt werden, damit so etwas in Zukunft mehr und mehr auszuschließen ist! Es offenbart ja zudem, dass Herr meister sich inhaltlich kein Stueck mit Ihrem Entwurf auseinander gesetzt hatte, was er hätte tun muessen, wozu er moralisch absolut verpflichtet gewesen wäre!

    Herr Meister, wollen Sie uns ein Interview zu Ihrem Kunstverständnis geben? Die Fragen stehen schon! P.S. Sie hatten wohl die Ausschreibung falsch verstanden. Aufgabe war nicht, ein Motiv fuer die Lovepoarade zu finden, wie es sie einst gab, sondern wie sie sich 2010 hier in Duisburg vollzog. Haben Sie mit Menschen gesprochen, die dort waren? Bestimmt nicht, sonst wäre Ihnen etwas Brauchbares eingefallen.
    Die Gedenkgruppe möchte ich daran erinnern etwas auszuwählen, womit allen gedient ist, vor allem aber denen, die es am nötigsten brauchen.