iX über Output-Management – „Drucken verliert an Bedeutung“

165963_thumbtlogo.w110_ix_magazinHannover (ots) – Wenn Massenpost künftig von De-Mail oder E-Postbrief übernommen wird, verliert das Drucken immer mehr an Bedeutung. Sowohl Druckzentren als auch Postdienstleister müssen sich Gedanken über ihre Geschäfts- und Kostenmodelle machen. Diese Einschätzung äußert Dr. Werner Broermann, Leiter des Competence Center Output-Management innerhalb des VOI (Verband Organisations- und Informationssysteme e. V.) in der aktuellen Ausgabe 12/2010 des IT-Profimagazins iX.

Für Broermann bestimmen im Wesentlichen die zwei Ausprägungen Transaktionsdruck und Druckmanagement den Markt der Dokumentenverarbeitung. Im Transaktionsdruck werden Dokumente, die aufbereitete Informationen aus typischen Geschäftstransaktionen enthalten, verarbeitet. Dazu gehören Kontoauszüge, Gehalts- und Telefonrechnungen oder Einzelverbindungsnachweise. Diese Aufgabe erledigen in der Regel die Druckzentren größerer Unternehmen oder spezialisierte Dienstleister. Da es sich um große Mengen personalisierter Kundenkorrespondenz handelt, werden die Schriftstücke auf leistungsstarken Druckern im Einzelblatt- oder Rollendruck ausgegeben und mit entsprechenden Kuvertiersystemen versandfertig gemacht.

Print-Management hingegen kümmert sich um das Verwalten und Steuern von Druckern und Multifunktionsgeräten, die als Einzelplatz- oder Abteilungsmaschinen die dezentrale Druckinfrastruktur des Unternehmens bilden.

Zentralisierung und Konsolidierung zählen in beiden Bereichen zu den dominierenden Trends. "Mit Blick auf die Kosten bereinigen Unternehmen zum einen ihre Hardware-Landschaft. Zum anderen handelt es sich um den noch relativ selten beschrittenen Weg, dezentral erzeugte Dokumente an das zentrale Druckzentrum mit Druck und Kuvertierung anzukoppeln. Schließlich geht die Stückzahl der in großen Konzernen dezentral erzeugten Dokumente schnell in Tausende pro Tag," erläutert Broermann Die vielleicht spannendste Entwicklung sind nach seiner Meinung jedoch die neuen E-Mail-Dienste wie De-Mail oder der E-Postbrief. Im Vergleich zur traditionellen Briefpost würde De-Mail weniger kosten und viel schneller zugestellt. Es gäbe keinen Medienbruch mehr. Empfänger könnten Dokumente direkt in ihre Anwendungen übernehmen. Und nicht zuletzt würden Versender enorme Kostenblöcke einsparen.

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