Münsterland: Tief „Petra“ war kein Grund zur Panik

Image by Wikipedia/Wuhazet - Henryk Żychowski

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Münster (SMS) „Winterwetter ist kein Grund zur Panik, auch wenn Tief ‚Petra‘ eine Extraportion Schnee und Eis bringen sollte“, lautete am Donnerstagmittag übereinstimmend der Tenor in den Dienststellen der Stadtverwaltung. In deren Dienstplänen sind auch Ausnahmesituationen einkalkuliert, so dass sie sich flexibel auf wechselnde Anforderungen einstellen kann. Dann sind Erfahrung und Routine gefragt. Damit sorgen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt dafür, dass das öffentliche Leben funktioniert, auch wenn witterungsbedingt die eine oder andere Einschränkung unvermeidbar ist.

Bei den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster (AWM) befand sich schon seit dem Vormittag der komplette Winterdienst mit seinen bis zu 250 Mitarbeitern und 30 Fahrzeugen in Rufbereitschaft. Er ist für 400 Straßenkilometer und 250 Kilometer Radwege zuständig. Gegen Mittag begannen die AWM auf den Fahrbahnen auch Split zu streuen, damit diese griffig bleiben. So lange es – wie angekündigt – immer wieder schneite, machte es zu diesem Zeitpunkt nur bedingt Sinn, Salz zu streuen.

Seit dem Wintereinbruch haben die AWM parallel zum Verbrauch laufend Streusalz nachbestellt. Die Nachlieferungen laufen allerdings langsamer als der Verbrauch, so dass der Vorrat bis Donnerstagmittag auf 450 Tonnen zusammengeschmolzen war. Am Mittwoch hatte es nochmals Nachschub gegeben, zugleich kündigte der Lieferant jedoch Lieferprobleme an.

Das Ordnungsamt hatte am Donnerstag von vornherein eingeplant, dass in Abstimmung mit Feuerwehr und Polizei gegebenenfalls sofort sein kompletter Außendienst mit bis zu 20 Personen tätig werden kann. Knöllchenschreiben ist an solchen Tagen weniger angesagt. Viel wichtiger ist es, dass bei Bedarf zum Beispiel sofort eine Straße oder eine andere Gefahrenstelle abgesperrt und gesichert werden kann.

Das städtische Schulamt hatte am Vormittag bei den regionalen Verkehrsunternehmen abgefragt, ob sie den Busbetrieb und damit den Schülerverkehr voraussichtlich aufrechterhalten würden. Die Antwort war ein klares „Ja“, Verspätungen nicht ausgeschlossen. Diese Information leitete es an alle Schulen weiter als Entscheidungshilfe. Ob der Unterricht vorzeitig beendet wird, liegt in ihrem Ermessen. Wie sich zeigte, kamen viele Schulen übereinstimmend zu dem Schluss, den Unterricht nach der vierten Stunde zu beenden.

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