Köln: Fall von Kindesmissbrauch vor dem Landgericht

Köln – In einem derzeit vor dem Landgericht Köln verhandelten Fall über den vermutlichen sexuellen Missbrauch eines Kindes durch den Stiefvater des Kindes geht es möglicherweise auch um Vorwürfe gegen einen städtischen Mitarbeiter des Jugendamtes.

Nach Kenntnis der Stadt Köln ist die Kölner Staatsanwaltschaft derzeit bei der Prüfung eines Anfangsverdachts, ob gegen den Mitarbeiter ein vorwerfbares Verhalten in Betracht kommt. Ob dann anschließend ein Ermittlungsverfahren aufgenommen wird, wird sich aus dem Ergebnis der Prüfungen ableiten. Die Stadt Köln hat die staatsanwaltschaftlichen Prüfungen von Beginn an unterstützt und wird dies auch weiterhin in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft tun.

Das 13-jährige Mädchen wurde gemeinsam mit weiteren Familienangehörigen vom Jugendamt der Stadt Köln durch Erziehungshilfemaßnahmen begleitet. Der städtische Mitarbeiter wurde bereits unmittelbar nach Bekanntwerden der Missbrauchsvorwürfe gegen den Stiefvater vor einigen Monaten in einen anderen Fachbereich des Jugendamtes umgesetzt. Umsetzungen in andere Aufgabenbereiche werden ohne Ansehen der Person und unabhängig von Verdachtsmomenten in Fällen vorgenommen, in denen aufgrund der Geschehnisse ein Wechsel aus grundsätzlichen oder auch psychologischen Gründen angezeigt ist.

Aufgrund des laufenden Verfahrens vor Gericht und der staatsanwaltlichen Prüfungen können weitere Aussagen von Seiten der Stadt Köln derzeit nicht gemacht werden.

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