Rudolf Buchbinder spielt Schumann, Chopin und Beethoven

Kein „Junger Wilder“ an den Tasten, sondern ein – verzeihen Sie, Maestro! – Alt-Star ist er inzwischen, einer, der jede Menge Erfahrung mitbringt und die nötige Reife, um etwa Beethoven in seiner ganzen Komplexität zu erfassen: Die Rede ist von Rudolf Buchbinder, der, wie er selbst sagt, mit zunehmenden Jahren „die Latte immer höher“ legt, nachdem er schon als Junge und als Jugendlicher für reichlich Furore gesorgt hatte: Fünfjährig wird Buchbinder jüngster Student an der Wiener Musikhochschule; im Alter von neun gibt er sein erstes Konzert und keine drei Jahre später ist er (zusammen mit einem gewissen Friedrich Gulda) bereits Teilnehmer in einer Meisterklasse. Zunächst tritt Buchbinder als Kammermusiker auf, dann markieren zwei Preisgewinne, 1966 der Van-Cliburn-Preis und kurz darauf der Erste Preis beim Beethoven-Wettbewerb, den Beginn seiner einzigartigen Karriere als Klaviersolist.

Natürlich entrichtet auch Rudolf Buchbinder in seinem Dortmunder Klavierabend seine Reverenz den beiden großen Jubilaren des Jahres: Mit Robert Schumann und seiner C-dur-Fantasie sowie Frédéric Chopin und dem Scherzo Nr. 2 spielt Buchbinder zwei Komponisten, die jeweils ihren 200. Geburtstag feiern. Doch vor allem eines darf in Buchbinders Programm nicht fehlen, ein Komponist, als dessen Interpret er berühmt geworden ist: Ludwig van Beethoven. Unzählige Tonträger hat Buchbinder bislang eingespielt, darunter befindet sich auch der gesamte Zyklus von Beethovens Klaviersonaten, die er vor dreißig Jahren aufgenommen hat. Nun ist Buchbinder gerade damit beschäftigt, seine zweite Einspielung dieses so genannten „Neuen Testaments“ innerhalb der Klavierliteratur abzuschließen (als „Altes Testament“ gilt, wie könnte es anders sein, Bachs „Wohltemperiertes Klavier“). Seine Technik werde „im Alter immer besser“, sagt der Pianist über seine seit jeher schon staunenswerten manuellen Fähigkeiten. Er „übe unorthodox, viel ohne Klavier: in Gedanken.“ Das Ergebnis ist am Nikolaustag nachzuprüfen, wenn Buchbinder Schumann, Chopin und Beethovens frühe F-Dur-Sonate Nr. 6 sowie die gewichtige „Waldstein“-Sonate interpretiert.

Mo., 06.12.2010, 20.00 Uhr

Klavierabend Rudolf Buchbinder

Robert Schumann
Fantasie C-Dur op. 17

Frédéric Chopin
Scherzo Nr. 2 b-moll op. 31

Ludwig van Beethoven
Sonate für Klavier Nr. 6 F-Dur op. 10 Nr. 2

Ludwig van Beethoven
Sonate für Klavier Nr. 21 C-Dur op. 53 „Waldstein“

Einzelpreise in Euro:
39,00 / 32,00 / 24,00 / 17,00
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