DOSB und BA gemeinsam für Kinder

Die Bundesagentur für Arbeit und der Deutsche Olympische Sportbund bündeln ihre Kräfte, um Kindern aus bedürftigen Familien zu helfen. Für das ab 2011 kommende Bildungspaket unterzeichneten heute Dr. Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes und Heinrich Alt, Vorstand Grundsicherung der Bundesagentur für Arbeit im Beisein der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Dr. Ursula von der Leyen, eine erste gemeinsame Erklärung. Ziel ist es, Kindern einen unbürokratischen Zugang zu Sportvereinen zu ermöglichen.
Die Grundsicherung für Arbeitsuchende erfährt ab 2011 einen grundlegenden Wandel. Sie wird künftig ergänzt um eine verstärkte Förderung von Kindern und Jugendlichen. Die neuen Leistungen werden voraussichtlich als individuelle Gutscheine ausgegeben, die Kinder und Jugendliche zum Beispiel bei Schulen, Sportvereinen, Kultur- oder Nachhilfeeinrichtungen einreichen können, die mit den Jobcentern Vereinbarungen geschlossen haben. Das Abkommen zwischen BA und DOSB ist das erste im Rahmen des neuen Bildungspaketes und hat daher richtungsweisende Bedeutung. Bundesweit arbeiten die Jobcenter derzeit daran, am Jahresanfang ein Angebot für Bildung und Teilhabe für Kinder aus „Hartz IV Familien“ bereitzuhalten. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) als Dachverband von mehr als 90.000 Sportvereinen in Deutschland will seine Mitglieder ansprechen und motivieren, durch den Abschluss von Vereinbarungen die Voraussetzung dafür zu schaffen, dass Kinder und Jugendliche in den Sportvereinen
Gutscheine zur Erstattung von Mitgliedsbeiträgen einlösen können.
„Kinder brauchen Chancen, Kinder brauchen Perspektiven. Sport vermittelt Teamgeist und den Umgang mit Siegen und Niederlagen. Hier kann der Sport für junge Menschen einen wichtigen Beitrag zur Integration und zur stärkeren Teilhabe in der Gesellschaft leisten. Daher freue ich mich, den DOSB und damit 90.000 Sportvereine an unserer Seite zu wissen. Es ist wichtig, dass wir bundesweit transparente Strukturen und einen unbürokratischen Zugang zu den Vereinen bieten. Dafür steht diese gemeinsame Erklärung“, so Heinrich Alt. „Wir kooperieren bereits in anderen Bereichen mit dem DOSB oder auch dem DFB, wenn es zum Beispiel um die Integration von Langzeitarbeitslosen oder arbeitslose Jugendliche mit Migrationshintergrund geht. Daher bin ich sicher, dass wir auch bei der Erschließung von Teilhabemöglichkeiten für Kinder im Bereich Sport auf diese gute Zusammenarbeit aufbauen können“.
"Sporttreiben mit Gleichaltrigen muss ein Grundrecht für Kinder und Jugendliche sein. Der DOSB unterstützt die Bildungscard, weil er mit seinen mehr als 27,5 Millionen Mitgliedern gesellschaftliche Verantwortung übernimmt. Der Sport vermittelt Werte wie Fair Play, die Achtung des Anderen, das Respektieren von Regeln. Davon darf niemand ausgeschlossen sein. Ich appelliere deshalb an die 91.000 deutschen Sportvereine, möglichst viele Kooperationsvereinbarungen abzuschließen“, ruft Bach auf.
Ministerin von der Leyen:
„Das Bildungspaket ist eine Riesenchance für Kinder, von Anfang an mitmachen zu können und nicht abgehängt zu werden. Sportvereine gibt es überall in unserem Land, das Angebot ist so breit und vielfältig, dass für jeden etwas dabei ist. DOSB und Jobcenter sind eine bärenstarke Allianz für Kinder. Die heutige Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt zur Umsetzung des Bildungspakets.“
Alt: „Trotz sehr ambitionierter Zeitschiene für die Vorbereitung und vor dem Hintergrund der noch anstehenden Bundesratsentscheidung bin ich mir sicher, dass es uns in den Jobcentern gelingt, ab Jahresanfang eine gute Angebotsstruktur für Bildung und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen bereitzuhalten. Daran arbeiten wir mit Hochdruck. Wir sind aber auf Partner angewiesen, wie Jugendämter, Lehrer, Musik- oder Volkshochschulen. Ich freue mich, dass wir in dem DOSB einen starken Partner gewinnen konnten und erhoffe mir damit eine Signalwirkung auch bei andern lokalen Anbietern“.

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