Sarah Palin und die nordkoreanischen Verbündeten

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Also wenn jemand auch nur einen Funken von Schamgefühl, Anstand, Ehre und Stolz hat, geht man (Frau auch) nach einer solchen Äusserung, nicht in den Präsidentschafts-Wahlkampf der USA 2012: Jetzt erklärte sie die Nordkoreaner “versehentlich” zu den Verbündeten der USA (KLICK HIER). Es ist ja nicht der erste Fauxpas, den sich der selbst ernannte Naturbursche, oh sorry, die Naturbürschin, Sarah Palin, in außenpolitischen Angelegenheiten leistet!

Diese Frau, das wette ich, weiss doch nicht einmal, wo Nordkorea liegt. Selten hat mich ein/e Politiker/in dermaßen langanhaltend zum Lachen gebracht, wie diese Frau, bei der ich mich frage, ob sie überhaupt noch ernst zu nehmen ist! Da wo sie auftritt, wo sie ihren Mund aufmacht, gibt es Lacher, manche empfinden es eher als Peinlichkeiten, und Palin selbst empfinde ich dabei stets als die größte Witznummer!

Auf Facebook hat Sarah Palin fast 2,5 Millionen Fans. Vor ein paar Tagen waren es noch unter 2 Millionen. Ob diese “Fans” nun aus “Spaß” an der Person Palin oder aus ernsthaftem Interesse an ihren Thesen ihr Facebook-Profil “gut finden”, lässt sich natürlich nicht klären, aber offenbar erzeugt sie zunehmende Aufmerksamkeit.

Es gibt Anzeichen genug, dass sie “Wein predigt und selbst Wasser säuft”. Wenn die ehemalige Gouverneurin Alaskas über Familie spricht, die Werte, die ihr in dem Zusammenhang wichtig seien und dann der Gedanke an das Jahr 2008 und an ihre (damals) 18-jährige Tochter Bristol zurück geht, die geschwängert und zwei Monate nach der Geburt des Kindes (immer noch unverheiratet) wieder das Single-Leben genoss, wird der Gegensatz zwischen Gesprochenem und Gelebten offensichtlich. Ein gutes Beispiel, gar Vorbild, kann das wohl kaum sein!

Als Gouverneurin von Alaska wurde sie in Skandale verwickelt, in denen es zum einen um die Entlassung des Polizeichefs des Bundesstaates ging, dessen Entfernung aus dem Amt aus persönlichen, familiären Motiven von ihr in die Wege geleitet worden sein soll, was damit zum Vorwurf des Amtsmissbrauches führte, zum anderen soll sie Schulfreundinnen einige Posten im Staat verschafft und auf einigen Reisen ihre Kinder unnötigerweise mitgenommen haben. Die New York Times hatte zudem recherchiert, dass Palin wohl im zweiten Jahr ihrer Gouverneurszeit kaum an ihrem Amtssitz anzutreffen war. Letzteres wurde übrigens in der Anfangszeit (bis zum 11.September 2001) auch dem Amtsvorgänger Obamas vorgeworfen!

Wer diese Frau ernsthaft in das Rennen um die Präsidentschaft 2012 schicken will, den finde ich nun wirklich mutig oder der muss wohl schon mit Palin im Sandkasten gespielt haben. Auf ein hohes, für den Posten des US-Präsidenten ausreichendes Bildungsniveau, lassen ihre bisherigen Äusserungen und Taten, die ja hervorragend im WWW dokumentiert sind, jedenfalls aus meiner Sicht, nicht schließen. Und mein Gefühl sagt mir, dass so jemand nicht an die Spitze eines Staates gehört, der sich in dieser Welt als eine “Führungsnation” aufspielt.

Inzwischen gibt es auf die umfangreiche mediale Berichterstattung über ihren “Versprecher”, eine Reaktion von Palin. Sie beschwert sich über die Medien, die einseitig berichten würden und führt einige YouTube-Videos mit Versprechern von Präsident Obama auf (HIER NACHZULESEN).  Auch das ist inzwischen typisch für das Erscheinungsbild der Erz-Konservativen in den USA, die ihnen freundlich gesinnte Medien gerne für ihre propagandistischen Zwecke nutzen, aber über all jene den Bann legen, die kritisch berichten, hinterfragen und intensiv im “Leichenkeller” dieser Politiker recherchieren.

Das Getöse um diese “Tea-Party”-Politiker in den USA wird immer lauter und lächerlicher, je aggressiver sie vorgehen und je öfter sie auftreten! Dass ausgerechnet Palin als eine der Gallionsfiguren gilt, sagt schon eine Menge! Wir dürfen gespannt sein, ob Sarah Palin den Satirikern weiteren Stoff bieten will. Ich jedenfalls hoffe, besonders in unserem eigenen Interesse und im Interesse einer friedlichen Welt, dass diese Frau sich bald aus der Politik zurück zieht und in die Wälder Alaskas verschwindet. Meinetwegen mit den Kameras des Fernsehsenders TLC (The Learning Channel), auf dem ihre “Reality-Show” zur Zeit läuft!

Gastartikel von little-devil

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