Münster: Familie im Wandel

Fachtagung für Tageseltern. "Familie im Wandel"

Fachtagung für Tageseltern. "Familie im Wandel"

Fachtagung für Tagesväter und -mütter / Im Dialog mit Eltern / Münster landesweit führend in Versorgung der Unterdreijährigen

(SMS) Die Versorgungsquote für die Betreuung der Unterdreijährigen liegt in Münster derzeit bei 30 Prozent. Ein Drittel der Plätze wird als Kindertagespflege angeboten. „Damit ist Münster in der Versorgung mit Plätzen für Unterdreijährige nach wie vor führend in Nordrhein-Westfalen. Hierzu leisten die Tagesmütter und Tagesväter in Münster einen wichtigen Beitrag“, erklärte die Beigeordnete für Bildung, Familie, Jugend, Kultur und Sport Dr. Andrea Hanke zur Begrüßung von 220 Tageseltern. Die waren der Einladung des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien zur jährlich stattfindenden Fachtagung der Beratungsstelle für Kindertagespflege gefolgt. In diesem Jahr lautete das Motto: „Familie im Wandel – mit Eltern im Dialog“.

Tagesmütter und -väter arbeiten überwiegend alleine. Die Fachtagung bietet den Tagespflegepersonen einmal im Jahr die Gelegenheit, sich in diesem großen Kreis zu treffen und gemeinsam an Themen zu arbeiten. „Wir legen in Münster großen Wert auf die Ausbildung der Tageseltern, damit sie den immer höheren Anforderungen an ihre Tätigkeit gerecht werden können“, lobte Oliver Heintze, Fachstellenleiter im Jugendamt, das Engagement der rund 400 Tagespflegepersonen in Münster.

Prof. Dr. Heide Kallert von der Goethe Universität in Frankfurt/Main stimmte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Tag ein: „Familie im Wandel – dabei geht es um neue Familienkonstellationen, um veränderte Aufgaben und um neue Rollenverteilungen bei den Eltern. Die Lebensläufe bestehen inzwischen aus mehr als drei Phasen, so wie es früher üblich war. All das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Tätigkeit der Tagespflegepersonen.“

Die Themen der Arbeitsgruppen illustrieren die Herausforderungen, die sich Tageseltern stellen: „Vom Umgang mit Entwicklungsauffälligkeiten“ über „Kommunikation und Kooperation mit den Eltern der Tageskinder“ und „Wie ändert sich die Familie der Tagespflegeperson durch die Aufnahme von Tageskindern“ bis hin zu den „Kleinen Helden in Not – Jungen in der Kindertagespflege“.

Tagespflegepersonen sind als Selbstständige tätig, sie selbst entscheiden über den Rahmen für ihr Angebot. Sie entwickeln vor dem Hintergrund ihrer eigenen Qualifikation ein persönliches Profil. So gehört auch die Vorbereitung auf konstruktive Gespräche mit den Eltern zur Aus- und Weiterbildung: „Welche Bedingungen gebe ich den Eltern für die Betreuung vor, wo gibt es Verhandlungsspielraum, wo liegen meine Grenzen?“ Denn, klare Kommunikation fördert diese Erziehungspartnerschaft, so das Fazit einer Arbeitsgruppe.

Foto: In Münster werden Tageseltern gut ausgebildet, da sind sich die Fachleute einig (v.l.): Sibylle Kratz-Trutti (Abteilungsleiterin Kindertagesbetreuung), Beigeordnete Dr. Andrea Hanke, Prof. Heide Kallert (Uni Frankfurt) und Oliver Heintze (Jugendamt). Foto: Presseamt Stadt Münster. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.

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