Polizei nimmt Verdächtigen nach Brandstiftung in Kirche fest

Der Verdächtige ist in der Vergangenheit bereits wegen zahlreicher Delikte aufgefallen

Bereits kurz nach der Tat hat die Polizei einen Mann festgenommen, der im Verdacht steht am Donnerstagnachmittag in einer Paderborner Kirche ein Feuer gelegt zu haben.

Gegen 16.05 Uhr war die Polizei über den Ausbruch eines Feuers in der Abdinghofkirche informiert worden. Ein Zeuge (45) hatte unmittelbar zuvor Rauchschwaden in der Kirche wahrgenommen. Als er nachsah entdeckte er einen völlig verbrannten Vorhang, der aus einer Kunststofffaser hergestellt ist, neben dem Eingang zur Krypta. Obwohl das Feuer bereits selbständig erloschen war, war es zu einem großflächigen Russabschlag innerhalb des gesamten Kirchengebäudes gekommen.
Anhand von Videoaufzeichnungen konnte ein junger Mann identifiziert werden, der wenige Augenblicke vor der Tat die Kirche betreten hatte und diese nach wenige Minuten fluchtartig verließ.

Bei der Durchsicht des Filmmaterials erkannte ein Polizeibeamter der B.O.S.S.-Wache den Verdächtigen eindeutig wieder. Im Zuge der sofort eingeleiteten Fahndung konnte der vermeintliche Brandstifter etwa eine Stunde später in der Innenstadt festgenommen werden.
Der stark alkoholisierte und vermutlich unter Drogeneinfluss stehende Paderborner wurde zur Hauptwache an der Riemekestraße gebracht. Der 27-jährige erklärte den Beamten gegenüber nicht in der Kirche gewesen zu sein.
Nachdem ihm eine Blutprobe entnommen worden war, wurde er zur Ausnüchterung in Gewahrsam genommen und am frühen Freitagmorgen wieder aus der Obhut der Polizei entlassen.

Der Verdächtige ist bei der Polizei wegen zahlreicher Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetzt, wegen Eigentumsdelikten und Brandstiftung bekannt.
In den vergangenen Wochen war es im Bereich der Zentralstation zu mehreren kleinen Brandstiftungen gekommen. Die Ermittler prüfen, ob der Verdächtige auch für diese Taten in Frage kommen könnte.
Zur Schadenshöhe in der Abdinghofkirche können noch keine Angaben gemacht werden. Experten werden prüfen wie hoch der angerichtete Schaden ist und ob beispielsweise die Orgel durch den Rußabschlag in Mitleidenschaft gezogen wurde.

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