Tötungsdelikt in Mönchengladbach aufgeklärt – Dringend Tatverdächtiger flüchtig

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Wie berichtet, wurde am 09.11.2010 der 34jährige Autoaufbereiter Ali Afshari in seiner Werkstatt auf der Hindenburgstr. 303 in Mönchengladbach getötet.
Die Ermittlungen der Mordkommission bestätigten, dass sich das Tötungsdelikt am Dienstag, den 09.11.2010, ereignete.
Es meldete sich ein Zeuge, der noch am Nachmittag mit ihm telefoniert hatte. Der Autohändler hatte ein Fahrzeug von dem als sehr zuverlässig bekannten Ali A. aufbereiten lassen.
Entgegen der Vereinbarung brachte dieser das Fahrzeug nicht vorbei, so dass der Zeuge gegen 19.20 Uhr versuchte ihn zu erreichen und daraufhin zum Betriebsgelände fuhr.
Hier stand sein PKW fertig aufbereitet vor dem Hof des Ali A.
Telefonisch meldete sich nun ein junger Mann mit dem Telefon des Opfers, der dem Zeugen zwar nicht mit Namen aber als Gelegenheitsaushilfe des Opfers bekannt war.
Dieser junge Iraker kam nun aus der Werkstatt und übergab dem Zeugen den Fahrzeugschlüssel, so dass dieser nicht weiter nachfragte.
Vermutlich war das Opfer zu diesem Zeitpunkt schon tot oder nicht mehr in der Lage sich zu melden.
Danach ist kein Lebenszeichen des Opfers mehr bekannt.
Auch andere Zeugen bestätigten in letzter Zeit einen jungen Iraker als Aushilfe bei dem Opfer gesehen zu haben.
Inzwischen wurde auch der Inhalt des in Bonn am 10.11.2010 sichergestellten Ford Transit ausgewertet.
Hierin befanden sich ein Motocross-Motorrad, ein Notebook und weitere Gegenstände die der Täter vermutlich mitgenommen hatte, um sie zu veräußern. Darüber hinaus fanden sich persönliche Gegenstände und Unterlagen, aus denen sich Hinweise auf den
23jährigen Iraker
Shaho Rzkar,
zuletzt wohnhaft auf der Alsstraße in Mönchengladbach
ergaben.
Inzwischen ist sicher, dass es sich dabei um den Mann handelt, der zuletzt an der Werkstatt gewesen war.
Im Fahrzeug wurden weiter Gegenstände gefunden, die einen dringenden Tatverdacht gegen den Shaho Rzkar begründen.
„Wir haben keinerlei Zweifel daran, dass der von uns gesuchte 23jährige Iraker die Tat begangen hat.“ so Gerd Hoppmann, Leiter der Mordkommission.
Durch den zuständigen Staatsanwalt Herrn Stefan Lingens wurde beim Amtsgericht gegen den Tatverdächtigen ein Haftbefehl wegen Mordes beantragt und durch das Amtsgericht Mönchengladbach erlassen.
Bundesweit wurden alle Polizeidienststellen um Mitfahndung ersucht.
Mit Hochdruck fahndet die Mordkommission nun nach dem 23jährigen. Vor seiner Wohnung stapelte sich die Post und er wurde von den Nachbarn seit Tagen nicht mehr gesehen.
Der 23jährige Iraker war im März 2008 als Asylbewerber nach Deutschland gekommen und hatte zunächst im Asylbewerberwohnheim in Hückelhoven gewohnt.
In Mönchengladbach hatte er das Opfer vermutlich in einer Sprachenschule kennen gelernt.
Die Ermittlungen ergaben, dass der gesuchte Rzkar am 10.11.2010 ein bei dem Opfer entwendetes Mobiltelefon in einem An- und Verkaufsgeschäft auf der Kölnstraße in Bonn zum Verkauf anbot. Hierbei wurden seine Personalien registriert. Das An- und Verkaufsgeschäft befindet sich nur wenige hundert Meter von dem Abstellort des Ford Transit entfernt.
„Wir gehen davon aus, dass Freunde oder Bekannte des Täters in Bonn im Bereich der Heerstraße wohnen und dass er sich dort in der Nacht nach der Tat aufgehalten hat:“ teilte Hoppmann mit.
Daher fahndet die Mordkommission auch in Bonn intensiv und hängt heute Plakate des Gesuchten mit Lichtbild auf.
Für Hinweise die zur Ermittlung und Ergreifung des Täters führen wurde von der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach eine Belohnung in Höhe von 3000,-Euro ausgesetzt.

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