Innenminister De Maizière warnt vor drohendem Anschlag

In ungewöhnlicher Deutlichkeit hat Innenminister de Maizière die Öffentlichkeit heute vor einem drohendem Anschlag von Islamisten in Deutschland gewarnt. Die Bundesregierung hat Hinweise auf einen für Ende November in Deutschland geplanten Anschlag.

In ganz Deutschland werden die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Dies auf dem Niveau der damaligen Bedrohungslage wie vor der letzten Bundestagswahl. So werden beispielsweise in NRW die großen Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn schärfer kontrolliert. Ein Sprecher des Düsseldorfer Flughafen sagte dazu, dass dies allerdings keine nennenswerten Beeinträchtigungen für die Passagiere darstellen wird.

Neben den sonst schon scharf bewachten öffentlichen und jüdischen Einrichtungen werden besonders Plätze mit großer Menschenansammlung, wie Bahnhöfe, stärker bewacht. Dies wird teilweise für die Bürgerinnen und Bürger sichtbar sein, meinte Innenminister de Maizière. Auf die gestellte Frage, ob die Hinweise konkret seien, antwortete de Maizière mit Ja.

Es gebe „konkrete Ermittlungsansätze“, sagte er. Details aber könne und wolle er nicht nennen. Es gebe zudem neue „gefährdungsrelevante Sachverhalte“, „die die Einschätzung begründen, dass wir es mit einer neuen Lage zu tun haben“. Informationen habe die Bundesregierung u.a. auch von ausländischen Partnern erhalten. Erst vor kurzer Zeit hatten die USA die Bundesregierung von neuen Erkenntnissen islamistischer Terroristen informiert. Inzwischen werden in vielen europäischen Staaten die Sicherheitsvorkehrungen hochgefahren.

„Es gibt Grund zur Sorge, aber keinen Grund zu Hysterie“, sagte de Maizière. „Wir lassen uns durch den internationalen Terrorismus weder in unseren Lebensgewohnheiten noch in unserer freiheitlichen Lebenskultur einschränken.“ Er legte Wert auf die Feststellung, das sich das öffentliche Leben aufgrund der neuesten Bedrohungslage nicht ändern darf. Der Bundesinnenminister forderte die Bürger auf, wachsam zu sein, aber auch, Ruhe zu bewahren.

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