DGB-Region Niederrhein: Rente mit 67 erhöht Altersarmut in Duisburg

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Der Deutsche Gewerkschaftsbund, Region Niederrhein, warnt vor steigender Altersarmut in Duisburg und fordert den sofortigen Stopp der Rente mit 67. Rainer Bischoff, DGB-Regionsvorsitzender, sagte am Dienstag dem 16.11.2010, dass Altersarmut in der
Universitätsstadt schon jetzt deutlich zu spüren sei. „Aufgrund der Rentenkürzungen liegen die Altersrenten im Regierungsbezirk Düsseldorf im Schnitt nur noch bei 704 Euro und damit gering niedriger als der Durchschnitt im gesamten Bundesgebiet. Wir müssen dringend umsteuern, weil die Rente mit 67 die Altersarmut zusätzlich verschärfen würde“, so der Gewerkschafter. Nach DGB-Berechnungen muss im Regierungsbezirk Düsseldorf mehr als jeder achte Beschäftigte aus gesundheitlichen Gründen frühzeitig
aus dem Arbeitsleben ausscheiden und hohe Abschläge bei der Erwerbsminderungsrente hinnehmen

„Die Rente ab 67 ist für die meisten Beschäftigten unerreichbar und wird zu einer reinen Rentenkürzung“, erklärte der DGB-Regionsvorsitzende. Eine große Zahl von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern kann auch deshalb nicht bis 65 Jahre arbeiten, weil die Beschäftigungschancen zu schlecht sind. „Auch in Duisburg bietet der Arbeitsmarkt nicht genügend Möglichkeiten für Ältere“, so Rainer Bischoff. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind nur 17,7% aller 60-64-jährigen Duisburger sozialversicherungspflichtig beschäftigt, ein noch schlechterer Wert als auf Bundesebene (20,6%). Fast jeder Vierte aller Arbeitslosen im Arbeitsagenturbezirk Duisburg sei älter als 50 Jahre. „Den meisten dieser mehr als 7000 Bürgerinnen und Bürger wird ein
Wiedereinstieg in Beschäftigung nicht gelingen“, fürchtet der Gewerkschafter. Auch die wirtschaftliche Erholung habe die Beschäftigungsmöglichkeiten Älterer nicht verbessern können. So seien die Arbeitslosenzahlen bei 55–64-jährigen deutlich gestiegen.
In Duisburg gäbe es im Vergleich zum Vorjahr 11,3% mehr Arbeitslose in dieser Altersgruppe.

Für den DGB ist die Rente mit 67 deshalb der falsche Weg. „Die Voraussetzungen für eine Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters sind nicht gegeben. Es wäre völlig inakzeptabel, wenn die Bundesregierung sehenden Auges in Kauf nimmt, dass
Altersarmut zur Perspektive für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wird“, sagte Bischoff.

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