Vorstand der Walsumer Grünen begrüßt die ablehnende Haltung der Kreismitgliederversammlung zum geplanten Steag-Anteilskauf

STEAG_AG_logo Der Vorstand der Walsumer Grünen begrüßt die Entscheidung der Mitgliederversammlung des Kreisverbandes der Duisburger Grünen vom 11.11.2010 zum geplanten Anteilskauf der Steag durch ein Stadtwerkekonsortium unter Federführung der Duisburger Stadtwerke.
In der Mitgliederversammlung wurde mit deutlicher Mehrheit beschlossen, dass die Entscheidungsträger im Rat der Stadt Duisburg aufgefordert werden, eine Beteiligung der Stadtwerke am Bieterkonsortium abzulehnen und das abgebene Angebot nicht zu bestätigen. Ein weiterer Teil des Beschlusses lautete, dass die Stadtwerke eine klar ökologische Ausrichtung als regionaler Stromversorger und Energiedienstleister bekommen sollen.
"Diese Forderung haben wir als Vorstand des Ortsverbandes schon vor mehreren Wochen gefasst und auch öffentlich in die Diskussion gestellt", so Vorstandssprecher der Walumer Grünen Jürgen Schröder.
"Es geht hier nicht um die Steigerung der Grünen Umfragewerte, es geht um politische Glaubwürdigkeit. Es ist doch ein deutlicher Widerspruch zwischen einer Grünen Ablehnung des neuen Kohlekraftwerkes in Datteln und einer Grünen Zustimmung zum Einkauf in zum Teil Uralt-Steag-Kohlekraftwerken zu erkennen, wenn dieser Deal realisiert wird", so Ralf Welters, ebenfalls Vorstandsmitglied der Walsumer Grünen.
"Die Vorstellung, dass der künftige Betreiber des Kohlekraftwerkes Walsum 10 nicht Steag, sondern ein kommunales Konsortium ist – und das auch noch mit Grüner Zustimmung – sind ökologische und Grüne Glaubengrundsätze, die hier in Frage gestellt werden, wo wir doch seit mehreren Jahren gegen dieses Kraftwerk kämpfen", fügt Jürgen Schröder hinzu.
Ralf Welters geht noch weiter und sagt: " Herr Ulrich Sigel von den Stadtwerken Duisburg konnte uns in der letzten Gesamtfraktions-Sondersitzung zu diesem Thema nicht sonderlich überzeugen, wenn er sagt, dass der ökologische Umbau – denen die Grünen dann fordern – erst in ein paar Jahrzehnten stattfindet, da nach seiner Meinung erst die wirtschaftlichen Interessen vordergründig zu bewerten sind."
Der Vorstand der Walsumer Grünen stellt zudem fest, dass der Kauf dieser Anteile ein "finanzielles Harakiri" bedeuten könnte, da ein bedeutender Teil des Geschäftes kreditfinanziert sei und die in Frage kommenden Banken, wie nach ihren vorliegenden Informationen u.a. die WestLB, kein vertrauenserweckendes Bild zur Zeit in der Finanzwelt darstellt. Eine neue Bankenkrise wäre dann für die Stadtwerke fatal.
Ein weiteres ablehnendes Argument stellt die Corporate Responsibility (CR) -Selbstverpflichtungen und zentrale Grundsätze des Evonik-Konzerns mit seiner Tochter Steag – dar, welches von den Walsumer Grünen im Hinblick der Steag-Auslandsaktivitäten bezweifelt wird (Stichwort: Kinderarbeit in Kolumbien).
Der Vorstand der Walsumer Grünen wird auch zukünftig dieses Thema politisch begleiten.

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