Rainer Wendt (DPolG): Castor-Transport übernachtet in Dahlenburg

Der Zug übernachtet in Dahlenburg. Im Wendland hat der Castor-Transport die schwierigste Etappe noch vor sich. Laut Polizei haben sich in Harlingen nahe Hitzacker rund 4000 Menschen auf die Gleise gesetzt.

22:10 Uhr: Der Castor-Transport mit Atommüll ist nach Angaben der Polizeigewerkschaften bis mindestens Montagmorgen lahmgelegt, weil die Gleise blockiert und die Polizisten am Ende ihrer Kräfte sind. Der Zug wurde im wendländischen Dahlenburg mit Stacheldraht eingezäunt, sagte der Vorsitzende der Deutschen Polizei-Gewerkschaft, Rainer Wendt, am Sonntagabend der Nachrichtenagentur dpa.

22:00 Uhr: Der Zug muss eine ungeplante Pause in Dahlenburg einlegen. Dahlenburg liegt etwa auf der Hälfte zwischen Lüneburg und Dannenberg. Grund sei eine Blockade von etwa 2000 Menschen auf der weiteren Bahnstrecke bis Dannenberg, sagte ein Sprecher der Einsatzleitung. Die Polizei-Pressestelle bestätigt, dass der Zug in Dahlenburg steht und dort mit Stacheldraht gesichert wird. Man stehe bei der Weiterfahrt „nicht unter Zeitdruck“. Jetzt solle erst einmal mit den Demonstranten gesprochen werden.
Über Lautsprecher verkünden die Anti-Atomkraft-Aktivisten, dass es einen runden Tisch mit der Polizei geben soll. Dabei soll besprochen werden, wie es mit der Blockade in Harlingen weitergehen soll. Die Blockierer jubeln. 

21:45 Uhr: Das stundenlange Sitzen auf den Gleisen hat bei den Demonstranten nahe Harlingen Spuren hinterlassen. Bei Temperaturen um drei Grad Celsius müssen Sanitäter vereinzelt unterkühlte Aktivisten wegtragen. Die Polizei ist derweil mit weiteren Einheiten und Wasserwerfern angerückt. 
Greenpeace meldet, dass der Castor-Zug unverändert außerhalb von Dahlenburg steht. Allerdings mit laufendem Motor.
Tausende Demonstranten befinden sich nach wie vor nahe des Ortes Harlingen im Gleisbett. Sie feierten dort zunächst eine Spontan-Party mit Musik. Der Zeitpunkt für eine Räumung durch die Polizei war zunächst unklar. „Die werden da irgendwann runtermüssen“, sagte ein Polizeisprecher.
In Dannenberg wird es rund 15 Stunden dauern, bis die elf Castor-Behälter auf Lastwagen verladen sind. Von Dannenberg werden die Behälter die letzten 20 Kilometer auf der Straße zum Zwischenlager Gorleben transportiert. Hier sitzen nach Angaben von Aktivisten rund 1600 Demonstranten, um mit Sitzblockaden den Castor zu stoppen.

Die Aktivisten der Initiative „Castor schottern“ haben nach ihren Aktionen am Sonntag von mehr als hundert Verletzten berichtet. Sprecher Mischa Aschmoneit erklärte, die Demonstranten seien durch Stockschläge, Pfefferspray und Pferdetritte verletzt worden. 

21:15 Uhr: Zur Stunde wird spekuliert, der Castor-Zug werde im Bahnhof Dahlenburg mit Nato-Stacheldraht umzäunt und dort über Nacht stehen bleiben. Auch viele Blockierer machen sich zum Schlafen bereit.
An der blockierten Brücke bei Oldendorf werden, wie es bei taz.de heißt, die mittlerweile knapp 80 Leute auf den Gleisen von der Polizei weggetragen. Die Einsatzkräfte geben an, noch nicht so lange im Einsatz zu sein, wie es von anderen Stellen bisweilen zu hören war.

20:50 Uhr: Während die Polizisten in Harlingen übermüdet sind und hungern, werden die Atomkraft-Gegner vom „Castor Catering Crew“ versorgt. Die Blockierer bekommen Essen ans Gleis gebracht. Getränke gibt es von der „Castor-Gruppe Gusborn“. Deren Mitglieder schenken heißen Apfelsaft an die Demonstranten aus.
Unterdessen wurde die Versammlung in Gorleben offiziell aufgelöst. Dies bedeute jedoch keinesfalls, dass eine Räumung tatsächlich bevorstehe. Das Verfahren war auch bei vergangenen Transporten üblich. Die Demonstranten haben die Aufforderung mit Jubel beantwortet und machen keine Anstalten zu gehen.

20.30 Uhr: Der Einsatzleiter schätzt die Zahl der Demonstranten auf 4000 bis 5000 und kündigt an, dass die Auflösung durch Wegtragen und ohne Gewalt passieren soll, soweit alles friedlich bleibt. Wann die Räumung beginnt ist noch unklar. Aus Sicherheitskreisen hieß es, die Polizisten seien hungrig, müssten zunächst Essen fassen, und viele von ihnen sind völlig übernächtigt.
Gegenüber der taz erklärt ein Polizeisprecher am Rande der Blockade in Harlingen, dass es derzeit nicht so aussehe, dass der Castor die Strecke heute noch schaffe. Die Einsatzkräfte seien absolut nicht Herr der Lage. Das könnte auch Aussagen Dritter zufolge an den Bauern liegen, die mit ihren Treckern die Zufahrtswege für den Nachschub weiter blockieren.

20:15 Uhr: Wegen einer „kleineren Blockade“ der Bahngleise sei der Zug mit den Hochsicherheitsbehältern am Abend gestoppt worden, sagte ein Polizeisprecher des Einsatzzentrums in Lüneburg der Nachrichtenagentur AFP. Nach Angaben der Castor-Gegner befanden sich im niedersächsischen Ort Dumstorf rund 70 Menschen auf den Gleisen. Dumstorf liegt rund 30 Kilometer nordwestlich von Dannenberg, wo die Castor-Behälter für die restliche Strecke auf Lkw verladen werden sollen.
Die Polizei macht zunächst nichts, vielleicht auch weil sie Probleme hat, da die Traktoren die umliegenden Dörfer und Zufahrtsstraßen versperren. Damit könnte die Polizei ein ernstes Nachschubproblem bekommen. Aktuell sind nur etwa ein Dutzend Polizisten an den Gleisen, aber es gibt weitere auf der Brücke. Wenn diese Räumen sollten, müssten sie jedoch die Brücke den Demonstranten freigeben.
Einige der Einsatzkräfte sind zudem seit 24 Stunden auf den Beinen. Es wird auch vermutet, dass der Castor über Nacht abgestellt wird, da die Einsatzkräfte ausgetauscht werden müssen.
Unterdessen hat sich eine Blockade vor dem Zwischenlager Gorleben formiert. Viele Demonstranten haben sich auf die Straße gelegt.

19.50 Uhr: Die einen reden von „mehreren Hundert“, anderevon „Tausenden Demonstranten“, die immer noch an großen Blockade in Harlingen westlich von Hitzacker auf der Castor-Bahnstrecke zur Verladestation Dannenberg ausharren. Sie warten auf das Eintreffen des Zuges – er soll nicht mehr weit weg sein.
Östlich davon gibt es mehrere kleine Blockaden, die jetzt von der Polizei aufgelöst werden. Die Beamten tragen einen nach dem anderen von den Gleisen. Die Blockierer gehen ein Stück weiter und setzen sich wieder auf die Schienen.

19:30 Uhr: Der Zug nähert sich Danneberg, wo die Castoren am Abend auf Lastwagen verladen werden sollen. Seit Lüneburg hat es keine Verzögerungen mehr gegeben. Die Polizei bereitet Räumung der Sitzblockade westlich von Harlingen vor. Die Polizei baut Scheinwerfer auf, hat aber große Probleme, da sie mitten im Wald nur schwer ihre Leute und vor allem das schwere Einsatzgerät dorthin bekommt. Bis zur tatsächlichen Räumung dürfte es deshalb wohl noch einige Zeit dauern.

19:00 Uhr: Laut einer Meldung von Xtausendmal quer hat die Polizei angekündigt, die Gleise bei Harlingen zu räumen. Unter den Blockierern macht eine neue Nachricht die Runde: Der Castor-Transport sei nur noch eine halbe Stunde entfernt. Vor dem Zug mit dem Atommüll rollt demzufoge ein Zug, der das Gleisbett kontrolliert und Schäden sofort ausbessere. Polizisten kontrollieren bei der Blockadeaktion nahe Harlingen, ob Aktivisten heimlich Steine aus dem Gleisbett entfernen.
Richtung Hitzacker stehen rund 200 Polizisten an den Gleisen. An der Blockade laufen immer mal wieder vereinzelte Einsatzkräfte vorbei. Es wirkt derzeit nicht so, als stehe eine akute Räumung bevor. Die Sitzblockade ist auch noch nicht eingekesselt, weshalb eine Räumung aktuell nicht möglich ist. Derzeit ist alles frei zugänglich.
Vor dem Eingang zum Zielort bei Gorleben sitzen bereits tausende Demonstranten und stellen sich auf eine lange Nacht ein. „Gemeinsam haben sich Menschen aller Altersklassen hier niedergelassen und sind entschlossen, zivilen Ungehorsam gegen den Atommülltransport zu leisten. Wir sind bereit, viele Stunden auf der Straße auszuharren und lassen uns auch von rechtlichen Folgen nicht abschrecken“, sagt Luise Neumann-Cosel von der Initiative „x-tausendmal quer“.

18:45 Uhr: Die Gleisblockierer nahe Harlingen werden unruhig. Wegen der Dunkelheit ist es schwer zu sagen, wie viele Personen es sind. Es gibt einen steten Strom zwischen Ort und Blockade. Einige waren in die Camps zurückgegangen, um ihre Schlafsachen zu holen und kehren gerade zurück. Auf den Gleisen sind viele Menschen unterwegs. Gerüchte von einer bevorstehenden Räumung machen die Runde. Denn die Polizei bestätigt: Prinzipiell muss der Castor-Transport die Stelle passieren, an der derzeit die Menschen die Gleise blockieren.

18:30 Uhr:
Am Ortseingang Harlingen kommt es zu massiven Bewegungen von Einsatzkräften der Polizei. Sie ziehen Richtung der besetzten Gleise. Dabei sind auch Wasserwerfer und Krankenwagen.
Auf YouTube ist ein Video eingestellt worden, dass einen Polizisten zeigt, der einen am Boden liegenden Demonstranten mehrfach ins Gesicht schlägt, weil er den Schienenstrang nicht loslassen will.

18:15 Uhr: Nach wie vor sitzen mehr als 1000 Aktivisten bei der Gleisblockade nahe Harlingen (siehe Meldung von 15:20 Uhr) auf den Schienen. Allerdings machen sich auch viele Menschen auf den Heimweg, die zu Wochenbeginn wieder arbeiten müssen. Die Polizei ist bisher noch nicht eingeschritten, leuchtet jedoch mit Scheinwerfern die Szene aus. Etwa eine Stunde zuvor war der Castor-Transport in Lüneburg Richtung Dannenberg gestartet. Der Zug soll im Laufe des Abends diese Stelle passieren. 

18:00 Uhr: Das Zentrum des Protestes verlagerte sich im Tagesverlauf zu einer Sitzblockade auf den Gleisen bei Harlingen. Auch auf der Straße zum Zwischenlager Gorleben harren noch mehr als 1200 Menschen aus. Am Rande der Schienenblockade verlor bereits am frühen Nachmittag eine Frau den Halt und rutschte die Böschung herab. Sie geriet mitten in eine Polizeistaffel und wurde dabei von einem Pferd schwer verletzt. Ein Hubschrauber brachte sie mit mehreren Knochenbrüchen in eine Klinik. Wie viele Verletzte es bislang gibt, kann die Polizei nicht sagen. Aber es werden immer mehr.

17.30 Uhr: Der Transport hat sich auf die letzte Etappe ins Wendland gemacht. Der Zug mit den elf Atommüll-Behältern hat den Lüneburger Bahnhof verlassen und fährt nun nach etwa einstündigen Rangierarbeiten in Richtung Dannenberg weiter. Etwa 50 Kilometer muss der Zug auf dem letzten Schienenabschnitt zurücklegen. Der Transport rollt über die sogenannte Wendlandbahn, eine eingleisige Strecke, die oft durch unwegsames Gelände führt, und von der Polizei nur schwer zu überwachen ist. Dort ist dann in einem extra dafür errichteten Verladebahnhof die Umladung der Castoren auf Lastwagen geplant, die sie ins 20 Kilometer entfernte Zwischenlager Gorleben bringen sollen.
Nach Angaben von Greenpeace lag der Transport beim Verlassen Lüneburgs bereits mehr als elf Stunden hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück.

18:30 Uhr: Am Ortseingang Harlingen kommt es zu massiven Bewegungen von Einsatzkräften der Polizei. Sie ziehen Richtung der besetzten Gleise. Dabei sind auch Wasserwerfer und Krankenwagen.
Auf YouTube ist ein Video eingestellt worden, dass einen Polizisten zeigt, der einen am Boden liegenden Demonstranten mehrfach ins Gesicht schlägt, weil er den Schienenstrang nicht loslassen will.

18:15 Uhr: Nach wie vor sitzen mehr als 1000 Aktivisten bei der Gleisblockade nahe Harlingen (siehe Meldung von 15:20 Uhr) auf den Schienen. Allerdings machen sich auch viele Menschen auf den Heimweg, die zu Wochenbeginn wieder arbeiten müssen. Die Polizei ist bisher noch nicht eingeschritten, leuchtet jedoch mit Scheinwerfern die Szene aus. Etwa eine Stunde zuvor war der Castor-Transport in Lüneburg Richtung Dannenberg gestartet. Der Zug soll im Laufe des Abends diese Stelle passieren.

16:10 Uhr: Offenbar gibt es wieder Krawalle zwischen Polizei und Aktivisten. Die gewalttätigen Zusammenstöße von Atomkraftgegnern und Polizei sind entlang der Gleise zwischen Hitzacker und Dahlenburg flammen erneut aufgeflammt. Hunderte von Protestierern wehrten sich gegen die Beamten, die Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzten. Die Polizei spricht von „massive Auseinandersetzungen“.
Kurz zuvor gab die Kampagne „Castor Schottern“, die Steine aus den Gleisbetten räumen will, bekannt: „Trotz massiver Polizeigewalt mit Schlagstöcken und Pfefferspray gehen die Aktivisten immer wieder auf die Gleise und schottern.“
Bei Pommoissel östlich von Nahrendorf sei auf einer Breite von 150 Metern massiv und ausreichend tief geschottert, sodass die Strecke für den Castor-Zug unbefahrbar sei.

16:00 Uhr: Die Polizei zieht eine erste Zwischenbilanz und spricht von Verletzten in den eigenen Reihen wie auch bei den Demonstranten. Auch Festnahmen habe es gegeben. Ihrem massiven Polizeiaufgebot sei es zu verdanken, dass Tausend Atomkraftgegner mit ihrem Vorhaben gescheitert seien, in nennenswertem Umfang Schottersteine aus dem Gleisbett der Castor-Strecke zu räumen und diese somit unpassierbar zu machen.
Im Ortskern von Harlingen, wo Demonstranten in Festivalstimmung die besetzt halten, hat sich unterdessen eine Trecker-Blockade formiert, um der Polizei den Nachschubweg abzuschneiden. Insgesamt stehen zehn Traktoren ineinander verkeilt an zwei Kreuzungen.

15:30 Uhr: Bei Harlingen bereiten sich viele Menschen auf die Gleisblockade vor. Einige liegen mit Wärmedecken auf den Schienen, andere tanzen, um sich warm zu halten. Vielen Gruppen spielen Gitarre und singen. Es herrscht Festivalstimmung – allerdings diesmal mitten auf der Castor-Strecke.
Einem einzelnen Mann ist es gelungen, auf einen Baum zu klettern, bevor zwei Polizisten ihn fassen konnten. Unter dem Jubel der Atomgegner ist er schnell weit oben.
Bauern blockieren mit Dutzenden Treckern fast alle Einfahrtstraßen nach Dannenberg. Sie wollen verhindern, dass die Polizei zu den Punkten gelangt, wo Demonstranten die Bahnstrecke besetzen. Derzeit gibt es an diesen Gleisabschnitten kein Durchkommen mehr.

15:00 Uhr: Inzwischen hat der Castor-Zug hat Suderburg passiert. Verlauft alles planmäßig und kommt es zu keinen weiteren Verzögerungen, könnte der Zug in Kürze Lüneburg erreichen. Auf dem Weg zur Verladestation Dannenberg im Wendland wartet in Harlingen vermutlich die nächste Blockade auf den Castor-Transport.

14:35: Wie Atomkraftgegner melden, rollt der Castor-Zug wieder. Er wurde bei Dalle zwischen Celle und Uelzen gestoppt, weil einige Aktivisten sich auf den Gleisen festgekettet hatten. Jetzt kann der Zug wieder weiterfahren. Die nächste Gleis-Blockade aber ist nicht weit.

14:30: Wolfgang Ehmke, der Sprecher der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg, ruft beide Seiten zur Besonnenheit auf. „Wir wollen keine Debatte über Gewalt. Wir wollen eine Auseinandersetzung um Atomkraft ja oder nein.“ Zugleich macht Ehmke die Polizei für die Eskalation verantwortlich. Die Lage im Wendland hat sich nach Ehmkes Angaben wieder beruhigt.
Inzwischen hat nach der Deutschen Bahn auch das private Bahnunternehmen Metronom seine Verbindungen auf der Castor-Strecke vorläufig eingestellt. „Hier geht gar nichts mehr“, sagte eine Metronom-Sprecherin in Uelzen. Hunderte Fahrgäste stiegen am Bahnhof der Kreisstadt in bereitgestellte Busse um, die sie nach Celle brachten. Die Züge wurden in ein Betriebswerk gefahren. Einige ICE standen den Angaben zufolge auf der Strecke und warteten auf ein Ende der Gleisblockade. 

14:00 Uhr: In Dalle, etwa 30 Kilometer hinter Celle in der Gemeinde Eschede, muss der Zug schon wieder halten, weil sich Menschen auf den Gleisen befinden. Nach Angaben von Atomkraftgegnern hatten sich einige Aktivisten an den Gleisanlagen festgekettet. Wegen der zahlreichen und massiven Proteste hat er bereits eine Verspätung von mindestens zehn Stunden.
Auch bei Leitstade nahe Hitzacker kommt es zu Krawallen zwischen Demonstranten und Polizisten. Es soll Verletzte gegeben haben. Atomkraftgegner besetzen außerdem die Zufahrtsstraße zum Zwischenlager Gorleben. An der Sitzblockade seien mehr als 1200 Demonstranten beteiligt, berichtete die Initiative „X-tausendmalquer“. Auch Grünen-Chefin Claudia Roth ist bei der Sitzblockade dabei und will auf der Straße ausharren.
Zum angezündeten Räumpanzer der Polizei werden mehr Details bekannt: So sollen die Täter das Fahrzeug erst mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und diese dann entzündet haben, wie ein Polizeisprecher in der Castor-Einsatzzentrale in Lüneburg mitteilte. Außerdem hätten sie versucht, die aus speziellem Sicherheitsglas bestehenden Scheiben des Wagens einzuschlagen. Die Beamten in dem Panzerwagen blieben bei dem Vorfall an der Bahnstrecke von Lüneburg nach Dannenberg unverletzt. Andere Polizisten hätten die Angreifer mit Reizgas vertrieben. Die Flammen wurden mit einem Feuerlöscher erstickt, der Räumpanzer konnte seinen Einsatz fortsetzen. Die Täter flüchteten unerkannt. 

13:30 Uhr: Die Lage in Leitstade soll sich etwas beruhigt haben.  Viele Aktivisten haben sich in den Wald zurückgezogen, die Anstürme auf die Gleise haben etwas abgenommen. 

13:00 Uhr: An der Bahnstrecke zum Atommülllager Gorleben im Wendland ist es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Atomkraftgegnern und der Polizei gekommen. Demonstranten hatten ein Räumfahrtzeug angezündet, woraufhin die Polizei Schlagstöcke, Wasserwerfer, Reizgas einsetzte.
Augenzeugen und einem dpa-Fotografen zufolge haben Demonstranten ein panzerähnliches Räumfahrzeug der Polizei im Wald an der Castor- Transportstrecke im Wendland angezündet. Das Fahrzeug sei mit Teer übergossen und womöglich mit Molotowcocktails angezündet worden. „Die Situation ist noch nicht unter Kontrolle“, sagte ein Polizeisprecher zur unübersichtlichen Lage im Wald bei Leitstade, wenige Kilometer vor der Umladestation in Dannenberg. . Dort soll im Laufe des Sonntag der Zug mit dem hoch radioaktiven Atommüll eintreffen, um dann die letzten 20 Kilometer auf der Straße ins Zwischenlager Gorleben transportiert zu werden. 
Mischa Aschmoneit von der Kampagne „Castor Schottern“ erklärte zu den Zusammenstößen bei Leitstade: „Nur durch einen unverhältnismäßigen Gewalteinsatz konnte die Polizei uns nach dem ersten Schottern wieder zurückdrängen. Der Wald ist voller Tränengas.“ Bei den Aktivisten gebe es immer noch eine große Entschlossenheit, „den weiteren Tag zum Schottern zu nutzen und sich nicht einschüchtern zu lassen“. 
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg berichtete, dass auch ein Pionierpanzer der Bundeswehr gesichtet wurde. Das Bundesinnenministerium bestätigte der BI demnach, dass im Rahmen des Amtshilfeersuchens der niedersächsischen Behörden nicht nur Kasernen und Verpflegung für die Polizei bereitgestellt würde, sondern auch technisches Gerät.
Nach den Ausschreitungen an der Bahnstrecke hat die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg beide Seiten zu Gewaltfreiheit und Besonnenheit aufgerufen. 

12:40 Uhr:  Der Castor-Transport musste gestoppt werden , weil Atomkraftgegner die Gleise blockieren.

17.30 Uhr: Der Transport hat sich auf die letzte Etappe ins Wendland gemacht. Der Zug mit den elf Atommüll-Behältern hat den Lüneburger Bahnhof verlassen und fährt nun nach etwa einstündigen Rangierarbeiten in Richtung Dannenberg weiter. Etwa 50 Kilometer muss der Zug auf dem letzten Schienenabschnitt zurücklegen. Der Transport rollt über die sogenannte Wendlandbahn, eine eingleisige Strecke, die oft durch unwegsames Gelände führt, und von der Polizei nur schwer zu überwachen ist. Dort ist dann in einem extra dafür errichteten Verladebahnhof die Umladung der Castoren auf Lastwagen geplant, die sie ins 20 Kilometer entfernte Zwischenlager Gorleben bringen sollen.
Nach Angaben von Greenpeace lag der Transport beim Verlassen Lüneburgs bereits mehr als elf Stunden hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück.

16:10 Uhr: Offenbar gibt es wieder Krawalle zwischen Polizei und Aktivisten. Die gewalttätigen Zusammenstöße von Atomkraftgegnern und Polizei sind entlang der Gleise zwischen Hitzacker und Dahlenburg flammen erneut aufgeflammt. Hunderte von Protestierern wehrten sich gegen die Beamten, die Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzten. Die Polizei spricht von „massive Auseinandersetzungen“.
Kurz zuvor gab die Kampagne „Castor Schottern“, die Steine aus den Gleisbetten räumen will, bekannt: „Trotz massiver Polizeigewalt mit Schlagstöcken und Pfefferspray gehen die Aktivisten immer wieder auf die Gleise und schottern.“
Bei Pommoissel östlich von Nahrendorf sei auf einer Breite von 150 Metern massiv und ausreichend tief geschottert, sodass die Strecke für den Castor-Zug unbefahrbar sei.

16:00 Uhr: Die Polizei zieht eine erste Zwischenbilanz und spricht von Verletzten in den eigenen Reihen wie auch bei den Demonstranten. Auch Festnahmen habe es gegeben. Ihrem massiven Polizeiaufgebot sei es zu verdanken, dass Tausend Atomkraftgegner mit ihrem Vorhaben gescheitert seien, in nennenswertem Umfang Schottersteine aus dem Gleisbett der Castor-Strecke zu räumen und diese somit unpassierbar zu machen.
Im Ortskern von Harlingen, wo Demonstranten in Festivalstimmung die besetzt halten, hat sich unterdessen eine Trecker-Blockade formiert, um der Polizei den Nachschubweg abzuschneiden. Insgesamt stehen zehn Traktoren ineinander verkeilt an zwei Kreuzungen.

15:30 Uhr: Bei Harlingen bereiten sich viele Menschen auf die Gleisblockade vor. Einige liegen mit Wärmedecken auf den Schienen, andere tanzen, um sich warm zu halten. Vielen Gruppen spielen Gitarre und singen. Es herrscht Festivalstimmung – allerdings diesmal mitten auf der Castor-Strecke.
Einem einzelnen Mann ist es gelungen, auf einen Baum zu klettern, bevor zwei Polizisten ihn fassen konnten. Unter dem Jubel der Atomgegner ist er schnell weit oben.
Bauern blockieren mit Dutzenden Treckern fast alle Einfahrtstraßen nach Dannenberg. Sie wollen verhindern, dass die Polizei zu den Punkten gelangt, wo Demonstranten die Bahnstrecke besetzen. Derzeit gibt es an diesen Gleisabschnitten kein Durchkommen mehr.

15:00 Uhr: Inzwischen hat der Castor-Zug hat Suderburg passiert. Verlauft alles planmäßig und kommt es zu keinen weiteren Verzögerungen, könnte der Zug in Kürze Lüneburg erreichen. Auf dem Weg zur Verladestation Dannenberg im Wendland wartet in Harlingen vermutlich die nächste Blockade auf den Castor-Transport.

14:35: Wie Atomkraftgegner melden, rollt der Castor-Zug wieder. Er wurde bei Dalle zwischen Celle und Uelzen gestoppt, weil einige Aktivisten sich auf den Gleisen festgekettet hatten. Jetzt kann der Zug wieder weiterfahren. Die nächste Gleis-Blockade aber ist nicht weit.

14:30: Wolfgang Ehmke, der Sprecher der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg, ruft beide Seiten zur Besonnenheit auf. „Wir wollen keine Debatte über Gewalt. Wir wollen eine Auseinandersetzung um Atomkraft ja oder nein.“ Zugleich macht Ehmke die Polizei für die Eskalation verantwortlich. Die Lage im Wendland hat sich nach Ehmkes Angaben wieder beruhigt.
Inzwischen hat nach der Deutschen Bahn auch das private Bahnunternehmen Metronom seine Verbindungen auf der Castor-Strecke vorläufig eingestellt. „Hier geht gar nichts mehr“, sagte eine Metronom-Sprecherin in Uelzen. Hunderte Fahrgäste stiegen am Bahnhof der Kreisstadt in bereitgestellte Busse um, die sie nach Celle brachten. Die Züge wurden in ein Betriebswerk gefahren. Einige ICE standen den Angaben zufolge auf der Strecke und warteten auf ein Ende der Gleisblockade. 

14:00 Uhr: In Dalle, etwa 30 Kilometer hinter Celle in der Gemeinde Eschede, muss der Zug schon wieder halten, weil sich Menschen auf den Gleisen befinden. Nach Angaben von Atomkraftgegnern hatten sich einige Aktivisten an den Gleisanlagen festgekettet. Wegen der zahlreichen und massiven Proteste hat er bereits eine Verspätung von mindestens zehn Stunden.
Auch bei Leitstade nahe Hitzacker kommt es zu Krawallen zwischen Demonstranten und Polizisten. Es soll Verletzte gegeben haben. Atomkraftgegner besetzen außerdem die Zufahrtsstraße zum Zwischenlager Gorleben. An der Sitzblockade seien mehr als 1200 Demonstranten beteiligt, berichtete die Initiative „X-tausendmalquer“. Auch Grünen-Chefin Claudia Roth ist bei der Sitzblockade dabei und will auf der Straße ausharren.
Zum angezündeten Räumpanzer der Polizei werden mehr Details bekannt: So sollen die Täter das Fahrzeug erst mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und diese dann entzündet haben, wie ein Polizeisprecher in der Castor-Einsatzzentrale in Lüneburg mitteilte. Außerdem hätten sie versucht, die aus speziellem Sicherheitsglas bestehenden Scheiben des Wagens einzuschlagen. Die Beamten in dem Panzerwagen blieben bei dem Vorfall an der Bahnstrecke von Lüneburg nach Dannenberg unverletzt. Andere Polizisten hätten die Angreifer mit Reizgas vertrieben. Die Flammen wurden mit einem Feuerlöscher erstickt, der Räumpanzer konnte seinen Einsatz fortsetzen. Die Täter flüchteten unerkannt. 

13:30 Uhr: Die Lage in Leitstade soll sich etwas beruhigt haben.  Viele Aktivisten haben sich in den Wald zurückgezogen, die Anstürme auf die Gleise haben etwas abgenommen. 

13:00 Uhr: An der Bahnstrecke zum Atommülllager Gorleben im Wendland ist es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Atomkraftgegnern und der Polizei gekommen. Demonstranten hatten ein Räumfahrtzeug angezündet, woraufhin die Polizei Schlagstöcke, Wasserwerfer, Reizgas einsetzte.
Augenzeugen und einem dpa-Fotografen zufolge haben Demonstranten ein panzerähnliches Räumfahrzeug der Polizei im Wald an der Castor- Transportstrecke im Wendland angezündet. Das Fahrzeug sei mit Teer übergossen und womöglich mit Molotowcocktails angezündet worden. „Die Situation ist noch nicht unter Kontrolle“, sagte ein Polizeisprecher zur unübersichtlichen Lage im Wald bei Leitstade, wenige Kilometer vor der Umladestation in Dannenberg. . Dort soll im Laufe des Sonntag der Zug mit dem hoch radioaktiven Atommüll eintreffen, um dann die letzten 20 Kilometer auf der Straße ins Zwischenlager Gorleben transportiert zu werden. 
Mischa Aschmoneit von der Kampagne „Castor Schottern“ erklärte zu den Zusammenstößen bei Leitstade: „Nur durch einen unverhältnismäßigen Gewalteinsatz konnte die Polizei uns nach dem ersten Schottern wieder zurückdrängen. Der Wald ist voller Tränengas.“ Bei den Aktivisten gebe es immer noch eine große Entschlossenheit, „den weiteren Tag zum Schottern zu nutzen und sich nicht einschüchtern zu lassen“. 
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg berichtete, dass auch ein Pionierpanzer der Bundeswehr gesichtet wurde. Das Bundesinnenministerium bestätigte der BI demnach, dass im Rahmen des Amtshilfeersuchens der niedersächsischen Behörden nicht nur Kasernen und Verpflegung für die Polizei bereitgestellt würde, sondern auch technisches Gerät.
Nach den Ausschreitungen an der Bahnstrecke hat die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg beide Seiten zu Gewaltfreiheit und Besonnenheit aufgerufen. 

12:40 Uhr:  Der Castor-Transport musste gestoppt werden , weil Atomkraftgegner die Gleise blockieren.

17.30 Uhr: Der Transport hat sich auf die letzte Etappe ins Wendland gemacht. Der Zug mit den elf Atommüll-Behältern hat den Lüneburger Bahnhof verlassen und fährt nun nach etwa einstündigen Rangierarbeiten in Richtung Dannenberg weiter. Etwa 50 Kilometer muss der Zug auf dem letzten Schienenabschnitt zurücklegen. Der Transport rollt über die sogenannte Wendlandbahn, eine eingleisige Strecke, die oft durch unwegsames Gelände führt, und von der Polizei nur schwer zu überwachen ist. Dort ist dann in einem extra dafür errichteten Verladebahnhof die Umladung der Castoren auf Lastwagen geplant, die sie ins 20 Kilometer entfernte Zwischenlager Gorleben bringen sollen.
Nach Angaben von Greenpeace lag der Transport beim Verlassen Lüneburgs bereits mehr als elf Stunden hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück.

16:10 Uhr: Offenbar gibt es wieder Krawalle zwischen Polizei und Aktivisten. Die gewalttätigen Zusammenstöße von Atomkraftgegnern und Polizei sind entlang der Gleise zwischen Hitzacker und Dahlenburg flammen erneut aufgeflammt. Hunderte von Protestierern wehrten sich gegen die Beamten, die Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzten. Die Polizei spricht von „massive Auseinandersetzungen“.
Kurz zuvor gab die Kampagne „Castor Schottern“, die Steine aus den Gleisbetten räumen will, bekannt: „Trotz massiver Polizeigewalt mit Schlagstöcken und Pfefferspray gehen die Aktivisten immer wieder auf die Gleise und schottern.“
Bei Pommoissel östlich von Nahrendorf sei auf einer Breite von 150 Metern massiv und ausreichend tief geschottert, sodass die Strecke für den Castor-Zug unbefahrbar sei.

16:00 Uhr: Die Polizei zieht eine erste Zwischenbilanz und spricht von Verletzten in den eigenen Reihen wie auch bei den Demonstranten. Auch Festnahmen habe es gegeben. Ihrem massiven Polizeiaufgebot sei es zu verdanken, dass Tausend Atomkraftgegner mit ihrem Vorhaben gescheitert seien, in nennenswertem Umfang Schottersteine aus dem Gleisbett der Castor-Strecke zu räumen und diese somit unpassierbar zu machen.
Im Ortskern von Harlingen, wo Demonstranten in Festivalstimmung die besetzt halten, hat sich unterdessen eine Trecker-Blockade formiert, um der Polizei den Nachschubweg abzuschneiden. Insgesamt stehen zehn Traktoren ineinander verkeilt an zwei Kreuzungen.

15:30 Uhr: Bei Harlingen bereiten sich viele Menschen auf die Gleisblockade vor. Einige liegen mit Wärmedecken auf den Schienen, andere tanzen, um sich warm zu halten. Vielen Gruppen spielen Gitarre und singen. Es herrscht Festivalstimmung – allerdings diesmal mitten auf der Castor-Strecke.
Einem einzelnen Mann ist es gelungen, auf einen Baum zu klettern, bevor zwei Polizisten ihn fassen konnten. Unter dem Jubel der Atomgegner ist er schnell weit oben.
Bauern blockieren mit Dutzenden Treckern fast alle Einfahrtstraßen nach Dannenberg. Sie wollen verhindern, dass die Polizei zu den Punkten gelangt, wo Demonstranten die Bahnstrecke besetzen. Derzeit gibt es an diesen Gleisabschnitten kein Durchkommen mehr.

15:00 Uhr: Inzwischen hat der Castor-Zug hat Suderburg passiert. Verlauft alles planmäßig und kommt es zu keinen weiteren Verzögerungen, könnte der Zug in Kürze Lüneburg erreichen. Auf dem Weg zur Verladestation Dannenberg im Wendland wartet in Harlingen vermutlich die nächste Blockade auf den Castor-Transport.

14:35: Wie Atomkraftgegner melden, rollt der Castor-Zug wieder. Er wurde bei Dalle zwischen Celle und Uelzen gestoppt, weil einige Aktivisten sich auf den Gleisen festgekettet hatten. Jetzt kann der Zug wieder weiterfahren. Die nächste Gleis-Blockade aber ist nicht weit.

14:30: Wolfgang Ehmke, der Sprecher der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg, ruft beide Seiten zur Besonnenheit auf. „Wir wollen keine Debatte über Gewalt. Wir wollen eine Auseinandersetzung um Atomkraft ja oder nein.“ Zugleich macht Ehmke die Polizei für die Eskalation verantwortlich. Die Lage im Wendland hat sich nach Ehmkes Angaben wieder beruhigt.
Inzwischen hat nach der Deutschen Bahn auch das private Bahnunternehmen Metronom seine Verbindungen auf der Castor-Strecke vorläufig eingestellt. „Hier geht gar nichts mehr“, sagte eine Metronom-Sprecherin in Uelzen. Hunderte Fahrgäste stiegen am Bahnhof der Kreisstadt in bereitgestellte Busse um, die sie nach Celle brachten. Die Züge wurden in ein Betriebswerk gefahren. Einige ICE standen den Angaben zufolge auf der Strecke und warteten auf ein Ende der Gleisblockade. 

14:00 Uhr: In Dalle, etwa 30 Kilometer hinter Celle in der Gemeinde Eschede, muss der Zug schon wieder halten, weil sich Menschen auf den Gleisen befinden. Nach Angaben von Atomkraftgegnern hatten sich einige Aktivisten an den Gleisanlagen festgekettet. Wegen der zahlreichen und massiven Proteste hat er bereits eine Verspätung von mindestens zehn Stunden.
Auch bei Leitstade nahe Hitzacker kommt es zu Krawallen zwischen Demonstranten und Polizisten. Es soll Verletzte gegeben haben. Atomkraftgegner besetzen außerdem die Zufahrtsstraße zum Zwischenlager Gorleben. An der Sitzblockade seien mehr als 1200 Demonstranten beteiligt, berichtete die Initiative „X-tausendmalquer“. Auch Grünen-Chefin Claudia Roth ist bei der Sitzblockade dabei und will auf der Straße ausharren.
Zum angezündeten Räumpanzer der Polizei werden mehr Details bekannt: So sollen die Täter das Fahrzeug erst mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und diese dann entzündet haben, wie ein Polizeisprecher in der Castor-Einsatzzentrale in Lüneburg mitteilte. Außerdem hätten sie versucht, die aus speziellem Sicherheitsglas bestehenden Scheiben des Wagens einzuschlagen. Die Beamten in dem Panzerwagen blieben bei dem Vorfall an der Bahnstrecke von Lüneburg nach Dannenberg unverletzt. Andere Polizisten hätten die Angreifer mit Reizgas vertrieben. Die Flammen wurden mit einem Feuerlöscher erstickt, der Räumpanzer konnte seinen Einsatz fortsetzen. Die Täter flüchteten unerkannt. 

13:30 Uhr: Die Lage in Leitstade soll sich etwas beruhigt haben.  Viele Aktivisten haben sich in den Wald zurückgezogen, die Anstürme auf die Gleise haben etwas abgenommen. 

13:00 Uhr: An der Bahnstrecke zum Atommülllager Gorleben im Wendland ist es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Atomkraftgegnern und der Polizei gekommen. Demonstranten hatten ein Räumfahrtzeug angezündet, woraufhin die Polizei Schlagstöcke, Wasserwerfer, Reizgas einsetzte.
Augenzeugen und einem dpa-Fotografen zufolge haben Demonstranten ein panzerähnliches Räumfahrzeug der Polizei im Wald an der Castor- Transportstrecke im Wendland angezündet. Das Fahrzeug sei mit Teer übergossen und womöglich mit Molotowcocktails angezündet worden. „Die Situation ist noch nicht unter Kontrolle“, sagte ein Polizeisprecher zur unübersichtlichen Lage im Wald bei Leitstade, wenige Kilometer vor der Umladestation in Dannenberg. . Dort soll im Laufe des Sonntag der Zug mit dem hoch radioaktiven Atommüll eintreffen, um dann die letzten 20 Kilometer auf der Straße ins Zwischenlager Gorleben transportiert zu werden. 
Mischa Aschmoneit von der Kampagne „Castor Schottern“ erklärte zu den Zusammenstößen bei Leitstade: „Nur durch einen unverhältnismäßigen Gewalteinsatz konnte die Polizei uns nach dem ersten Schottern wieder zurückdrängen. Der Wald ist voller Tränengas.“ Bei den Aktivisten gebe es immer noch eine große Entschlossenheit, „den weiteren Tag zum Schottern zu nutzen und sich nicht einschüchtern zu lassen“. 
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg berichtete, dass auch ein Pionierpanzer der Bundeswehr gesichtet wurde. Das Bundesinnenministerium bestätigte der BI demnach, dass im Rahmen des Amtshilfeersuchens der niedersächsischen Behörden nicht nur Kasernen und Verpflegung für die Polizei bereitgestellt würde, sondern auch technisches Gerät.
Nach den Ausschreitungen an der Bahnstrecke hat die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg beide Seiten zu Gewaltfreiheit und Besonnenheit aufgerufen. 

12:40 Uhr:  Der Castor-Transport musste gestoppt werden , weil Atomkraftgegner die Gleise blockieren.

17.30 Uhr: Der Transport hat sich auf die letzte Etappe ins Wendland gemacht. Der Zug mit den elf Atommüll-Behältern hat den Lüneburger Bahnhof verlassen und fährt nun nach etwa einstündigen Rangierarbeiten in Richtung Dannenberg weiter. Etwa 50 Kilometer muss der Zug auf dem letzten Schienenabschnitt zurücklegen. Der Transport rollt über die sogenannte Wendlandbahn, eine eingleisige Strecke, die oft durch unwegsames Gelände führt, und von der Polizei nur schwer zu überwachen ist. Dort ist dann in einem extra dafür errichteten Verladebahnhof die Umladung der Castoren auf Lastwagen geplant, die sie ins 20 Kilometer entfernte Zwischenlager Gorleben bringen sollen.
Nach Angaben von Greenpeace lag der Transport beim Verlassen Lüneburgs bereits mehr als elf Stunden hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück.

16:10 Uhr: Offenbar gibt es wieder Krawalle zwischen Polizei und Aktivisten. Die gewalttätigen Zusammenstöße von Atomkraftgegnern und Polizei sind entlang der Gleise zwischen Hitzacker und Dahlenburg flammen erneut aufgeflammt. Hunderte von Protestierern wehrten sich gegen die Beamten, die Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzten. Die Polizei spricht von „massive Auseinandersetzungen“.
Kurz zuvor gab die Kampagne „Castor Schottern“, die Steine aus den Gleisbetten räumen will, bekannt: „Trotz massiver Polizeigewalt mit Schlagstöcken und Pfefferspray gehen die Aktivisten immer wieder auf die Gleise und schottern.“
Bei Pommoissel östlich von Nahrendorf sei auf einer Breite von 150 Metern massiv und ausreichend tief geschottert, sodass die Strecke für den Castor-Zug unbefahrbar sei.

16:00 Uhr: Die Polizei zieht eine erste Zwischenbilanz und spricht von Verletzten in den eigenen Reihen wie auch bei den Demonstranten. Auch Festnahmen habe es gegeben. Ihrem massiven Polizeiaufgebot sei es zu verdanken, dass Tausend Atomkraftgegner mit ihrem Vorhaben gescheitert seien, in nennenswertem Umfang Schottersteine aus dem Gleisbett der Castor-Strecke zu räumen und diese somit unpassierbar zu machen.
Im Ortskern von Harlingen, wo Demonstranten in Festivalstimmung die besetzt halten, hat sich unterdessen eine Trecker-Blockade formiert, um der Polizei den Nachschubweg abzuschneiden. Insgesamt stehen zehn Traktoren ineinander verkeilt an zwei Kreuzungen.

15:30 Uhr: Bei Harlingen bereiten sich viele Menschen auf die Gleisblockade vor. Einige liegen mit Wärmedecken auf den Schienen, andere tanzen, um sich warm zu halten. Vielen Gruppen spielen Gitarre und singen. Es herrscht Festivalstimmung – allerdings diesmal mitten auf der Castor-Strecke.
Einem einzelnen Mann ist es gelungen, auf einen Baum zu klettern, bevor zwei Polizisten ihn fassen konnten. Unter dem Jubel der Atomgegner ist er schnell weit oben.
Bauern blockieren mit Dutzenden Treckern fast alle Einfahrtstraßen nach Dannenberg. Sie wollen verhindern, dass die Polizei zu den Punkten gelangt, wo Demonstranten die Bahnstrecke besetzen. Derzeit gibt es an diesen Gleisabschnitten kein Durchkommen mehr.

15:00 Uhr: Inzwischen hat der Castor-Zug hat Suderburg passiert. Verlauft alles planmäßig und kommt es zu keinen weiteren Verzögerungen, könnte der Zug in Kürze Lüneburg erreichen. Auf dem Weg zur Verladestation Dannenberg im Wendland wartet in Harlingen vermutlich die nächste Blockade auf den Castor-Transport.

14:35: Wie Atomkraftgegner melden, rollt der Castor-Zug wieder. Er wurde bei Dalle zwischen Celle und Uelzen gestoppt, weil einige Aktivisten sich auf den Gleisen festgekettet hatten. Jetzt kann der Zug wieder weiterfahren. Die nächste Gleis-Blockade aber ist nicht weit.

14:30: Wolfgang Ehmke, der Sprecher der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg, ruft beide Seiten zur Besonnenheit auf. „Wir wollen keine Debatte über Gewalt. Wir wollen eine Auseinandersetzung um Atomkraft ja oder nein.“ Zugleich macht Ehmke die Polizei für die Eskalation verantwortlich. Die Lage im Wendland hat sich nach Ehmkes Angaben wieder beruhigt.
Inzwischen hat nach der Deutschen Bahn auch das private Bahnunternehmen Metronom seine Verbindungen auf der Castor-Strecke vorläufig eingestellt. „Hier geht gar nichts mehr“, sagte eine Metronom-Sprecherin in Uelzen. Hunderte Fahrgäste stiegen am Bahnhof der Kreisstadt in bereitgestellte Busse um, die sie nach Celle brachten. Die Züge wurden in ein Betriebswerk gefahren. Einige ICE standen den Angaben zufolge auf der Strecke und warteten auf ein Ende der Gleisblockade. 

14:00 Uhr: In Dalle, etwa 30 Kilometer hinter Celle in der Gemeinde Eschede, muss der Zug schon wieder halten, weil sich Menschen auf den Gleisen befinden. Nach Angaben von Atomkraftgegnern hatten sich einige Aktivisten an den Gleisanlagen festgekettet. Wegen der zahlreichen und massiven Proteste hat er bereits eine Verspätung von mindestens zehn Stunden.
Auch bei Leitstade nahe Hitzacker kommt es zu Krawallen zwischen Demonstranten und Polizisten. Es soll Verletzte gegeben haben. Atomkraftgegner besetzen außerdem die Zufahrtsstraße zum Zwischenlager Gorleben. An der Sitzblockade seien mehr als 1200 Demonstranten beteiligt, berichtete die Initiative „X-tausendmalquer“. Auch Grünen-Chefin Claudia Roth ist bei der Sitzblockade dabei und will auf der Straße ausharren.
Zum angezündeten Räumpanzer der Polizei werden mehr Details bekannt: So sollen die Täter das Fahrzeug erst mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und diese dann entzündet haben, wie ein Polizeisprecher in der Castor-Einsatzzentrale in Lüneburg mitteilte. Außerdem hätten sie versucht, die aus speziellem Sicherheitsglas bestehenden Scheiben des Wagens einzuschlagen. Die Beamten in dem Panzerwagen blieben bei dem Vorfall an der Bahnstrecke von Lüneburg nach Dannenberg unverletzt. Andere Polizisten hätten die Angreifer mit Reizgas vertrieben. Die Flammen wurden mit einem Feuerlöscher erstickt, der Räumpanzer konnte seinen Einsatz fortsetzen. Die Täter flüchteten unerkannt. 

13:30 Uhr: Die Lage in Leitstade soll sich etwas beruhigt haben.  Viele Aktivisten haben sich in den Wald zurückgezogen, die Anstürme auf die Gleise haben etwas abgenommen. 

13:00 Uhr: An der Bahnstrecke zum Atommülllager Gorleben im Wendland ist es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Atomkraftgegnern und der Polizei gekommen. Demonstranten hatten ein Räumfahrtzeug angezündet, woraufhin die Polizei Schlagstöcke, Wasserwerfer, Reizgas einsetzte.
Augenzeugen und einem dpa-Fotografen zufolge haben Demonstranten ein panzerähnliches Räumfahrzeug der Polizei im Wald an der Castor- Transportstrecke im Wendland angezündet. Das Fahrzeug sei mit Teer übergossen und womöglich mit Molotowcocktails angezündet worden. „Die Situation ist noch nicht unter Kontrolle“, sagte ein Polizeisprecher zur unübersichtlichen Lage im Wald bei Leitstade, wenige Kilometer vor der Umladestation in Dannenberg. . Dort soll im Laufe des Sonntag der Zug mit dem hoch radioaktiven Atommüll eintreffen, um dann die letzten 20 Kilometer auf der Straße ins Zwischenlager Gorleben transportiert zu werden. 
Mischa Aschmoneit von der Kampagne „Castor Schottern“ erklärte zu den Zusammenstößen bei Leitstade: „Nur durch einen unverhältnismäßigen Gewalteinsatz konnte die Polizei uns nach dem ersten Schottern wieder zurückdrängen. Der Wald ist voller Tränengas.“ Bei den Aktivisten gebe es immer noch eine große Entschlossenheit, „den weiteren Tag zum Schottern zu nutzen und sich nicht einschüchtern zu lassen“. 
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg berichtete, dass auch ein Pionierpanzer der Bundeswehr gesichtet wurde. Das Bundesinnenministerium bestätigte der BI demnach, dass im Rahmen des Amtshilfeersuchens der niedersächsischen Behörden nicht nur Kasernen und Verpflegung für die Polizei bereitgestellt würde, sondern auch technisches Gerät.
Nach den Ausschreitungen an der Bahnstrecke hat die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg beide Seiten zu Gewaltfreiheit und Besonnenheit aufgerufen. 

12:40 Uhr:  Der Castor-Transport musste gestoppt werden , weil Atomkraftgegner die Gleise blockieren.

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