Castor-Transport nähert sich Gorleben

 

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***Aktuell 11 Uhr*** Der Castor-Transport nähert sich Gorleben. Im Bereich um das Zwischenlager formiert sich ein Massenprotest. Es kam zu ersten Zusammenstößen zwischen Polizisten und Demonstranten. Kurze Zusammenfassung bis jetzt.

Auf seinem Weg nach Gorleben hat der Castor-Transport mit radioaktivem Atommüll am Morgen Niedersachsen erreicht. Wie die Polizei mitteilte, überquerte der Zug mit den elf Castoren auf dem Weg Richtung Göttingen die Landesgrenze.

Verschiedene Twitter-Dienste von Castor-Gegnern melden erste Einsätze der Polizei mit Tränengas und Schlagstöcken. Die Presse vor Ort wurde seitens der Polizei gebeten, das Areal möglichst zu verlassen. Von seiten der Demonstranten wurde die Presse eindringlich gebeten, sich nicht vertreiben zu lassen. Fotoaufnahmen, auch privater Natur, sollen von der anwesenden Polizei unterbunden worden sein. Nahe Hitzacker wurden die Sicherheitskräfte nach Angaben der Polizei auch mit Reizspray angegriffen. Bis zu 4000 Demonstranten versuchten demnach, auf die Schienen gelangen. Wasserwerfer wären angeblich nur im Einsatz um Feuer zu löschen. Die Castor-Gegner sprachen von rund einem Dutzend Verletzten in den eigenen Reihen. Die Polizei setzt Pfefferspray und Wasserwerfer gegen die Demonstranten ein.

Immer wieder soll es kleinen Gruppen von Castor-Gegnern gelingen, für wenige Momente auf die Gleise zu kommen und Schotter abzutragen, bevor sie wieder vor der Polizei flüchten müssen. Nach Angaben von Augenzeugen haben Demonstranten ein  Räumfahrzeug der Polizei angezündet. Dies berichtete ein vor Ort anwesender dpa-Fotograf den Agenturen. „Die Situation ist noch nicht unter Kontrolle“, sagte ein Sprecher der Polizei zur unübersichtlichen Lage im Waldgebiet bei Leitstade, das einige Kilometer vor Dannenberg liegt. Der Twitterdienst von „zeit-online“ meldet: „Polizeipressestelle ist überlastet und lässt verabredete Termine platzen. Berichterstattung über Beamte im Einsatz kaum möglich.“

Die Lage scheint unübersichtlicher zu werden. Derzeit häufen sich die Meldungen der Agenturen und der einzelnen Dienste wie Twitter und Facebook.

Fortlaufende Berichte hier.

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