NDR entschuldigt sich für Berichterstattung

Um eine Schadensersatzklage zu verhindern, hat sich der NDR auf einen ungewöhnlich weitreichenden Vergleich mit dem Militärdienstleister Ecolog eingelassen. Das Unternehmen arbeitet unter anderem für die deutschen Truppen in Afghanistan, so der Spiegel in einer Vorabmeldung für sein am Montag erscheinendes Magazin. Dem Sender wurde bereits gerichtlich untersagt, weiter zu behaupten, Ecolog habe Drogen aus Afghanistan geschmuggelt. Nun kam der NDR der Firma weiter entgegen. In dem Vergleich verpflichteten sich die Redaktionsverantwortlichen von tagesschau.de und NDR Info, Entschuldigungsbriefe an den Vorstand des Unternehmens und dessen Gründer Nazif Destani zu schreiben. "Wir bedauern es, wenn Ihr Ruf als Unternehmer und der Ihrer Familie durch un sere Verdachts-Berichterstattung gelitten hat und Ihnen daraus Unannehmlichkeiten entstanden sind. Gleichzeitig danken wir Ihnen für die Bereitschaft zu einer außer gerichtlichen Einigung." Der NDR verpflichtete sich zudem, diese Briefe nicht von sich aus zu veröffentlichen. Auch wurde festgelegt, in welcher Weise sich der NDR im Falle von Presseanfragen zu dem Fall äußern dürfe. Zwischenzeitlich hatte Ecolog auch erwogen, eine Klage vor einem US-Gericht vorzubereiten und den Anwalt und früheren Bundestagsabgeordneten Friedrich Merz damit beauftragt.

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